Soukous, Kathak und Bachata

Musik und Tanz aus Afrika, Asien und Lateinamerika in der Schweiz

Herausgegeben von Mauro Abbühl, Chudi Bürgi und Dagmar Kopše, mit Fotos von Driss Manchoube

 

2004, 280 Seiten, 14 s7w-Fotos, 1 CD, Pappband

ISBN 3-85791-468-8

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Kurze Inhaltsangabe

Eine musikalische Weltreise durch die Schweiz

Schweizer Secondos steigen ins Hiphop-Business ein, arabische und schweizerische Musiker fusionieren ihre Musik und touren durch die Schweiz. In Basel trifft man sich zum indischen Tanz, in Zürichs Langstrassenquartier in Bachata-Clubs: Eingewanderte Musikerinnen und Tänzer aus Afrika, Lateinamerika und Asien spielen in der Schweizer Musikszene immer häufiger eine immer wichtigere Rolle. Sie bewegen sich an den Schnittstellen unterschiedlicher Traditionen und Schulen, zwischen Mitgebrachtem und Vorgefundene. Und sie arbeiten wie ihre einheimischen Partner im Spannungsfeld zwischen lokaler Verankerung und der globalen Vermarktung von Musik.
Journalisten, Musikerinnen und Musikethnologen geben einen umfassenden Einblick in die heutige Szene, mit unterschiedlichen Zugängen nähern sie sich den vertrauten und unvertrauten Klängen uud Szenen, ihren Begegnungen, Misstönen und Fusionen. Abgerundet wird das Bild durch biografische Porträts verschiedener Musikerinnen und Musiker. Und eine beigelegte CD dokumentiert die faszinierenden Töne, die diese Musik ausmachen.

Eine Gratis-CD macht Teile davon hörbar.

Die HerausgeberInnen:
Mauro Abbühl, geboren 1955, wohnhaft in Bern
Chudi Bürgi, geboren 1956, wohnhaft in Zürich
Dagmar Kopše, geboren 1965, wohnhaft in Burgdorf.
Sie sind MitarbeiterInnen von «Kultur und Entwicklung», dem Netzwerk für Kunst und Kultur aus Afrika, Asien und Lateinamerika in der Schweiz (www.coordinarte.ch).

 

Textprobe

Inhalt

 

Aus Liebe in der Schweiz?

 

Anpassung und Eigensinn

Samir Essahbi, Marokko/Schweiz

Sonia Levitán, Argentinien/Schweiz

François Campana: Tradition, Anpassung und Moderne

Zur Situation eingewanderter Künstler in Europa

Tony Martinez, Kuba/Schweiz

Wolfgang Böhler: «Ich dachte, ich müsse mich sehr anstrengen ...»

Eduardo Costa, ein brasilianischer Musiker in der Schweiz

 

Marianne Mühlemann: «Ohne unsere Wurzeln sind wir verloren»

Begegnungen mit indischen Tanzkünstlern

Kara Ka Sylla, Senegal/Schweiz

Alejandro Panetta, Argentinien/Schweiz

Thomas Burkhalter: «Wir sind die wahren Netzwerker»

«Secondos» und junge «Primos» in der DJ- und Elektroszene
Eine Schweizerreise

 

Von der unmöglichen Fusion zur Samba Helvetica

Mauro Abbühl: Zwischen mündlicher Überlieferung und körperloser Schönheit. Ein Gespräch über Töne, Partituren, Improvisation und Grammatik

 

Sandeep Bhagwati: Meistern, Warten, Vergessen, Finden

Zwölf Bedingungen für intermusikalische Zusammenarbeit:

Ein Vademecum

 

Sandeep Bhagwati: Musik als Suche nach der Wirklichkeit des Seins Zur Unvereinbarkeit von indischer und westlicher Musik

Ling Ling Yu, China/Schweiz

Saadet Türköz, Ostturkestan/Türkei/Schweiz

Kjell Keller: Dissonante Harmonie. Musiker und Musikerinnen aus arabischen Ländern und der Schweiz im Dialog

 

Vinz Vonlanthen: Ein Maqâm in C-Moll?

Beobachtungen zur Harmonisation in der Musik von Stephan Athanas’ ContempArabic Jazz Ensemble

 

Vincent Zanetti: Afrikanisch tanzen in der Schweiz

Chronik einer schwierigen Migration

Stephan Rigert, Schweiz

Christoph Stiefel, Schweiz

 

Funkstille

Thomas Burkhalter: Mit neuen Ideen aus der Krise

Migrierte Musiker und die Probleme des Musikmarkts

 

Benedikt Güntert: Nix zu hören? Über Weltmusik in gespaltenen

Märkten und am Schweizer Radio

 

Est-ce que ça va, verehrtes Publikum?

Hans Keller: Bachatabarrio und Sambaland

Gänge durch das Zürcher Langstrassenquartier

 

Tania Cordero: Timba und Buena Vista. Kubanische Musik in der Schweiz zwischen Tradition, Kommerz und Brisanz

Tania Nerfin, Kuba/Schweiz

Marianne Berna: Welten dazwischen

Über Schweizerinnen und Afrikaner, Konzerte und Soirées

 

Patrik Dasen: Musik der Welt von Genf

Die Ateliers d’ethnomusicologie und ihr Publikum

 

Mutombo Kanyana: Beats explosion. Veränderte Gemeinschaften als Prüfstein für die afrikanische Musik in der Schweiz

 

Trommeln macht Schule

Laurent Aubert: In der Schule einer anderen Musik

Eine transkulturelle Erfahrung

 

Marianne Berna: Mit Abaya auf dem Weissenstein

Ein Ausflug in die Workshopszene

 

Dagmar Kopše: Mit den Sinnen lernen. Die Arbeit von Künstlern aus anderen Kulturen an der Schule

 

Wem hilft die Entwicklung?

Rea Brändle: «Wer wird es tun, wenn wir es nicht machen?»

Zur Förderung von Südkunst in der Schweiz

 

Al Imfeld: Plädoyer für die Entgeografisierung der Kultur

Zu zwei Jahrzehnten Entwicklung und Kultur

 

Mauro Abbühl: Zwischen Ausgrenzen und Fördern

Das brachliegende kreative Potential der Migration

 

Ein Ausblick

Desmond Meyer, Südafrika/Schweiz

 

Zu den Autoren

Die CD zum Buch

Intessante Links

Personen- und Gruppen-Register

Pressestimmen / Rezensionen

Rd_tri.gif (202 Byte) Stimmen
Rd_tri.gif (202 Byte) WochenZeitung WoZ vom 23. September 2004
Rd_tri.gif (202 Byte) Der Bund vom 23. September 2004 (Interview mit Dagmar Kopše)
Rd_tri.gif (202 Byte) Programmzeitung Basel vom Oktober 2004
Rd_tri.gif (202 Byte) frauenbunt, April 2005
Rd_tri.gif (202 Byte) terra cognita 6/2005
Rd_tri.gif (202 Byte) helvetas 2004/05
Rd_tri.gif (202 Byte) Schweizer Musikzeitung, 10/Oktober 2005
Rd_tri.gif (202 Byte) matices. Zeitschrift zu Lateinamerika, Spanien und Portugal 49/2006

 

Stimmen

«Einem Buch den Titel «Soukous, Kathak und Bachata» zu geben, ist ganz schön gewagt - aber es klingt gut und macht neugierig. Die drei Begriffe stehen für die drei Erdteile, mit denen sich Kultur und Entwicklung, die Dokumentations- und Vermittlungsstelle für Kunst und Kultur aus Afrika, Asien und Lateinamerika, seit zwanzig Jahren beschäftigt. Die Kulturstelle wurde 1984 von den Hilfswerken Brot für alle, Fastenopfer, Heks, Swissaid und Terre des hommes gegründet und erhält zusätzliche Unterstützung von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) und der Pro Helvetia.

Das Buch dokumentiert die Arbeit der vergangenen Jahre, lässt MusikerInnen und TänzerInnen aus den drei Erdteilen, die es auf verschlungenen Wegen in die Schweiz verschlagen hat - erstaunlich oft war es die Liebe -, in Interviews zu Wort kommen. Das Einbürgerungstrauma wird aber auch immer wieder angesprochen, denn erst der Schweizer Pass legitimiert zur Teilnahme am öffentlichen politischen Leben. Die Gespräche mit den Kulturschaffenden, die Texte von Journalisten und Ethnologinnen vermitteln aus unterschiedlichen Perspektiven vertiefend oder beschreibend Einsichten, die oft etwas im Verborgenen liegen oder an denen man bisher achtlos vorbeigegangen ist.» WochenZeitung WoZ

«Dass Missverständnisse gelöst werden können, das zeigt die beigelegte CD eindrücklich. Sie enthält 15 Tracks und bildet damit die Vielfalt der in der Schweiz ansässigen ausländischen Musik ab. Darüber hinaus zeigt sie, was aus einem musikalischen Dialog entstehen kann: lebendige, schöne Musik.» Schweizer Musikzeitung

 
 
 

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