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So sahen die Nachbarn sie kommen am nächsten Morgen, und die
Nachbarn sagten zu ihr:
«Ach, da sind Sie ja!»
Man wunderte sich, dass sie nicht die Nacht bei ihrem Mann
verbracht hatte; aber da es einmal geschehen und nichts mehr zu ändern war,
sagte man:
«Das ist doch zu früh! ... Man muss ihn schlafen lassen.
Diese Männer, wenn sie müde sind, man hat solche gesehn, die drei Tage
schliefen ... Ja, drei Tage und drei Nächte an einem Stück.»
Es war aber schon spät, es war fast neun Uhr.
Und als Thérèse zögerte vor der Tür, sagten die Nachbarn:
«Oh, gehn Sie ruhig hinein. Entweder er schläft immer noch,
und dann hört er Sie nicht; oder er ist wach, dann werden Sie ihn ja
wahrscheinlich auch nicht stören ... »
Man lachte. Man hat gelacht, während sie hineinging. Die Tür
war nicht zugesperrt; sie hat sie nur aufstoßen müssen. Und man hat sie
nicht mehr gesehn, aber da kommt sie wieder heraus:
«Mein Gott!»
«Was gibt’s denn?»
«Habt ihr ihn nicht gesehen?»
«Wen?»
«Antoine.»
«Nein.»
«Ah! mein Gott – er ist nicht mehr da!»
Man sagte zu ihr:
«Ah, ist es nur das! Sie haben uns Angst gemacht. Er wird
halt ausgegangen sein; er ist bestimmt im Dorf.»
Aber sie schüttelte den Kopf, sie schüttelte ihn viele Male.
«Oh nein», sagte sie, «ich weiß es; er ist wieder fort.»
«Fort, wohin?»
«Dort hinauf.»
Ein Beamter und ein Landjäger kamen gerade vom Tal herauf,
sie sollten Antoines Aussagen aufnehmen. Sie hatten gefragt, wo er wohnte;
man hatte ihnen das Haus gezeigt. Sie kommen heran; sie sehen eine Frau, die
oben auf den Stufen zur Haustür den Kopf und die Arme heftig bewegt. Und sie
sieht die beiden kommen und beginnt zu lachen, ein falsches Lachen.
«Ah! da sind Sie ja ... Ah! Sie kommen im richtigen
Augenblick! genau im richtigen Augenblick ...»
Dann ändert sich ihr Ton:
«Oh, bitte, steigt schnell hinauf! ... Wenn er dort oben ist
... Oh bitte! ... Man weiß nicht, was da passieren kann.» |