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Agnes Mirtse wunschbrüchig / vágy-zavar Gedichte und Prosa Deutsch und Ungarisch Herausgegeben von Christine Tresch und Elisabeth Wandeler-Deck 2004, 142 Seiten, gebunden ISBN 3-85791-452-1 |
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«Ich konnte mit dem Wort ‹fremd› lange nichts anfangen. Es berührte mich nicht. Dass ich von anderen Menschen meiner Umgebung als fremd angeschaut wurde, wurde mir erst nach und nach bewusst. Zunächst war ich ja nur eine Asyl suchende junge Frau, ein politischer Flüchtling. Nicht ich war mir fremd, sondern meine Umgebung. Nicht die Menschen, sondern ihre Sprache.» Agnes Mirtse begann in dieser fremden Sprache zu schreiben, Gedichte, Kurzprosa und Theatertexte, sie probierte sie aus wie eine zweite Haut über der Muttersprache. Und liess das Ungarische nie ganz sein, bis zu ihrem Tod nicht. Ein Sprachwechsel, den sie sich abringen musste und der Texte hervorbrachte, die unbewusste (Sprach-)Heimaten ausloten, Nachtlandschaften und Tagträumereien. |
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Inhalt
Ich bin die Klebestreife ri ki ki Gangart Chiffre (2- Anders-anders Lilien – Lächeln Untreffen Glitz Via Nia Selbstbegegnung Selbstgespräch Dreierpalette I. Augenweide II. Tour III. Irrsal Bildwechsel Erhörung Himmel-Los Losgelöst Lückenhaft Nachtgewächse Wort – Wende Au-Au Tao – Tau Hopp-Hopp Übungen nach der Sprachnacht Nach-Sprachnacht Herbstsplitter I Ging Selbstsuche Zweigang Unkenntlichkeiten Unverbindlichkeiten oder Tanaka tanzt Miniatur S Minis 1–5 Karibik I. Einmaligkeit II. Agonie III. Naturpur IV. Zerreissprobe V. Schiffbrüchig VI. Rückzug Anti-Globen-Bekenntnis Vernetzungen Wunsch-Los
Csigaháztaktika | Schneckenhaustaktik leltár – Inventar hangzavar – Gewirr kö-ember – Stein-Mensch víz-vándor – Wasserwanderung (das Gedicht fehlt in der Datei) kettös-lét – Zwei-Sein túlfütottség – Herzüberschwänglich meddig? – Als … madártalan – Vogel-Los elöre – Vorwärts hullám-han-látvány –Wellen-Ton-Sichtig felbomlás – Auflösung csomag – Bündel elidegenedés – Entrückung villágpolgárok – Exil-Weltbürger sétány – Limmatquai «végek» – «Weltenden» világok – Gedanken-Los
Brosamen Zurede Das Unerklärliche – oder – Konkreter bitte Martimoniere – Seefahrt zum Schreiben Prosamen Segmente ohne Grenzen / oder Erfragen der Fraglichkeiten Zugabe
Oh, Descartes Fraglichkeiten Weltreise eines multikulturellen Igels Die unerschrockene Schnecke Der Aus-Flug eines Baums Idyll – tropfenweise Die Tür, die mir entgegenkam Das neue System Der Ritter und das goldene Ei Don Quijote zieht sein Schwert S. P. und der Kran – oder Sanzo Panza erhält einen neuen Namen Selbstporträt: Die Frau vom 1. August Lamentation Denk dich – Krebse – Menschen – Babylon Die Alte Streifzüge Der Dichter und die Worte
Eine Zwergin unter den Riesen Nachwort von Christine Tresch und Elisabeth Wandeler-Deck
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«Im Zickzack zwischen den Sprachen hat Agnes Mirtse auch geschrieben. Deutsches steht neben Ungarischem in diesem Band ‹wunschbrüchig›, den Christine Tresch und Elisabeth Wandeler-Deck aus dem Nachlass zusammengestellt haben. Das Gedicht ‹Gewirr› verwirrt gar die beiden Sprachen. Im Zustand des ‹Zwei-Seins› kreisen viele Texte Agnes Mirtses um das Bewahren seiner selbst und die Offenheit zum Anderen. (…) Auch in der Prosa blüht in diesem Werk eine wunderbar poetische Phantasie, aus der die Dichterin schöpft, denn: ‹Ganz konkret erfasst uns etwas Unerklärliches.›» St. Galler Tagblatt |
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