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Ein anderer Zeuge, Dr. Zollikofer, der
Verteidiger des S., sagt, die Erschiessung sei nicht auf Anhieb gelungen.
Der durch die Schüsse verursachte Luftzug habe die Fackeln gelöscht. Man
habe sie wieder entzündet, und die beiden Armeeärzte, Dr. Notter FMH und Dr.
Ivanovitch, untersuchten den leblosen Körper des S. Dabei stellte sich
heraus, dass keiner der Schüsse tödlich gewesen war, obwohl aus wenig
Schritt Entfernung abgegeben. Der kommandierende Oberst Birenstihl habe
deshalb einem Oberleutnant den reglementären Fangschuss befohlen. Dieser
Oberleutnant, ein «phantastischer Schütze»,
habe seine Pistole gezückt und, mit Geschicklichkeit aus nächster Nähe
zielend, einen Schuss abgegeben, welchen man wirklich
«Tells Geschoss»
nennen könne. Die Kugel sei stracks in den Tränenkanal eingedrungen, ohne
Verwüstungen am Schädel des S. anzurichten, so dass den Zuschauern der
Anblick von herumspritzenden Hirnteilen und dergleichen erspart worden sei.
Dr. Zollikofer bestätigt, dass ein Rudel höherer Offiziere sich die
Exekution nicht entgehen lassen wollte; die Offiziere blieben aber im
Hintergrund, weil Oberst Birenstihl sie gebeten hatte, nicht allzu deutlich
in Erscheinung zu treten. |