Flucht aus Tibet
Manuel Bauer

Flucht aus Tibet

208 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 89 Duplexfotos, Grossformat
Februar 2009
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978-3-85791-573-4

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Fotografie Tibet
     

Zehntausende Tibeter und Tibeterinnen sind seit dem Volksaufstand gegen die chinesische Besatzungsmacht 1959 aus ihrer Heimat geflüchtet. Sie haben die Strapazen und Gefahren der Himalaya-Überquerung auf sich genommen, um in Indien und anderen Ländern Zuflucht zu finden.

Am 1. April 1995 verlassen auch ein Vater und seine sechsjährige Tochter Lhasa und schreiben ein weiteres Kapitel in der traurigen Geschichte der Flucht des tibetischen Volkes. Der Fotograf Manuel Bauer hat trotz Hindernissen und Kontrollen diese lebensgefährliche Reise in die Freiheit mitgemacht und dokumentiert. Erstmals erscheinen die Fotografien jetzt in Buchform.

Für «Flucht aus Tibet» hat Manuel Bauer eine umfassende Auswahl aus seinem Archiv zusammengestellt. Die Bilder erzählen vom dramatischen Weg des Vaters und seiner kleinen Tochter und werden zur Metapher des Weges eines ganzen Volkes, das seit fünfzig Jahren unterwegs ist – und stellvertretend zum Sinnbild für die weltweite Migrationsproblematik.

Manuel Bauer

Manuel Bauer, geboren 1966, freischaffender Fotograf. Nach seiner Ausbildung zum Werbefotografen wandte er sich dem Fotojournalismus zu. Seit 1990 fotografiert er in Indien, der tibetischen Diaspora und Tibet. Internationale Bekanntheit erlangte er 1995 durch seine Reportage «Flucht aus Tibet». Seit 2001 persönlicher Fotograf des Dalai Lama. Zahlreiche Ausstellungen und Auszeichnungen im In- und Ausland. Lehrtätigkeit am Medienausbildungszentrum MAZ Luzern. Lebt und arbeitet in Winterthur.

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1995 teilte ich für vier Wochen ...

1995 teilte ich für vier Wochen das Schicksal der kleinen Yangdol. Was die sechsjährige Tibeterin erlebte, steht für das traurigste Kapitel der tibetischen Geschichte: die gewaltsame Besetzung des freien Landes durch die Volksrepublik China.

Die Geschichte Yangdols steht auch für die weltweite Migrationsproblematik, die wie ein Menetekel über unserem Zeitalter steht. Fotografien aus der Reportage «Flucht aus Tibet» wurden in der Presse in vielen Ländern publiziert. Eine Tonbildschau in vier Sprachen entstand, und ich wurde zu vielen Vorträgen geladen, um über die Tibetproblematik zu berichten.

Einige Redaktionen hatten versucht, einen Helden aus mir zu machen. Es bestand immer die Gefahr, dass sich das Publikum mehr für die Geschichte des weißen Fotojournalisten interessierte und darüber die tibetische Tragödie in den Hintergrund geriet. Ich versuchte wenn immer möglich, meine Person zurückzunehmen. Ich glaube, es ist mir meist geglückt, und ich konnte Yangdol eine Stimme geben.

Nun, da sich der Rummel etwas gelegt hat und die Gefahr nicht mehr besteht, dass durch zu viele eigene Emotionen die wirklichen Protagonisten Kelsang und Yangdol verdrängt werden könnten, erlaube ich mir, eine etwas persönlichere Sicht des Erlebten aufzuschreiben.

Lange wollte ich nicht wahrhaben, was der sogenannte «concerned photojournalism» unweigerlich mit sich bringt. Ich wurde Teil von Kelsangs und Yangdols Schicksal. Ich wurde unausweichlich ein Mitstreiter in ihrem Kampf um Leben und Tod. Die Idee der neutralen Berichterstattung wurde durch die Bedrohung in der Extremsituation obsolet.

Dieser Text ist ein Experiment, ich bin kein Schreiber.

Es gilt unzähligen Freunden zu danken. Die meisten von ihnen darf ich aus Sicherheitsgründen nicht namentlich nennen, vor allem viele Tibeter und Tibeterinnen, die mir in der Schweiz, Indien, Nepal und Tibet mit Rat und Tat zur Seite standen. Nur dank ihnen war es mir als «Langnase» möglich, diese Arbeit zu tun.

Lenk, im Sommer 1998


Die Bilder sind urheberrechtlich geschützt: Keine Verwendung irgendwelcher Art ohne Genehmigung des Verlags.

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Beobachter, 4. März 2009
ZüriTipp, 5. März 2009
Espace card, 5. März 2009
Der Landbote, 7. März 2009
swissinfo.ch, 10. März 2009
St. Galler Tagblatt, 14. März 2009
Berner Zeitung, 17. März 2009
Schweizer Familie, 11/2009
Berner Zeitung, 17. März 2009
Fotoinfo – Newsletter Fotografie, März 2009
swissinfo.ch, 10. März 2009
Kulturplatz SF1 | kulturzeit 3sat
www.nikon.ch, 22. April 2009
PhotoNews, Zeitung für Fotografie, Juni 2009 Nr. 6/09
Tibet und Buddhismus Nr. 90, März 2009
Frauenwelt Weltenfrau, Juni 2009 (Nr. 38)
Freundin, 17. Juni 2009 (Nr. 14)
Fremde Welten in Kinder- und Jugendbüchern – die Empfehlungen des Kinderbuchfonds Baobab 2010/2011
NZZ am Sonntag, 18. Oktober 2009
Fotogeschichte Heft 114/2009
Kasseler Fotoforum, 28. Januar 2010

«Die Bilder erzählen vom dramatischen Weg des Vaters und siner kleinen Tochter und werden zur Metapher des Weges eines ganzen Volkes, das seit fünfzig Jahren unterwegs ist – und stellvertretend zum Sinnbild für die weltweite Migrationsproblematik.» Fotoinfo – Newsletter Fotografie

«Ein grossartiges Fotobuch zum Thema Flucht. Man kann ihm nicht entkommen, so wie der Fotograf seiner Verstrickung in die Geschichte von Yangdol nicht entkommen konnte.» Kasseler Fotoforum

«Der Schweizer Fotograf begleitet zwei Flüchtlinge im April 1995. Nach anderthalb Jahrzehnten haben Bauers Bilder nichts von ihrer Eindrücklichkeit verloren. Sie fügen sich vielmehr ein als ein frühes Dokument des anschwellenden Stroms globaler Migration, die letztlich immer aus dem Wunsch gespeist ist, sozialem Elend und politischer Not zu entkommen.» NZZ am Sonntag

«Der Bildband ‹Flucht aus Tibet› enthält 89 teils malerische, teils dramatische, aber stets berührende Schwarz-Weiss-Fotos über die Reise von Vater und Tochter aus dem Jahr 1995.» Neue Luzerner Zeitung

Das Buch fesselt von der ersten Seite. Unkommentierte Bilder reihen sich aneinander und erzählen in eindringlicher Weise den Abschied von Lhasa, den Weg durch die Berge zunächst nach Nepal und dann die Ankunft in Indien – genau beobachtet, dennoch ohne Pathos oder übertriebene Rührseligkeit. Bauer trifft mit seinen stillen, klassisch fotografierten Schwarz-Weiss-Bildern mitten ins Herz. Die Betroffenheit, die hier vermittelt wird, ist so authentisch, so weit vom fotojournalistischen Kalkül entfernt, dass man diese Fluchtgeschichte in Bildern verschlingt wie einen Krimi. Bauer verstärkt dies, indem er am Ende des Buches einen langen, im Tagebuchstil geschriebenen Text anfügt, aus dem sich Details über die Situation in Tibet sowie die Reiseerlebnisse nachlesen lassen. Eine sehr sehenswerte und lesenswerte Publikation.» PhotoNews, Zeitung für Fotografie

«Der Fotograf Manuel Bauer begleitet die sechsjährige Yangdol und ihren Vater und dokumentiert ihre Flucht. Die Mühsal und Angst, aber auch die Hoffnung sind spürbar in kraftvollen Bildern eingefangen. Ihre Ankunft in Indien, die Wandlung in ihrem Ausdruck berühren stark und erinnern an eine Wiedergeburt. ‹Flucht aus Tibet› gewährt einen Einblick in die emotionale Situation von Flüchtlingen, aber auch in die verzweifelte Lage der von China unterdrückten Tibeter.» Fremde Welten in Kinder- und Jugendbüchern – die Empfehlungen des Kinderbuchfonds Baobab

«Ein ungewöhnliches Buch – ein ungewöhnlich gutes Buch!» Tibet und Buddhismus

«Die Bilder sprechen von der Liebe und Achtung zwischen Vater und Tochter und Fotograf.» Frauenwelt Weltenfrau

Bilder aus diesem Buch sind auch als Postkarten erschienen.

Flucht aus Tibet

Die Bilder sind urheberrechtlich geschützt: Keine Verwendung irgendwelcher Art ohne Genehmigung des Verlags.

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