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Müetis Kapital mit Ruth Seiler-Schwab Ein Film von Karoline Arn & Martina Rieder 2007, 60 Minuten Schweizerdeutsch und Hochdeutsch Untertitel: Deutsch / Français ISBN 978-3-85791-542-0
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Ruth Seiler-Schwab. Ein Mädchen, das seinen Eltern beweist, dass eine einfache Bauernfamilie auch mit sechs Mädchen überleben kann. Eine Idealistin, die arme Bauern mit kommunistischen Ideen aus der Misere führen will. Eine junge Frau, die aus Liebe heimlich den elterlichen Hof verlässt. Eine Gärtnerin, die für ihre politische und soziale Haltung einen hohen Preis bezahlt, aber ihre fortschrittlichen Projekte engagiert und gegen alle Widerstände realisiert. Überzeugt von anthroposophischen und alternativen Erziehungsmethoden, gründet sie im Seeland ein Schulheim für Jugendliche aus sogenannt schwierigen Verhältnissen. Das «Schlössli» in Ins ist heute noch Vorbild für viele fortschrittliche Jugendheime im In und Ausland. Ruth Seiler ist heute 88-jährig. Sie hat ein eigenständiges, engagiertes Leben geführt – immer auch im Bewusstsein, dass es vielen schlechter geht, und dass sich etwas ändern lässt. Sie hat mit ihrem Leben gezeigt, dass Selbstverwirklichung kein Privileg der heutigen Zeit ist. Trotzdem oder deswegen findet sie ihre Geschichte auch heute nicht der Rede wert, sondern nur selbstverständlich. |
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Dokumentarfilm «Müetis Kapital» ausgezeichnet Der Dokumentarfilm «Müetis Kapital» der Journalistin Karoline Arn und der Filmemacherin Martina Rieder erhält den Medienpreis «Goldene Brille» der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW). Die mit 10 000 Franken dotierte Auszeichnung wird am Freitag in Bern übergeben. Die SAGW vergab den Preis «für die beeindruckende Leistung, mit der ein Stück Schweizer Geschichte fassbar gemacht wurde». Das Porträt von «Müeti» Ruth Seiler-Schwab befasst sich mit fast 100 Jahren Schweizer Geschichte, mit der Wirtschaftskrise, dem Aufkommen des Kommunismus, der Angst vor dem Krieg und mit der Fichenaffäre. |
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Premiere: Solothurner Filmtage 2007 |
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© Limmat Verlag |