Das rote Haus
Laure Wyss

Das rote Haus

Roman

170 Seiten, 14 x 21 cm, Broschur
Januar 1992
SFr. 28.–, 28.– €
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978-3-85791-193-4

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Schlagworte

Literatur
     
Drei Frauen treffen sich in einem Landhaus in Schweden. Frauen, die sich kühl und verschlossen Gedanken über menschliches Verhalten machen, diese Beobachtungen heimlich zu Papier bringen und voreinander verbergen.

Kristina, die Hausherrin, verkriecht sich in die Küchenarbeit, weil sie die Zuneigung ihres Mannes Henrik zu der kleinen wilden Malin nicht meistert, weil sie mit den Gästen nicht fertig wird, die sich im roten Haus eingenistet haben. Lisa ist auf der Flucht vor den Ängsten des hereinbrechenden Alters. Sie verscheucht alle Gedanken daran und überlässt sich der Natur, den Sommerwiesen und Wäldern. Martha aber, die Freundin Kristinas, versucht, entscheidende Augenblicke ihres Lebens auf Albumblättern zu fixieren, will sich darüber klar werden, was ihr Leben ausmacht.

Eine Parabel über das Altwerden, über das Schicksal von Frauen, die ihre Hoffnungen nie aufgegeben haben und an denen das Leben vorübergegangen ist.
Laure Wyss
© Ruth Vögtlin

Laure Wyss

Laure Wyss ist am 20. Juni 1913 in Biel/Bienne geboren und dort in die Schule gegangen. Nach der Matura (1932) Sprachstudium in Paris, Zürich, Berlin. Abschluss in Zürich, Lehrerinnenpatent für Deutsch und Französisch, Heirat. Die Kriegsjahre erlebt sie in Schweden und Davos. Sie übersetzt für den «Evangelischen Verlag», auf Anregung des Leiters Arthur Frey aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen Widerstandsschriften der skandinavischen Kirchen gegen die deutsche Besatzungsmacht.

1945 Scheidung und fortan in Zürich wohnhaft. 1946 –1948 Redaktorin beim «Schweizerischen Evangelischen Pressedienst». 1949 Geburt eines ausserehelichen Kindes und freie Journalistin. 1950—1962 als Redaktorin beim «Luzerner Tagblatt»; 1958—1967 Redaktorin beim Schweizer Fernsehen. Sie gestaltet das erste Programm für Frauen, später die Diskussionssendung «Unter uns». 1962 tritt Laure Wyss in die Redaktion des «Tages-Anzeigers» ein. 1970 Mitbegründerin des «Tages-Anzeiger Magazins». Seit ihrer Pensionierung 1976 als Schriftstellerin und freie Journalistin für Zeitungen und Radio tätig. Für ihre literarische Arbeit wird sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Werkjahr der Max-Frisch-Stiftung, dem Grossen Literaturpreis des Kantons Bern und der Goldenen Ehrenmedaille des Kantons Zürich. Laure Wyss starb am 21. August 2002 in Zürich.

 

Zur Biografie von Laure Wyss siehe auch:

Barbara Kopp: Laure Wyss. Leidenschaften einer Unangepassten

Ernst Buchmüller: Laure Wyss. Ein Schreibleben, DVD

Corina Caduff (Hg.): Laure Wyss: Schriftstellerin und Journalistin

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«Die knappe, präzise, völlig unsentimentale Darstellung des – zumindest auf den ersten Blick – so einfachen Lebens und die damit evozierte Vorstellung dahinterliegender Tiefe: darin liegt wohl primär die Stärke von Laure Wyss.» Neue Zürcher Zeitung

« Am Ende ist etwas zu spüren oder zu erahnen, was man ‹Weisheit des Alters› nennen könnte.» Luzerner Neueste Nachrichten
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