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Die Neuedition von Glausers Werk im Limmat Verlag |
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| Zweifach preisgekrönt: |
Schönste deutsche
Bücher 1992 Schönste Schweizer Bücher 1995 |
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«Dem Limmat Verlag und den Herausgebern ist es zu danken, dass langsam aber sicher der echte Glauser wieder vorliegt.» BuchJournal |
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Die Neuedition von Friedrich Glauser im Limmat Verlag |
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Als «Schundromane» hat Glauser seine Krimis gerne bezeichnet. Einzig zu seinem Fremdenlegionsroman glaubte er vorbehaltlos stehen zu können. Allerdings stellte er auch dieses Urteil sofort wieder in Frage, als er 1937 den Text für den Druck durchsah. Nein, ein Autor von literarischem Rang sei er nicht, wolle und könne er nicht sein, bekannte er damals seinem Freund Josef Halperin. Dieser widersprach zwar, doch es scheint, als habe sich Glausers tiefstapelnde Selbsteinschätzung gewissermaßen auf die Nachwelt übertragen. Seine Bücher galten lange Zeit als Unterhaltungsliteratur: zwar spannend zu lesen, doch ohne tiefere Bedeutung. Das Vorurteil, wonach ein Buch, das man in einem Zug verschlingt, keine Literatur sein könne, erwies sich als fatales Fehlurteil. Auf diese Art blieb ein Autor verkannt, der nicht nur gewandter schreiben und erzählen konnte als seine übrigen Schweizer Kollegen, sondern auch ein genaueres Auge für soziale Details besaß, der wie kein zweiter mit wenigen Worten Atmosphäre erzeugen konnte und eine ungewöhnliche Lebenserfahrung hatte. Und wenn es die Schweiz auch lange nicht wahrhaben wollte, so beweist ihr heute die internationale Rezeption, dass Glauser mit Robert Walser der bedeutendste Schweizer Autor der ersten Jahrhunderthälfte ist. Um so dringlicher, dass seine Romane endlich in authentischer Textgestalt zugänglich geworden sind. Denn nicht genug, dass Glauser in sozialer Hinsicht zeit seines Erwachsenenlebens entmündigt war auch die Redaktoren der Zeitschriften und Verlage nahmen sich gerne fürsorglich seiner Texte an: kürzten sie, veränderten einzelne Formulierungen, Sätze und ganze Kapiteleinteilungen. Diese Eingriffe es sind unzählige macht die Ausgabe des Limmat Verlags wieder rückgängig und präsentiert so fünfzig Jahre nach Glausers Tod erstmals seine sieben Romane in der Form, in der Glauser sie geschrieben hatte. Die Bände sind wissenschaftlich ediert: Neben einem entstehungsgeschichtlichen Kommentar, einem Editionsbericht und Anmerkungen, werden in einem ausführlichen Nachwort Materialien über die realen Fälle, die den Romanen als Vorlage dienten, aufgearbeitet. Die Bände erscheinen in der - 1992 in der BRD, 1995 in der Schweiz - preisgekrönten Ausstattung, Leinenbände mit Lesebändchen. |
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Stimmen zur Neuedition des Werkes von Friedrich Glauser im Limmat Verlag |
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«Eine Neuedition rückt Glauser wieder ins rechte Licht.» SonntagsZeitung «Das wohl schönste Geschenk, das man diesem Autor machen konnte, dürfte die hervorragend gestaltete Ausgabe seiner Werke sein, die ihr maßgeblicher Herausgeber Bernhard Echte und der Zürcher Limmat Verlag veranstalten.» Literaturblatt, Stuttgart «Jahrzehnte vor der kritischen Schweizer Nachkriegsliteratur vor Frisch, Dürrenmatt, Burger oder Nizon fängt da einer die später zum Motiv werdende Enge der Schweiz ein.» Berner Zeitung «Die schöne Ausstattung, die kenntnisreiche Edition, der Kommentar, die textkritischen und editorischen Anmerkungen beeindrucken. Der neue, alte Glauser begeistert.» ORF, Radio Österreich International «Klar dürfte Glausers hoher Rang spätestens diesen Herbst werden. Dann erscheinen im Zürcher Limmat Verlag sie seine großen Romane zum ersten Mal in Originalfassung, unverfälscht und ohne fremde Kürzungen.» Facts «Wie ein Skalpell schneidet der Blick des Autors die Schichten der Gesellschaft. Die Krimiform stützt diese Seziertechnik: Glausers Held Studer kann als Fahnder überall hinschauen, und wir schauen ihm zu. Farbig tritt die Schweiz der zwanziger und dreißiger Jahre hervor, die in der heutigen Schweiz weiterlebt.» Facts «Vor zwei Jahren wurde die vierbändige Neuausgabe von Friedrich Glausers erzählerischem Werk abgeschlossen. In derselben sorgfältigen Edition und schönen Aufmachung folgen nun die Romane.» Der Landbote «Erstes Beispiel schöner Bücher ohne Verfallsdatum: die Glauser-Romane bei Limmat.» Zürichsee-Zeitung «Das wollte er: unterhalten. Und er hat es wie kein zweiter verstanden, seine politische Gesinnung in diese Unterhaltung hineinzuweben, so dass sie ein Bestandteil davon wurde. In diesem Sinne ist er ein ganz und gar engagierter Autor.» Hansjörg Schneider, züritip «Dank der jetzt im Limmat Verlag erscheinenden Gesamtausgabe werden die Einsichten der Wissenschaft nun endlich mit Glausers Texten selbst dem breiten Publikum vermittelt.» Tages-Anzeiger «Haarscharf an der Realität blieb er. So akribisch genau, dass die notwenige Vorrede (Meine Anstalt Randlingen weder Münsingen, noch die Waldau , noch die Bellelay. Die Personen, die auftreten, sind frei erfunden.) zur blanken Lüge wird. Notlügen sind freilich erlaubt, keinem mehr als Friedrich Glauser: Man wird wohl noch Geschichten erzählen dürfen? Und wir sind dankbar, hat er sie aufgeschrieben.» BuchJournal «Aber im Gegensatz zu seinen schreibenden Schweizer Zeitgenossen, die sich hehre Welten fernab von der Verderbnis der morallosen Städte ersehenen, weiß Glauser um den Spalt der Wirklichkeit. Man sieht den Spalt bei ihm auf dem Papier klaffen, zwischen den Zeilen, in den hilflosen Worten seiner gebeutelten Figuren. Glauser hat lebend und schreibend über diesem Spalt den Spagat versucht und ist oft hinuntergefallen. Das macht ihn modern, dass er erzählend sein Erzählen als Träumerei entlarvt, dass er beim Beschreiben der Realität ihre Schäbigkeit aufdeckt.» Berner Zeitung, BZ «Eine buchverlegerische Grosstat.» Zürichsee-Zeitung «Die im Jubiläumsjahr abgeschlossene Neuausgabe von Glausers Gesamtwerk zeigt auf spannende Art und Weise, wie eng verflochten bei ihm Leben und Schreiben ist. (...) Die ausführlichen Anmerkungen und Nachworte lesen sich beinahe so packend wie die Texte selbst.» Brückenbauer «Glauser stellte dieselben Ansprüche an seine Krimis wie an die sog. hohe Literatur, das machte sein Werk bahnbrechend. Er schuf seelenvolle Figuren, deren Umgebung natürlich und atmosphärisch war. Sein Stil geriet sparsam, deskriptiv, konzentrierte sich hellhörig auf notwendige Klangfarben, ließ Platz für die Imagination des Lesers, lockte den Leser mit präzisen, nachvollziehbaren Beschreibungen in die Geschichte hinein.» profil »Was immer wir alle, die in Glausers Nachfolge das Terrain beackern, anfangen, sie sind bereits da, wenn wir am Ende der Furche angelangt sind: entweder der verlässliche Studer oder sein gebeutelter Autor Friedrich Glauser. Die beiden, in Personalunion, lassen uns keinen Fluchtweg offen. Also haben unsere deutschen Kollegen eben doch recht, wenn sie Glauser für den Grössten halten, der das Genre vollumfänglich abdeckt, und uns, seine Nachfolger, auf ihn verpflichten und uns in seinem Schatten einfrieren.» Peter Zeindler, Weltwoche «Es gibt keinen Autor aus der deutschen Schweiz, der den helvetischen Mief der Zwischenkriegszeit so genau beschrieben hat wie er. Es gibt keinen, der die sogenannt kleinen Leute so liebevoll porträtiert hat. Und es gibt keinen mit so präzisem Blick. Dieser Mann ist ein Phänomen. Es gibt nur Fragen an ihn, keine Antworten.» Hansjörg Schneider, züritip «Glauser muss ein Leben auf der Lauer gelegen und heimlich Menschen beobachtet haben. Anders ist nicht zu erklären, wie er mit zwei, drei Strichen das Innerste einer Figur herauskehren kann. Dass er dabei immer wieder souveräne Frauenfiguren zeichnet, belegt, wie existentiell das Schreiben in der eigenen Biographie verwurzelt war. Er, der die Mutter schon mit viereinhalb Jahren verliert, unter ihrem Tod bitter leidet und umgetrieben wird auf der Suche nach liebem Mutter-Ersatz («die aber nicht gestorben ist, sondern schläft»), sie in den letzten Jahren in der Redaktorin Martha Ringier und der Krankenschwester Berthe Bendel auch wirklich findet, dieser Glauser halluziniert sich in seinen Erfindungen in eine Welt, die zwar so brutal, unberechenbar und kalt ist wie die wirkliche, in der aber die Gerechtigkeit kraft der ordnenden Phantasie am Ende zurückkehrt.» Tages-Anzeiger «Der Glauser mit seinem gläsernen Herzen noch heute sieht man beim Lesen seiner Kriminalgeschichten ungehindert in diesen klaren, wahren Kern hinein und dort ein ganz eigenes Pulsieren: ungehorsam gegen den vorgegebenen Takt, Ruhelosigkeit und viel flackerndes Leiden.» Vogue, München «Prosa, die bis in jeden Dialog hinein ein soziales Feld spiegelt, ihre dichterische Potenz versteckt und sie desto wirkungsvoller zur Geltung bringt.» Rheinischer Merkur, Bonn «Die Geburtstagsedition der Romane lädt noch einmal dazu ein, einen Meister des psychologischen Realismus kennen zu lernen.» Rheinischer Merkur, Bonn «Und jetzt, dank der sorgfältigen Neuedition des Gesamtwerkes im Zürcher Limmat Verlag, beginnt man neben dem Kriminalschriftsteller auch den Autor Glauser aufzuspüren einen der wichtigsten Autoren der Schweizerliteratur dieses Jahrhunderts.» Neues Deutschland, Berlin «Von dieser Stärke des Autors, dem im Leben nicht zu helfen war, sollten sich möglichst viele Leser überzeugen: Ein schönerer Anlaß als die vorliegende Ausgabe ist nicht denkbar.» Die Presse, Wien «Solche Prosa ist taufrisch. Zeitlos und modern. Die Muster-Bibliothek des 20. Jahrhunderts hat ein neues altes Mitglied gewonnen. Friedrich Glauser ist so elegant wie Kasimir Edschmid, so geheimnisvoll wie B. Traven, so lyrisch wie Robert Walser, und in Hochform schlägt er auch den oft mit ihm verglichenen Georges Simenon.» Frankfurter Neue Presse «Der Autor Glauser ist nach Jahren des verlegerischen Umherirrens, einer Odyssee, die schon zu seinen Lebzeiten begonnen hatte, endlich in einem Verlag aufgehoben, der sich mit Behutsamkeit und viel editorischer Umsicht seiner Texte annimmt.» Börsenblatt «Glauser, der zeitlebens mit der Morphiumsucht zu kämpfen hatte, gelang in dieser Figur (Studer) der Kompromiss von Bürger und Bohemien, die Versöhnung der Züge des Patriarchen mit denen des rebellischen Sohnes. Studer kann alles wiedergutmachen, weil er selbst die Integration der zerrissenen Familienteile verkörpert.» Frankfurter Allgemeine Zeitung «Den Freunden des Wachtmeisters wird die neue, editorisch und buchgestalterisch mustergültige Ausgabe willkommen sein, die der Limmat Verlag jetzt zu Glausers hundertstem Geburtstag herausgebracht hat.» Frankfurter Allgemeine Zeitung «Böse Zweifel an seinem Können gehörten zwar zu Glausers schöpferischer Unruhe, sie führte ihn aber fast immer zum eigenen Konzept zurück, stärkten im Grunde seine poetischen Absichten, gerade was die Arbeit mit atmosphärischen Valeurs und physiognomischen Details betrifft. Das aber hätte er sich wohl in den besten Träumen nicht ausgemalt, dass sein Werk dereinst zu seinem hundertsten Geburtstag neu ediert und in so schöner Ausstattung präsentiert würde. Die Gesamtausgabe beim Limmat Verlag liegt nun fast vollständig vor. Die gut proportionierten, überzeugend aufgemachten Bände mit den alten Photographien auf den Umschlägen und im Textteil müsste eigentlich jeder Freund der deutschsprachigen Literatur besitzen.» Neue Zürcher Zeitung «Mit dieser Edition nach sechzig Jahren hat der Verlag dem Landsmann ein liebevolles Denkmal gesetzt.» Radio Bremen |
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