Es kocht in den Alpen
Was Transitverkehr und KöchInnen in den Alpen anrichten

Herausgeben von der Alpen-Initiative
1992, 136 Seiten mit vielen Fotos und Karikaturen,
broschiert, Großformat
ISBN 3-85791-207-3

vergriffen

rd_tri.gif (202 Byte) Appetit statt Transit rd_tri.gif (202 Byte) Zum Buch rd_tri.gif (202 Byte) Rezept rd_tri.gif (202 Byte) Stimmen
Kurze Inhaltsangabe
69 Alpen-Rezepte: pikant, deftig und scharf, von Künstlerinnen und Künstlern mit spitzer Feder illustriert. Das Kochbuch für ganzheitliche Ernährung – Gaumenschmaus, Augenweide und Ohrensausen in einem.

Währschafte Walliser Chouera und Slowenischer Apfelstrudel, piemontesisches Gemüsefondue und zuckersüße Almraungerln von den Gailtaler Alpen, Gibanica, Bagna Caôda, Sii und La Pela – geheime Köstlichkeiten aus aller Alpen Länder.

Feinstes Olivenöl und würziger Safran wurden einst auf schmalen Bergpfaden über die Alpen gesäumt. Je nach Region Zabaione, Sabayon, Sambayon oder gut schweizerisch – Rossumada genannt, ist die süße Crème Beispiel für das Lokalkolorit der Alpenrezepte. Der Lebensraum Alpen ist kein Relikt aus der Geografiestunde, aber dem Transitverkehr und kopfloser Tourismusinvasion ebenso ausgesetzt wie hausgemachte Umweltsünden.

Zu den Autorinnen und Autoren
Eine Gruppe von Autorinnen und Autoren der Initiative «Zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr» setzt ihre Liebe zum gemeinsamen Lebensraum und den Widerstand gegen den Transitverkehr in 69 illustrierten Rezepten um, (literarisch) unterstützt vom Walliser Bergdichter Maurice Chappaz sowie vom umweltbewegten Flachländer Franz Hohler.

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Rezept
Österreichischer Alpenraum/Bayern
Hasenohren
500 g Mehl
2 Prisen Salz
2 1/2 dl Sauerrahm
2 Eier, verquirlt

Butter



zu einem Teig kneten, 30 Minuten ruhen lassen, den Teig messerrückendick auswallen und in Rhomben schneiden
erhitzen, die Hasenohren darin goldbraun backen, durchdie Hitze gehen sie zu kleinen Kissen auf

Beilage
Mit frischem Kirschen- oder Zwetschgenkompott, eventuell Schlagrahm - ein Festessen!

Variante
Wer Süsses vorzieht, kann dem Teig mit einem Esslöffel Birnel und einem Beutel Vanillezucker nachhelfen.

Wenn sie Herrn Bundesrat Adolf Ogi zu diesem Schmaus einladen, schneiden Sie die Teigblätze einfach etwas länglicher und rundlich – sie heissen dann Hasenfüsse.

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Stimmen zum Buch
«Ein Kulturkochbuch erster Güte, das friedlich einen Text über die Entwicklung der Saumpfade mit dem Rezept einer Erntedanksuppe aus den venezianischen Alpen verbindet Schmackhafte und sättigende Gerichte bietet das Buch, schliesslich mussten und müssen die Alpenbewohner in den kalten Wintermonaten genügend Kraft und Saft bekommen für den Widerstand gegen die Touristen- und Blechlawine. Dringende Empfehlung des Rezensenten: unbedingt anschaffen.» Börsenblatt für den deutschen Buchhandel

«Der Renner bringt neben Rezepten aus dem ganzen Alpenbogen auch gut verdauliche (wenn auch nicht durchwegs bekömmliche) Grundinformationen zum Transitwahnsinn, der den Lebensraum Alpen bedroht.» WochenZeitung

«Eine originelle Rezeptsammlung für Geniesser.» Rheintalische Volkszeitung

«Derweil 69 Rezepte das Herz erwärmen, heizen pikante Texte ein.» Schweizer Illustrierte

«Doch nicht nur schlemmen, auch schmunzeln und vor allem nachdenken ist angesagt.» Nordbayerischer Kurier

«Da kriegt man zweifellos Ohrensausen im Hin- und Hergerissensein zwischen Lokalpatriotismus und Europa, zwischen Reh, Hase, Speck und vegetarisch, zwischen süss und farbig, Lachen und Weinen. Ob dem Trauern das Festen nicht vergessen, heisst das Motto.» Natur und Mensch

«1994 stimmten die Schweizer mehrheitlich ... für die konsequente Verlagerung des Transitverkehrs auf die Schiene. Das war der bisher grösste Erfolg der ›Alpen-Initiative‹. Der vielleicht zweitgrösste war das Buch ›Es kocht in den Alpen‹, eine Sammlung ländlicher Rezepte, garniert mit Informationen über die Verkehrskrise im Alpenraum und mögliche Auswege daraus. Weil das Verkehrsproblem noch immer drängt und die Alpenbewohner leiden, weil noch immer Alternativen gesucht werden, und weil noch immer gerne gekocht und gegessen wird, gibt es jetzt einen Nachfolgeband: mit aktuellen Informationen zu der breiten Bürgerbewegung, und mit vielen, überwiegend bäuerlich-deftigen Gerichten, gesammelt zwischen Wallis und Kärnten, zwischen Ligurien und Tirol.» Darmstädter Echo

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