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Alberto Nessi Mit zärtlichem Wahnsinn / Con tenera follia Ausgewählte Gedichte Aus dem Italienischen von Maja Pflug 144 Seiten, gebunden |
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Das Abbruchhaus, die Frau des Rentners allein in ihrer Küche, der kranke Junge mit den Krücken – Erinnerungen, Veränderungen über die Zeit und das Leben der kleinen Leute und der Ausgegrenzten stehen im Mittelpunkt von Alberto Nessis poetischem Mikrokosmos. Mit respektvoller Neugierde nähert er sich seinen Figuren, tritt hinter sie zurück und erzählt ihre Geschichten in einer einfachen, lebendigen Alltagssprache. Die zweisprachige Ausgabe der ausgewählten Gedichte gibt einen Ein-blick in Alberto Nessis langjähriges poetisches Schaffen. »Die Sprache Alberto Nessis zeigt auf, daß es unmöglich ist, eine klare Grenze zwi-schen der Sprache der Poesie und der Sprache des Alltags zu ziehen.« Giorgio Orelli |
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Rosa di Bar
Nel secchio nascosto dai pinastri
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Rose vor der Bar
In ihrem Blecheimer, von Strandkiefern
verborgen
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La rosa guarda col suo occhio di fragile sorella dei poeti, chi passa per strada, senza essere vista, vicina e lontana dalla gente. Rosa paziente. |
Ungesehen beobachtet die Rose mit ihrem Auge einer zerbrechlichen Schwester der Dichter, wer auf der Straße vorübergeht, nah und fern von den Menschen geduldige Rose. |
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| «Den beiden Prosabänden ‹Terra matta›‹ und ‹Abendzug› folgt nun ein zweisprachiges, sehr schönes Buch, das eine überzeugende Auswahl aus den vier Gedichtbänden gestaltet, die von Nessi zwischen 1969 und 1992 auf italienisch erschienen sind. ... Ich hätte keine Mühe, Alberto Nessi einen Dichter zu nennnen, gerade weil er ohne Selbst-Pathos und prophetische Gebärde spricht.» Manfred Züfle, Woz «Ein Gedichtband, dem man eine grosse Aufage wünscht und der sich auch als Lektüre vor einer Reise ins Tessin eignet – natürlich auf der ‹Linea del Gottardo›.» DAZ, Zürich «Alberto Nessi steht als Lyriker und als Erzähler in der Tradition des dokumentarischen Realismus, dem die Tessiner Literatur der letzten Jahrzehnte ihre wichtigsten Bücher verdankt. ... Was in Maja Pflugs sorgfältiger Übersetzung bleibt, ist aber immer noch viel: die Präzision der Einzelzüge, aus denn Szenen und Porträts mit sicherem Kunstverstand entworfen werden, der spannungsreiche Wechsel der Perspektiven in den längeren Gedichten und vor allem die lockere und unsentimentale Beiläufigkeit, die man als das Markenzeichen von Nessis Lyrik bezeichnen könnte.» Alice Vollenweider, NZZ «Mit ‹zärtlichem Wahnsinn› sind diese Gedichte geschrieben, geschrieben von einem, der mit ihnen unsere Einsamkeit bekämpft, unsere Furcht, nicht mitzuhalten, nicht dabei zu sein, lächerlich zu wirken.» Erich Hackl, Kommune, Frankfurt |
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