![]() |
Heinz Nigg Wir sind wenige, aber wir sind alle Biografien aus der 68er-Generation in der Schweiz 448 Seiten, Pappband ISBN 978-3-85791-546-8
|
||
|
|
|
|
|
|
In der Tradition der Oral History porträtiert der Ethnologe Heinz Nigg die 68er Bewegung in der Schweiz. Zu Wort kommen Aktivistinnen und Aktivisten, Sympathisanten und Kunstschaffende aus allen Sprachregionen der Schweiz und aus verschiedenen Altersgruppen. Aus ihren Erinnerungen an die Kindheit, die Politisierung, an die damaligen Kämpfe, Träume, Ideen und deren Folgen entsteht das Bild einer Schweiz im Aufbruch, das sein visionäres Potenzial bis heute bewahrt hat. Die 41 Geschichten von Peter Bichsel, Ruth Dreifuss, Fredi Murer, Irène Schweizer, Berthold Rothschild, Giorgio Bellini, Anna Ratti, Aiha Zemp, Verena Stefan, Polo Hofer, PM und vielen mehr lassen die 68er neu entdecken: ihr Engagement für Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung der Geschlechter, Bildung, Menschenrechte und Dritte Welt, ihr prägender Einfluss auf Stadt- und Regionalentwicklung, Kunst und Medien, ihr revolutionäres Verständnis von Alltags- und Subkultur. |
|||
![]() |
Heinz Nigg, geboren 1949 in Zürich. Studium der Geschichte,
Politikwissenschaft und Ethnologie. Beschäftigung mit bildender Kunst als
Maler und Kritiker. Bildungsaufenthalte in Chicago und London. Gehört zu den
Pionieren der alternativen Videobewegung der 70er- und 80er-Jahre (Community
Media). Arbeitet heute als freier Kulturschaffender und unterrichtet
Medienanthropologie an der Universität Bern. Im Limmat Verlag sind lieferbar:
|
||
|
|
|||
|
Wir sind wenige, aber wir sind alle. «Ich fühle mich wohl wie bei einem Sportanlass. Wenn das ganze Stadion für die einen jubelt, ist es wunderschön, bei diesen 50 zu sein, die für die anderen jubeln. Denn diese 50 haben dann wirklich das Gefühl von ‹Wir sind wenige, aber wir sind alle›. Je nachdem, wo das stattfindet, kann es gefährlich sein. So fühlt sich natürlich auch der Skin bei den Neonazis. Und das arme Mitglied einer fürchterlichen Sekte fühlt sich auch so. Das ist ganz klar. Man kann eine Minderheit erwischen, wo genau das katastrophal wird.» Peter Bichsel Ruth Dreifuss, 1940, Ökonomin, Bundesrätin der SPS von 1993
bis 2002, Genf Peter Bichsel, 1935, Schriftsteller, Solothurn Franco Cavalli, 1942, Onkologe, Nationalrat der SPS von 1995
bis 2007, Ascona Elisabeth Joris, 1946, Historikerin und Mittelschullehrerin,
Zürich 5. Wandel von Mentalität und Sitten Giovanni Blumer, 1938 – 2007, freier Publizist und
Streetworker, Egg Giorgio Bellini, 1945, freiberuflicher Rechercheur und
Übersetzer, Paris und Gandria Anna Ratti, 1947, Kulturvermittlerin, S-chanf und Chur Ruth Mascarin, 1945, Ärztin, Nationalrätin der POCH von 1979
bis 1985, Basel 9. Von Minderheiten und Mehrheiten Anni Lanz, 1946, Menschenrechtsaktivistin, Basel Daniel Bolomey, 1952, Generalsekretär der Schweizer Sektion
von «Amnesty International», Bern 11. Underground, Pop und Bolo’bolo Urban Gwerder, 1944, Dichter, Perfomer, Gestalter, Publizist
und Netzwerker, Zürich |
|||
|
|
|||
|
|
|||
|
«Abseits vom Lärm der
Strassenschlachten ist das 68er-Lesebuch von Heinz Nigg angesiedelt. Seine
Sammlung von «Biografien aus der 68er-Generation» kommt ganz ohne
illustrativen Flowerpower aus. In der Tradition der Oral History porträtiert
der Zürcher Ethnologe 41 Protagonistinnen und Protagonisten der Schweizer
68er-Bewegung; Aktivisten und Sympathisanten, namhafte Gesellschaftsakteure
und solche, die sich nie an organisierte Strukturen binden wollten. |
|||
|
«Auch die 41 mehr oder minder Prominenten, mit denen der Ethnologe Heinz Nigg Gespräche führte, denken über sich selber nach — tatsächlich nachdenklich. Wenn Nationalrat Hansjörg Fehr von den Familienfehden in seinem Herkunftskaff am Rhein oder Historikerin Elisabeth Joris von der Klosterschule im Oberwallis erzählt, entsteht ein spannendes Bild der Schweiz, wie sie 1968 noch war.» SonntagsZeitung «Die Geschichten von Peter Bichsel, Ruth Dreifuss, Fredi Murer, Irène Schweizer, Polo Hofer und vielen mehr lassen die 68er neu entdecken: in ihrem Engagement für Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung der Geschlechter, Bildung, Menschenrechte und Dritte Welt über ihren prägenden Einfluss auf Stadt- und Regionalentwicklung, Kunst und Medien bis hin zu ihrem revolutionären Verständnis von Alltags- und Subkultur.» Der Landbote |
|||
|
|
|||
|
© Limmat Verlag |