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Fabio Pusterla

«Seine eindrucksvollen Gedichte, die in die Unfassbarkeit der Existenz münden, entstehen entstehen im Umfeld einer konkreten, fassbaren Umwelt.» Neue Zürcher Zeitung

rd_tri.gif (202 Byte) Werke
rd_tri.gif (202 Byte) Bibliografie

Zur Biographie

Fabio Pusterla, geboren 1957 in Mendrisio, lebt in Norditalien und unterrichtet in Lugano am Gymnasium. Studium in Pavia. Er ist Essayist und Übersetzer aus dem Französischen und dem Portugiesischen, war Mitherausgeber der Zeitschrift «Idra». Aus dem Französischen hat er ein Grossteil des Werks von Philippe Jaccottet übersetzt. 2007 erhält Fabio Pusterla den Gottfried-Keller-Preis.

«Pusterlas Gedichte sind voll von urweltlichen Gebirgslandschaften, wo der Stein als Bergmassiv, Felsbrocken, Geröll, Schotter und Kies die Szene beherrscht: alles verwittert und zertrümmert durch Regen, Schnee, Wasser und Wind, ein Anblick ewiger Zerstörung und Einsamkeit. Analoge Düsternis liegt über der von den Menschen verwüsteten Landschaft: den Asphalt-Labyrinthen, den Autobahnen, der Wirrnis der Parabolantennen, der Zement-Öde der neuen Siedlungen, wo manchmal Schreckensvisionen aufblitzen, die auf die Vergangenheit verweisen. Unter dem Spiegel des idyllischen Sees warten die teerverschmutzten Leichen der Ertrunkenen, bis es dunkel ist, und auf der nächtlichen Autobahn sieht man für einen Augenblick Limousinen aus der Nazizeit vorbeirollen.

Den Trost der Illusion, das Ausweichen ins Metaphysische hat sich Pusterla stets versagt, darin verwandt mit Leopardi, dessen Stimme in seiner Lyrik hie und da anklingt. Er beschränkt sich darauf, seine Situation zu erkunden, im Bewusstsein, dass es keinen andern Trost gibt, als auf den Trost zu verzichten. Er sagt von sich selbst, er sei kein pessimistischer, sondern ein «antioptimistischer» Dichter, der - sozusagen gegen besseres Wissen - versuche, Momente, Orte, Begegnungen
so genau festzuhalten, dass sie einen Ausblick auf die Ungreifbarkeit der Existenz geben.» Neue Zürcher Zeitung

Link Fabio Pusterla bei culturactif.ch
Link Fabio Pusterla bei Wikipedia

Link Neue Zürcher Zeitung vom 24./25. Juli 2004:
Der Dichter als Koch und Kulturwissenschafter
Ein Besuch beim Lyriker  Fabio Pusterla

Die Werke von Fabio Pusterla im Limmat Verlag

Solange Zeit bleibt | Dum vacat

Gedichte Italienisch und Deutsch

Gedichte in der Antologie:

 

Das Gewicht eines gewendeten Blattes | Il peso di un foglio girato

Italienische Gegenwartslyrik im Grenzraum Schweiz Italien

Italienisch und Deutsch

«Fleisch, Beutegut»
Über Francisco de Goya: «Stilleben mit drei Lachsscheiben»

in:

Lautmalerei und Wortbilder 1

Autoren schreiben über Kunstwerke aus dem Römerholz
 

Bibliografie 

Lyrik

  • Concessione all’inverno, Vorwort von Maria Corti, Bellinzona, 1985
    Bocksten, Mailand, 1989

  • Le cose senza storia, Mailand, 1994

  • Danza macabra, Faloppio, 1995

  • Isla Persa, Locarno, 1997

  • Pietra sangue, Mailand, 1999

  • Pietre, Lithographien von Massimo Cavalli, Novazzano, 2000

  • Me voici là dans le noir, übersetzt von Mathilde Vischer, Lausanne, 2001

  • Une voix pour le noir, übersetzt von Mathilde Vischer, Vorwort von Philippe Jaccottet, Lausanne, 2001

  • Ipotesi sui castori, mit Bildern von Mario Sacchi, Flussi, Valmadrera 2002

  • Folla Sommersa, Marcos y Marcos, Mailand 2004.

Übersetzungen

  • Philippe Jaccottet, Il barbagianni. L’ignorante, Nachwort von Jean Starobinski, Turin, 1992

  • Nuno Jùdice, Adagio, Ripatransone, 1994

  • Philippe Jaccottet, Libretto, Mailand, 1995

  • Philippe Jaccottet, Paesaggi con figure assenti, Locarno, 1996

  • Philippe Jaccottet, Alla luce d’inverno. Pensieri sotto le nuvole, Mailand, 1997

  • AA.VV, Nel pieno giorno dell’oscurità. Antologia della poesia francese contemporanea, Mailand, 1999

  • S.Corinna Bille, Cento piccole storie crudeli, Bellinzona, 2000

  • Philippe Jaccottet, Austria, Bollati Boringhieri, Turin 2003

Literaturkritik

  • Cultura e linguaggio della Valle Intelvi, mit C. Patocchi, Senna Comasco, 1983

  • Lombardia, mit A. Stella e C. Repossi, Brescia, 1990

  • V. Imbriani, I romanzi. I Racconti, 3 Bände, Mailand, 1992–1994

  • Il nervo di Arnold. Saggi e note sulla poesia contemporanea. Marcos y Marcos, Mailand 2007

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