Weh unser guter Kaspar ist tot
Niklaus Meienberg

Weh unser guter Kaspar ist tot

232 Seiten, Broschur
Januar 1991
SFr. 36.–, 36.– €
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978-3-85791-185-9

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Literatur
     
Plädoyers für eine Schweiz ohne Schnickschnack & Mummenschanz, für die Wiedereinführung der Kavallerie als Übergangsobjekt für unsere militärischen Führungskräfte, für Verlagsprogramme ohne Böller, Kracher und Frauenfürze, für positives Denken, für einen schweizerischen Patriotismus, gegen Bundesräte, die mit einem goldenen Löffel im Mund geboren sind, für Journalismus anstelle von text management, gegen die Pantheonisierung des Ernst Jünger, für das Reinheitsgebot beim Veröffentlichen von Lyrik.

Die Evokation einer weissen Arche am Rand des Gebirges, aber auch der bestürzenden, gewaltsamen, abrupten Lust und der Rue des juifs.

Sowie der Abschied von Niklaus Meienberg on the rocks.
Niklaus Meienberg
© Roland Gretler

Niklaus Meienberg

Niklaus Meienberg (1940–1993), Historiker, Schriftsteller und Journalist. Er erfand die Reportage neu und dichtete ungeniert mit dem überlieferten Material europäischer Lyrik. Mit seinen Texten zur Zeitgeschichte war er ein grosser Streiter, dessen «Sprachgewalt» auch seine Feinde bewunderten. Wie kein zweiter hat sich Niklaus Meienberg der Öffentlichkeit ausgesetzt, seine ganze Person hat er in seine Texte eingebracht, und mit seiner ganzen Person ist er für sie eingestanden.

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Liebe Festgemeinde ...

Liebe Festgemeinde, chers collèques d'outre Sarine, cari amici del Sud, Dear Pulitzer Prize Winners,

das zwanzigjährige Jubiläum der Schweizerischen JournalistenUnion SJU veranlasst uns, und also auch mich, wer möchte das bezweifeln, zum integralen Jubilieren. Keiner könnte mein diesbezügliches Gefühl besser ausdrücken als Georges Marcheis, Generalsekretär der kommunistischen Partei Frankreichs., welcher bis vor kurzem, wenn er den Zustand des realsozialistischen Staatensystems beschreiben wollte, jeweils sagte: Le bilan est globalement positif, oder auf Deutsch: Wir glauben an die Kraft des positiven Denkens.
«Satire nur als photogetreue Wiedergabe von Realsatire, in einer Sprache, ironisch, poetisch  wie es sich für einen Nachfahren Kellers und Walsers versteht. Angereichert mit wundervollen Helvetizismen, die der unter zunehmender Verkarstung leidenden bundesdeutschen Wortflora nur guttun können. Vor allem aber ist Meienbergs Prosa gänzlich antiinnerlich, eine Eigenschaft, die sie wohltuendst unterscheidet von dem, was schon seit einiger Zeit so von den Schweizer Höhen hinab zu uns in die Tiefe dringt.» Die Zeit

«Das Schöne an diesen ‹Plädoyers› ist, dass sie nicht tümelnd oder tiefsinnig dümpelnd daherkommen. Meienberg schreibt keinen Schwulst, sondern er beschreibt, mit genauem Blick, voller Ironie und manchmal auch Zynismus, was vor sich geht. Damit bleibt er einem Grundprinzip der Französischen Revolution treu, nämlich der Rationalität.» Süddeutsche Zeitung
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