Barbara Rettenmund und Jeannette Voirol
Emma Herwegh — Die grösste und beste Heldin der Liebe

2000, 264 Seiten, 42 Abbildungen, gebunden
ISBN LV 3-85791-346-0 (für die Schweiz)
ISBN UV 3-293-00273-3 (für Deutschland und Österreich)

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Liebe und Revolution: die zwei Leidenschaften einer wilden Berlinerin.

Emma Herwegh: Sie verkehrte und korrespondierte mit Marx, Feuerbach, Heine, Bakunin, Lassalle und anderen, sie zog in Männerkleidern in die Revolution von 1848 und sie schickte Revolutionären Feilen ins Gefängnis, sie war das Zigarren rauchende Zentrum ihrer Salongesellschaften. In zahlreichen farbigen Anekdoten tauchte diese Frau bisher am Rande der Biografie ihres Gatten Georg Herwegh auf, dem Dichter des Jungen Deutschland. Wer war diese Frau?

Zu ihrer Zeit wurde Emma Herwegh geliebt und gehasst, bewundert und beschimpft. Aus dieser Stimmenvielfalt, vor allem aber aus ihren eigenen Tagebüchern und den unzählige Briefen in alle Welt gestalten die Autorinnen ein ausgesprochen lebendiges Bild dieser außergewöhnlichen Frau und ihrem Versuch, ihr emanzipiertes Leben und traditionelle Weiblichkeit auf einen Nenner zu bringen. Ergänzt wird es durch Dokumente wie die berühmten Brautbriefe und andere, teilweise unveröffentlichte Texte.

Foto Barbara Lüthi Jeannette Voirol, geboren 1968, Historikerin, lebt in Basel und arbeitet in Bern. Beteiligung an Frauenstadtrundgängen in Basel und Winterthur.
Barbara Rettenmund,
geboren 1965, Historikerin, lebt und arbeitet in Basel. Verfasserin des Kinderstadtbuch Basel, Mitarbeiterin bei verschiedenen Ausstellungs- und Buchprojekten.
Pressestimmen / Rezensionen
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Basler Stab vom 4. Oktober 2000 
Rd_tri.gif (202 Byte) Tages-Anzeiger vom 27. November 2000 
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Neue Zürcher Zeitung vom 28. Dezember 2000
Rd_tri.gif (202 Byte) Der Landbote vom 4. Januar 2000
Rd_tri.gif (202 Byte) Der Bund vom 6. Januar 2000

«Was waren das noch für Zeiten, als Frauen keinen Beruf lernen durften, geschweige denn ihn ausüben. Und statt dessen ihr Schicksal an das eines Mannes banden. Eine, die dies tat und auf diese Art ziemlich viel erlebte, war Emma Herwegh, geborene Siegfried, die 1843 mit 26 Jahren den gleichaltrigen Dichter und Revolutionär Georg Herwegh heiratete. In der Literatur wird sie entweder als Xanthippe, als Amazone, jedenfalls als eine den Mann über Liebe dominierende Frau gezeichnet. Doch ob das stimmt?

Licht in diese Sache bringen nun zwei Historikerinnen aus Basel, die sich zur Aufgabe gemacht haben, das Leben dieser in Liestal auf dem Friedhof ruhenden Frau, die aus Berlin stammte, neu darzustellen und dazu zahlreiche Briefe abzudrucken. Da sticht zunächst eines ins Auge: Emma wuchs in einem für die damalige Zeit - dem Europa der Restauration - ausserordentlich liberalen und gebildeten Elternhaus auf und wurde besonders von ihrem Vater gefördert: begüterter Kaufmannsstand, der die individuelle Entfaltung über die preussischen Beamtentugenden stellte. Schon in ihren jugendlichen Tagebüchern schildert Emma ihr Leid, zwar intelligent, begabt, lebendig und unternehmungslustig zu sein, aber keine Gelegenheit zu haben, irgendwie tätig zu werden.» Tages-Anzeiger

 

«So erscheint sie in der Darstellung Rettenmunds und Voirols als die treibende Kraft in dieser Partnerschaft, vermutlich auch als die Kühnere. Schillers «Wilhelm Tell» begeisterte sie noch in ihren letzten Lebensjahren dank dem «Muth dieser herrlichen Dichtung». In Paris, ihrem Wohnsitz seit längerer Zeit, starb sie 1904 an den Folgen einer Lungenentzündung. Gemäss ihrem Willen wurde sie neben Georg Herwegh in Liestal, das dem Umgetriebenen einst das Bürgerrecht gewährt hatte, begraben.» Neue Zürcher Zeitung
 

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