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Alberto Nessi «Mich bewegt die Menschenfreundlichkeit dieses Autors, der behutsame Umgang mit seinen Helden, die Fülle von Verrichtungen und Empfindungen, die er mit einfachen Sätzen zu schaffen versteht.» Erich Hackl
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Zur Biographie |
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Alberto Nessi, geboren 1940 in Chiasso, Lehrerseminar in Locarno und Studium in Fribourg. Lebt heute als freischaffender Schriftsteller und Publizist im Mendrisiotto. «Mich bewegt die Menschenfreundlichkeit diese Autors, der behutsame Umgang mit seinen Helden, die Fülle von Verrichtungen und Empfindungen, die dichte Atmosphäre, die er mit einfachen Sätzen zu schaffen versteht. Alberto Nessi erzählt nicht nur von Elend und Unrecht die Würde, die er den Armen und Rechtlosen verleiht, legt in ihre Niederlagen den Keim künftigen Aufruhrs. Und indem Nessi auf den Spuren störrischen Beharrens aufmerksam macht, nimmt er seinen mitfühlenden Lesern einen Atemzug, ein paar Wochen lang das Gefühl der Verlassenheit.» Erich Hackl, Kommune, Frankfurt «Hier ist klar, dass die Poesie nicht Form bleibt, sondern Energie/Kraft wird, die nicht nur auf den Kritiker, sondern, endlich, auch auf den Leser übergreift.» Corriere del Ticino «Alberto Nessis Poesie bleibt grundlegend lyrisch und drückt sich in einer Alltagsprache aus.» Corriere del Ticino «Die Sprache Alberto Nessis zeigt auf, dass es unmöglich ist, eine klare Grenze zwischen der Sprache der Poesie und der Sprache des Alltags zu ziehen.» Giorgio Orelli in Cooperazione «Der Ausgangspunkt von Alberto Nessis Versen ist die Solidarität.» Corriere del Ticino «Alberto Nessis Stimme ist überzeugend kritisch dies ist seine außergewöhnliche künstlerische Fähigkeit.» Cooperazione «Alberto Nessi ist ein hervorragender Dichter und ein Sprachrohr, aber nicht irgendwelcher Menschen, sondern einer ganz bestimmten Generation der auch ich angehöre , mit seinen eigenen Worten: jener Generation, die mitangesehen hat, wie die Wiesen zu Zement wurden.» Flavio Medici |
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Die Werke Alberto Nessis im Limmat Verlag
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Nächste Woche, vielleicht Roman |
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| Schattenblüten Erzählungen |
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| Die Wohnwagenfrau Roman |
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| Terra Matta Drei Erzählungen |
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| Abendzug |
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| Mit zärtlichem Wahnsinn / Con tenera follia
Gedichte Italienisch/Deutsch |
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Alberto Nessi im Eco di Locarno, 25. Mai 1985 «Wenn man sagt, dass Poesie mit Worten gemacht werde, trifft man einerseits das Problem an der empfindlichsten Stelle, andererseits lässt man damit den Schwätzern, die sich selber gerne reden hören, freies Spiel. Poesie macht man mit Worten, gewiss, aber hinter dem Klang und dem Rhythmus der Verse liegt die Realität auf der Lauer, springt hervor und greift an, oder sie belauscht den Leser zwischen den Silben, zwingt ihn zu antworten oder begleitet ihn einfach. Schlimm ist es, wenn hinter den Worten ein melancholischer Marionettenspieler steht, der über dem Nichts an seinen Fäden zieht. Was die Beziehung zwischen meinen Gedichten und dem Gebiet, in dem ich lebe, betrifft, ist es offensichtlich: die Schönheit und der Zerfall der Heimat entzünden die Lunten in mir. Ich glaube nicht, dass ich mir dies ausgesucht habe es ist meine ureigene Art. Ich schreibe nur, wenn etwas von außen an mich herankommt und mich nicht in Ruhe lässt. Aber das ist eine Art wie jede andere, es ist bestimmt nicht die einzige Art zu schreiben. Noch eine Bemerkung zu meinen Wurzeln: nach Tessinertum bis zum Überdruss und der Rückkehr zur Bauern- und Dialektrhetorik die meiner Meinung nach nichts anderes sind als die Ablehnung der Gegenwart, der tröstende Versuch, die Alte Heimat hinter der Zerfallenden Heimat zu finden , nach all dem glaube ich, dass es normal ist, sich von einer Heimat, die sich immer mehr in sich zurückzieht, zu lösen. Ich aber bleibe hier verwurzelt, versuche, mich umzuschauen. Ein Interviewer aus der Deutschschweiz fragte mich einmal, warum ich das Tessin liebe. In jenem Moment konnte ich ihm nicht antworten. Es ist, wie wenn man einen fragt, warum er Locken habe. Es ist ein natürliches Phänomen.» |
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