Kindheit in der Schweiz. Erinnerungen

Kindheit in der Schweiz. Erinnerungen

Mit Texten von Oscar Peer, Urs Schaub, Dorothee Degen-Zimmermann, Daniel de Roulet, Niklaus Meienberg, Friedrich Glauser, Emil Zopfi, Erika Burkart, Ernst Halter, Laure Wyss, Jeannot Bürgi, Otto Scherer, Adeline Favre, Burkhard Reber, Anne Cuneo, Tony Ettlin, Jakob Senn, Paul Thürer, Dora Stettler, Oskar Pfenninger, Aline Valangin, Maria Colombo, Charlotte L Staehelin-Burckhardt, Fritz Bär, Marie R de Donno, Martha Farner, Marcel Lévy, Joli Schubiger-Cedraschi, Charles-Ferdinand Ramuz, Annette Frei, Fritz Brupbacher, Evelyna Kottmann, Meral Kureyshi / Herausgegeben von Erwin Künzli / Mitherausgeber Patrizia Huber

232 Seiten, gebunden,

Der Zwillingsband Kindheit in der Schweiz. Fotografien

2.. Aufl., November 2015
SFr. 29.50, 32.– € / eBook sFr. 26.–
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978-3-85791-781-3

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«Zwei wunderbare Bücher.» SRF Kulturplatz

Sie waren Wunschkinder, aber manchmal auch ein Esser zu viel. Sie wohnten an der Zürcher Goldküste oder im Tessiner Dorf, im Walliser Bergtal, in der Stadt. Sie kamen als Kind in die Schweiz. Sie wuchsen auf in der Fabrikantenvilla, im Pfarrhaus, in der Bäckerei. Auf dem Bauernhof, in der Arbeitersiedlung, im Kinderheim. Sie wurden gehätschelt oder verdingt, gefördert oder übersehen, verwöhnt oder geschlagen. Vierunddreissig Autorinnen und Autoren erinnern sich an ihre Kindheit an ihrem Ort in der Schweiz. Neben bekannten Namen wie Charles-Ferdinand Ramuz, Laure Wyss, Oscar Peer oder Aline Valangin schreiben viele Nichtprominente, denen allen eines gemeinsam ist: Sie erzählen packend und anschaulich von Schule und Arbeit, Religion und Spiel, von Grosseltern und anderen wunderbaren wie wunderlichen Erwachsenen.

Erwin Künzli

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Erzählte Kindheit


«Wie es war – war es so?»
    Laure Wyss  

Vierunddreissig Personen erzählen aus ihrer Kindheit in der Schweiz
der letzten beiden Jahrhunderte. Der älteste, Jakob Senn, war ein Zeit-
genosse von Gottfried Keller, er wurde 1824 in Fischenthal in ärmlichs-
te Verhältnisse geboren, die jüngste, Meral Kureyshi, wurde 1983 in
Prizren im Kosovo geboren und kam mit zehn Jahren in die Schweiz.
    Die Texte stammen aus Büchern, die im Limmat Verlag im Verlauf
der vierzig Jahre seit seiner Gründung erschienen sind. Sie sind alle in
der Ich-Form gehalten, Erwachsene erzählen selbst aus ihrer Kind-
heit – auch wenn sie das Erzählte manchmal nicht selbst aufgeschrie-
ben haben. Dabei wurden auch Auszüge aus Texten aufgenommen,
welche die Gattungsbezeichnung Roman tragen, aber erklärtermas-
sen autobiografisch geprägt sind. Die neuere Gedächtnisforschung
hat festgestellt, dass Erinnerung etwas sehr Bewegliches und Verän-
derliches ist und dass das Erinnerte im Augenblick des Erinnerns ge-
wissermassen ‹erfunden› wird. In diesem Sinn können wir mit Fug
und Recht feststellen, dass alles ‹wahr› ist, was in diesem Buch steht.
    Die  Anthologie  versucht  nicht,  irgendeine  Art  Geschichte  der
Kindheit in der Schweiz abzubilden, das ist einerseits kaum möglich,
andererseits ist es erstaunlich, wie sehr sich die Welten der Kinder vom
neunzehnten bis in die Sechzigerjahre des zwanzigsten Jahrhunderts
noch ähneln – fast möchte man sagen, dass die Schichtunterschiede
prägender sind als die historischen. Das Auffallendste ist vielleicht,
wie selbstverständlich Kinder arbeiteten, wie stark das Leben geprägt
war von Religion und allerlei Autoritäten und wie selbstverständlich
Kinder gestraft und geschlagen wurden, zu Hause, in der Schule. Da-
neben taten sie das, was Kinder bis heute tun: Spielen, Lesen, Lernen –
nicht zuletzt durch das Beobachten der wunderlichen Welt der Er-
wachsenen.
    Die Texte sind also nicht chronologisch angeordnet, der Reigen
beginnt mit Geburt und ersten Erinnerungen, dann gibt der eine
dem andern das Stichwort, als sässen die vierunddreissig Menschen
zusammen, erzählten sich ihre Geschichten, und eine Erzählung ruft
die nächste auf. Für die Leser und Leserinnen entsteht so ein weites
Panorama der Kindheit, das sie vielleicht im Kopf mit ihren eigenen
Erinnerungen ergänzen werden.
   Erwin Künzli

 

Erinnerungen von

Fritz Bär
Fritz Brupbacher
Charlotte Louise Burckhardt
Jeannot Bürgi
Erika Burkart
Joli Cedraschi
Maria Colombo
Anne Cuneo
Marie-Rose de Donno
Tony Ettlin
Martha Farner
Adeline Favre
Friedrich Glauser
Ernst Halter
Evelyna Kottmann
Meral Kureyshi
Marcel Lévy
Niklaus Meienberg
Anny Morf
Gertrud Mosimann
Oscar Peer
Oskar Pfenninger
Charles-Ferdinand Ramuz
Burkhard Reber
Daniel de Roulet
Otto Scherer
Urs Schaub
Jakob Senn
Dora Stettler
Paul Thürer
Aline Valangin
Laure Wyss
Emil Zopfi

Sonntagszeitung, 13. Dezember 2015
Der Landbote, 12. Dezember 2015
Radio SRF 2 – Kultur kompakt, 17. Dezember 2015
Neue Luzerner Zeitung, 04. Januar 2016
active live, Januar 2016
Radio SRF 2 – Kontext, 14. Januar 2016
Salve, 2/2016

 


 «Wunderbar!» Sonntagszeitung

«Ein Buch, das bewegt, unterhält, nachdenklich stimmt und das von jedem einzelnen Erinnerungsfragment lebt.» Der Landbote

 

Radio SRF 2 – Kontext, 14. Januar 2016:

 

Wann Was Wo
13. Jan. 17
20:15 Uhr
Glauser Quintett: Gourrama
Literarisches Konzert
Eisenwerk
8500 Frauenfeld
14. Jan. 17
20:15 Uhr
Glauser Quintett: Gourrama
Literarisches Konzert
Eisenwerk
8500 Frauenfeld
15. Jan. 17
17:00 Uhr
Literaturzyklus fünf um 5
Lesung mit Joli Schubiger-Cedraschi
Kulturzentrum Obere Mühle
8600 Dübendorf
24. März 17
20:00 Uhr
Glauser Quintett: Gourrama
Literarisches Konzert
Hänkiturm
8355 Aadorf
25. März 17
20:15 Uhr
Glauser Quintett: Gourrama
Literarisches Konzert
Theaterhaus Thurgau
8570 Weinfelden
 

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Nov. 2015
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