Friedrich Glauser

Der Chinese

Herausgegeben und mit eine Nachwort von Rudolf Bussmann

276 Seiten, Leinenband
ISBN: 978-3-85791-244-3

 

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Kurze Inhaltsangabe

Schauplatz der Handlung ist das Dorf Pfründisberg im Kanton Bern, hinter dem ein Ort auszumachen ist, den Glauser sehr gut kannte: die Gartenbauschule Oeschberg, in der er 1930/31 sein Gartenbaudiplom erwarb. Gibt es in den Annalen der Schule Erinnerungen an Glauser? Gibt es im Roman Anspielungen auf Lehrer und Mitschüler? Gespräche mit Zeitzeugen sowie Fotografien von – heute teilweise abgerissenen – Gebäuden, in denen sich Mörder, Opfer und der unermüdliche Wachtmeister Studer begegnen, werfen ein Licht auf die enge Verflechtung von Glausers Schreiben mit seiner Biographie.

Glauser beteiligte sich mit dem Roman «Der Chinese» an einem Wettbewerb, den der Schweizerische Schriftstellerverein und der Schweizerische Zeitungsverlegerverein 1936 ausschrieben. Er arbeitete ihn mehrmals um, und der Roman durchlief verschiedene Fassungen, die sich zum Teil deutlich voneinander unterscheiden und die in dieser Edition erstmals dokumentiert werden.

«Ich schreibe an einem neuen Roman, eben gerade dem, der prämiert worden ist. Er soll in einer Armenanstalt spielen, wird wieder ein Kriminalroman sein, denn es ist das einzige, was die Leute lesen wollen, und ich glaube noch immer, man könne diese Literaturform künstlerisch gestalten.» Friedrich Glauser an Otto Kellerhals, 10. März 1937

Zur Edition

Dem Text liegt der Erstdruck zugrunde, der als Fortsetzungsroman in der National-Zeitung vom 26. Juli 1938 an erschien – ohne die Abweichungen, Fehler und Irrtümer, die in späteren Drucken auftauchen.

 

Pressestimmen

«Solche Details, für die der Leser, der sich von der atmosphärischen Dichte der Glauserschen Romane gefangennehmen lässt, dankbar ist, enthält die jetzt erschienen kritische Ausgabe im Schweizer Limmat Verlag. Mit dieser Edition nach sechzig Jahren hat der Verlag dem Landsmann ein liebevolles Denkmal gesetzt. ... Mit Wachtmeister Studer hat Glauser eine der grossen Detektivfiguren der Literaturgeschichte geschaffen, die weit über das erklärte Vorbild des Kommissar Maigret hinausweist.» Radio Bremen

«Glauser ist nicht glatt, nicht perfekt. Auch in ‹Der Chinese› wird nicht klar gemacht, wieso sich die Titelfigur eigentlich in jenes schweizerische Kaff begibt, von dem sie weiß, dass sie darin bald umgebracht werden wird. Dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch, es macht die Romane sogar noch drohender.» Deutschland Radio

 
 

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