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Friedrich Glauser «Mit leidenschaftlicher Kühle entwickelt der grosse Glauser in jedem Buch ein anderes rätselhaftes Fluidum. So erreicht er eine Suggestion, die nach der Lektüre anhält, selbst dann noch, wenn man Handlung und Pointen längst vergessen hat. Der Schriftsteller zielt damit auf jenen ursprünglichen Menschen in uns, dem, wie Herder sagt, die Gefühle nur noch zusammengewebt sind.» Neue Zürcher Zeitung «Der Autor Glauser ist nach Jahren des verlegerischen Umherirrens, einer Odyssee, die schon zu seinen Lebzeiten begonnen hatte, endlich in einem Verlag aufgehoben, der sich mit Behutsamkeit und viel editorischer Umsicht seiner Texte annimmt.» Börsenblatt für den deutschen Buchhandel Biografie |
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1896 |
4. Februar: FriedrichKarl Glauser in Wien geboren. | |||
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1900 |
Die Mutter stirbt. | |||
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1902 |
Eintritt in die EvangelischeVolksschule am Karlsplatz. | |||
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1906 |
Eintritt ins k. u. k.-Elisabeth-Gymnasium. | |||
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1909 |
Berufung des Vaters an die Handelshochschule Mannheim. |
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1910 |
Eintritt ins «Schweizer
Landerziehungsheim Glarisegg» am Bodensee. |
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1913 |
Selbstmordversuch; Rauswurf aus Glarisegg und Eintritt ins Collège de Génève.. | |||
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1915 |
Freiwillig vorgezogener Wehrdienst in der Schweizer Armee. Erste Veröffentlichungen. | |||
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1916 |
Volljährigkeit. Abbruch der Beziehungen zum Elternhaus. Matura am Institut Minerva in Zürich. Immatrikulation als Chemiestudent an der Universität Zürich. Bekanntschaft mit Dada-Künstlern. | |||
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1917 |
Weigerungdes Vaters, Glausers Schulden
weiter zu bezahlen; Antrag auf psychiatrische Untersuchung. Teilnahme an den ersten beiden Dada-Soiréen.
Entmündigungsverfahren. Tätigkeit als Milchausträger. Beginnende Lungentuberkulose, Morphiumbehandlung. |
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1918 |
Flucht und Entmündigung durch die Amtsvormundschaft Zürich in Abwesenheit. Anfang Juni Verhaftung in Genf nach kleineren Diebstählen. Einweisung in die Psychiatrische Klinik als Morphiumsüchtiger. Diagnose: Dementia praecox. | |||
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1919 |
Flucht aus der Anstalt. | |||
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1920 |
Zusammenleben mit Elisabeth
von Ruckteschell in einer alten Mühle bei Ronco. Erneute Morphiumabhängigkeit
und Verhaftung in Bellinzona, Selbstmordversuch. Nach heftigen Entzugserscheinungen und einem
Blutsturz Einlieferung ins Inselspital Bern. Nach versuchter Rezeptfälschung Einweisung in die Irrenanstalt Hollingen. Flucht mit Hilfe Elisabeth von Ruckteschells zu Hans Raschlenach Baden. Eintritt in die Psychiatrische Klinik Burghölzli in Zürich. Ab Oktober mit Billigung der Behörden bei Hans Raschle in Baden. |
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1921 |
Aushilfe bei einem Lebensmittelhändler. Volontär bei der «»Schweizerischen Freien Presse». Erneute Morphiumsucht, Flucht zum Vater nach Mannheim. Eintritt in die Fremdenlegion. | |||
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1922 |
Selbstmordversuch, Malaria. | |||
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1923 |
Ausmusterung wegen eines Herzfehlers. In Paris längerer Spitalaufenthalt und Arbeit als TellerwäscherArbeit in einer Kohlegrube in Charleroi (Belgien). | |||
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1924 |
Malaria, Morphiumsucht, Selbstmordversuch. Nach einem im Morphiumdelirium verursachten Zimmerbrand Einweisung in die Irrenanstalt Tournai. | |||
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1925 |
Rückschaffung in die Schweiz; Psychiatrische Klinik Münsingen. Einweisung in die Haft- und Arbeitsanstalt Witzwil. Selbstmordversuch. | |||
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1926 |
Entlassung aus Witzwil. Handlanger in der Gärtnerei Heinis in Liestal. Erneute Morphiumsucht und Rezeptfälschungen. | |||
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1927 |
Verhaftung wegen fortgesetzten Opiumdiebstahls in einer Apotheke. Eintritt in die Anstalt Münsingen. Psychoanalyse bei Max Müller. | |||
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1928 |
Hilfsgärtner. Gemeinsame
Wohnung mit Beatrix Gutekunst in Basel. Beginn der Arbeit am Legionsroman «Gourrama».
Opiumrückfälle. Zusage eines Kredits von 1500 Fr. für «Gourrama» durch die Werkbeleihkasse des Schweizer Schriftstellervereins. Aufgabe der Gärtnerarbeit und Umzug nach Winterthur zu Beatrix Gutekunst, die dort eine Tanzschule eröffnet hat. |
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1929 |
Erneute
Morphiumsucht. Schwierigkeiten mit der Werkbeleihkasse, die ihre letzte Ratenzahlung von einer Überarbeitung des Romans abhängig macht. Arbeit als Gärtner und Verhaftung nach einer Rezeptfälschung. |
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1930 |
Anstalt Münsingen. Abschluss von «Gourrama». Gartenbauschule Oeschberg. Findet keinen Verlag. | |||
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1931 |
Gartenbauschuldiplom. Selbstentwöhnungsversuch. Anstalt Münsingen.Nachanalyse bei Max Müller. Beginn an «Tee der drei alten Damen». | |||
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1932 |
Übersiedlung nach Paris mit
Beatrix Gutekunst. Versuch, als freier Journalist und Schriftsteller zu leben.
Opiumrückfälle. Abbruch des Pariser Experiments und Besuch beim
Vater in Mannheim. Festnahme wegen Rezeptfälschung. Antrag des Vaters, Glauser lebenslänglich in der Schweiz zu internieren. Ausweisung. Anstalt Münsingen. Ende der Beziehung mit Beatrix Gutekunst. |
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1933 |
Beginn der Freundschaft mit Berthe Bendel. Zusage für die Stelle als Verwalter eines kleinen Gutes in Angles bei Chartres. Zustimmung des Vormunds und der Anstaltsleitung, Versicherung Berthes, Glauser zu begleiten, sie kündigt. | |||
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1934 |
Weigerungder Anstaltsleitung und des Vormunds, Glauser nach Angles gehen zu lassen. Unbefristete Internierung. Verlegung in die Anstalt Waldau bei Bern. Erster Preis beim Kurzgeschichten-Wettbewerb des «Schweizer-Spiegel.» Verlegung in die Kolonie Anna Müller in Münchenbuchsee. «Tee der drei alten Damen» beendet. Entlassung, Opiumrückfälle, Rezeptfälschungen. | |||
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1935 |
Erneute Internierung in der Waldau. Versetzung in die offene Kolonie «Anna Müller» in Schönbrunnen bei Münchenbuchsee. «Schlumpf Erwin Mord» wird fertig, Einsendung an den Morgarten-Verlag. Flucht aus der Kolonie «Anna Müller». Lesung im Rabenhaus bei Rudolf Jakob Humm. Berthe Bendel gibt ihr Stelle in Kreuzlingen auf und kommt zu Glauser nach Basel. Rückkehr in die Waldau. Beginn mit der Arbeit an der «Fieberkurve» | |||
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1936 |
Annahme von «Schlumpf Erwin
Mord» durch die «Zürcher Illustrierte» und den Morgarten-Verlag.
Vergebliche Versuche, «Gourrama» bei der Büchergilde unterzubringen. Entlassung aus der Waldau.
Kurzer Aufenthalt bei Josef Halperin in Zürich, «Matto regiert»
wird fertig und von der Zeitschrift «Der öffentliche Dienst»
angenommen. Lesung bei Humm im «Rabenhaus». Ankunft in Angles bei Chartres; in der Folge
Bewirtschaftung des kleinen Gutes von Ernst Jucker, eines Schweizer Bankiers in Paris.
Annahme der «Fieberkurve» durch den Morgarten-Verlag unter der Bedingung, dass Glauser den Roman überarbeite. Aufnahme in den Schweizerischen Schriftstellerverein. Auftrag für einen kurzen Studer-Roman vom «Schweizerischen Beobachter». «Wachtmeister Studer», Glausers erstes Buch, erscheint im Morgarten-Verlag, Zürich. |
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1937 |
«Matto regiert» erscheint im Jean
Christophe Verlag, Zürich. Glausers Exposé zum Roman «Der Chinese» wird für den Wettbewerb des
Schweizerischen Schriftstellervereins angenommen. Umzug nach La Bernerie (Loire). Beendigung der zweiten Fassung der
»Fieberkurve». Aufnahme einer Radiolesung ( Beendigung von «Krock & Co.». Artikel über Gides «Retouches à mon retour de l'U.R.S.S.» und nach Erscheinen im «ABC» heftige Kontroverse mit Humm über Gides, den Stalinismus und die Linke. Tod des Vaters. |
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1938 |
Eintritt in die Klinik Friedmatt, Basel, zur Entziehungskur. Unfall im Baderaum der Klinik; Schädelbasisbruch und schwere Gehirnerschütterung. 1. Preis im Wettbewerb des Schweizer Schriftstellervereinsfür «Der Chinese». Vergebliche Bemühungen, in Basel zu heiraten. Die Schweizer Schillerstiftung spricht Glauser eine Anerkennungsgabe von 500 Franken zu. Übersiedlung nach Nervi bei Genua. Arbeit an drei verschiedenen Roman-Projekten (Ascona-Roman, Charleroi-Roman, «Mord in Angles»). Am 6. Dezember: Glauser bricht am Vorabend der Hochzeit beim Abendessen zusammenund stirbt am 8. Dezember | |||
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«Daten wollen Sie? Also: 1896 geboren in Wien von österreichischer Mutter und Schweizer Vater. Grossvater väterlicherseits Goldgräber in Kalifornien (sans blague), mütterlicherseits Hofrat (schöne Mischung, wie?). Volksschule, 3 Klassen Gymnasium in Wien. Dann 3 Jahre Landerziehungsheim Glarisegg. Dann 3 Jahre Collège de Génève. Dort kurz vor der Matur hinausgeschmissen... Kantonale Matur in Zürich. 1 Semester Chemie. Dann Dadaismus. Vater wollte mich internieren lassen und unter Vormundschaft stellen. Flucht nach Genf ... 1 Jahr (1919) in Münsingen interniert. Flucht von dort. 1 Jahr Ascona. Verhaftung wegen Mo. Rücktransport. 3 Monate Burghölzli (Gegenexpertise, weil Genf mich für schizophren erklärt hatte). 1921–23 Fremdenlegion. Dann Paris Plongeur. Belgien Kohlengruben. Später in Charleroi Krankenwärter. Wieder Mo. Internierung in Belgien. Rücktransport in die Schweiz. 1 Jahr administrativ Witzwil. Nachher 1 Jahr Handlanger in einer Baumschule. Analyse (1 Jahr) ... Als Gärtner nach Basel, dann nach Winterthur. In dieser Zeit den Legionsroman geschrieben (1928/29), 30/31 Jahreskurs Gartenbaumschule Oeschberg. Juli 31 Nachanalyse. Jänner 32 bis Juli 32 Paris als ‹freier Schriftsteller› (wie man so schön sagt). Zum Besuch Besuch meines Vaters nach Mannheim. Dort wegen falschen Rezepten arretiert. Rücktransport in die Schweiz. Von Juli 32 – Mai 36 interniert. Et puis voilà. Ce n'est pas très beau ...» (Friedrich Glauser an Josef Halperin, 15. Juni 1937) |
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Über Friedrich Glauser |
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Erinnerungen von Emmy Ball-Hennings, |
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Die Werke von Friedrich Glauser im Limmat Verlagg Die
authentische Edition der Werke Friedrich Glausers im Limmat Verlags basiert auf den
Manuskripten und ist in gebundener Form nur noch teilweise lieferbar. |
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Ein Roman aus der Fremdenlegion Romane 1
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Romane 2
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Schlumpf Erwin Mord Wachtmeister Studer Romane 3 vergriffen
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Matto regiert Romane 4 vergriffen |
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Romane 5
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Krock & Co. Romane 6
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Romane 7
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Mattos Puppentheater Das erzählerische Werk Band 1: 1915–1929 vergriffen |
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Der alte Zauberer Das erzählerische Werk Band 2: 1930–1933 vergriffen |
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König Zucker Das erzählerische Werk Band 3: 1934–1936 vergriffen |
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Gesprungenes Glas Das erzählerische Werk Band 4: 1937–1938 vergriffen |
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Limitierte Sonderedition von Glausers erzählerischem Werk in 4 Bänden vergriffen |
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Erzählbände nach Themen zusammengestellt |
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1992—1994 erschien im Limmat Verlag erstmals die gesamte Kurzprosa Friedrich Glausers. Im Gegensatz zur chronologischen Ordnung und zur Vollständigkeit jener Ausgabe präsentieren die neuen Bände Glausers beste Erzählungen in einer Auswahl nach Themen. Sie zeigen den «Meister der modernen Prosa» (Rheinischer Merkur) im Licht von Motiven und Stoffen, die ihn in seinem Schreiben beschäftigten. Im Herbst 2008 erscheinen die Bände «Beichte in der Nacht und andere Geschichten von der Liebe» und «Ich bin ein Dieb und andere Kriminalgeschichten». Weitere Bände sind in Vorbereitung. |
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und andere Geschichten von der Liebe
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und andere Kriminalgeschichten
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© Limmat Verlag |