Briefe aus Shanghai 1946‒1952
René Schnell

Briefe aus Shanghai 1946‒1952

Dokumente eines Kulturschocks

Herausgegeben von Susanna Ludwig

Das volkskundliche Taschenbuch [23]

272 Seiten, Broschur, 53 Abbildungen // Nur noch letzte RESTEXEMPLARE aus dem Verlagsarchiv, bitte wenden Sie sich an den Verlag.
September 2000
vergriffen
978-3-85791-310-5

Schlagworte

1940er-Jahre
     
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielten zahlreiche junge Schweizer und auch Schweizerinnen die Möglichkeit, in fernen Ländern verlockende Stellen anzutreten, die Abenteuer und Wagnis zugleich bedeuteten. Die meist kaum Zwanzigjährigen mussten sich in den oft sehr fremdartigen Gesellschaften selber zurechtfinden, auch mit den Klischees und Vorurteilen. Ein Kulturschock im umgekehrten Sinne. Dokumente dazu sind nicht häufig.

Es ist ein Glücksfall, dass die Briefe, welche der junge Burgdorfer René Schnell nach Hause sandte, lückenlos erhalten sind, 400 an der Zahl. Sie belegen zweierlei: den damaligen Alltag in China während des Abwehrkampfs gegen Japan und der Bürgerkriegswirren bis hin zur Machtübernahme der Kommunisten unter Mao, und den allmählichen Wandel der Einstellung des jungen Schweizers zur Kultur des Landes von einer negativen Sicht und rassistischen Vorurteilen hin zur Wertschätzung und Sensibilisierung für das kulturell Andere.
René Schnell

René Schnell

René Schnell, geboren 1925, wuchs in Burgdorf auf, wo er auch eine kaufmännische Lehre absolvierte. Viele Jahre seines Berufslebens verbrachte er in fernen Ländern, vor allem in Ostasien. Er lebt heute in der Nähe von Basel.

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«Die «Briefe aus Shanghai» enden mit Schnells Rückreise im September 1952. Eigentlich schade, denn die Briefe geben einen kurzweiligen persönlichen, recht einfühlsamen Einblick in diese geschichtsträchtige Zeit. Die hilfreichen, gut recherchierten Zwischentexte der Herausgeberin liefern den nötigen Hintergrund, so dass «Geschichte lebendig» erfahren werden kann. Es wäre sicherlich spannend, heute eine entsprechend aktuelle Berichterstattung aus der östlichen Metropole zu erhalten, doch dafür gibt es anscheinend im Zeitalter der digitalisierten Medien keine Zeit und es fehlt vielleicht auch der Mut, die privaten Ansichten und Gefühle zur derzeitig atemberaubenden Entwicklung Shanghais öffentlich preiszugeben.» Anna Gerstlacher, Das neue China
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