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Ute Kröger / Peter Exinger »In welchen Zeiten leben wir!« Das Schauspielhaus Zürich 19381998 464 Seiten, Leinenband,
Großformat 18x27 cm, mit ca. 300 Fotos und 150
Dokumenten |
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Nach dem »Anschluss« Österreichs wird das Schauspielhaus Zürich 1938 unvermittelt zu einer der letzten freien Bühnen des deutschsprachigen Theaters. Sein engagiertes Ensemble aus Emigranten und Schweizern spielt antifaschistisches Theater und bringt Uraufführungen von Exilautoren wie Bertolt Brecht. Nach dem Krieg wird der Spielplan, der auch Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch an das Haus bindet, zum Vorbild für die deutschsprachigen Theater. Die Theaterlandschaft normalisiert sich allmählich, das Schauspielhaus wird von der deutschsprachigen Bühne zu einer von vielen in Deutschland und Österreich. Seine Geschichte ist ein exemplarisches Stück deutscher Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts. Das Schauspielhaus hat für dieses Buch erstmals seine Archive geöffnet. Das reich illustrierte Standardwerk enthält viele bisher unbekannte Dokumente und Fotos. Kurzbiographien und verschiedene Register und Verzeichnisse machen aus ihm ein wertvolles Nachschlagewerk. |
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Ute Kröger, Studium
der Germanistik, Philosophie und Geschichte in Berlin und
Aachen. Dissertation: »Der Streit um Heine in der
deutschen Presse. Ein Beitrag zur Heine-Rezeption in
Deutschland«. Seit 1992 als freie Publizistin in
Zürich.
Peter Exinger, geboren 1967 in Wien, Studium der Theaterwissenschaft und Publizistik an der Universität Wien. Dissertation über Ferdinand Rieser und das Schauspielhaus Zürich (18861951). Lebt in Uster/Zürich. |
«Ein kleines
Forscher-Märchen Da lernen sich zwei «Fremde» im Stadtarchiv Zürich kennen, eine Deutsche und ein Österreicher, und finden sich in ihrem leidenschaftlichen Interesse für das Schauspielhaus Zürich. Für beide ist es unfassbar, dass sich bis jetzt niemand an das so reichhaltige Material herangemacht hat. Und weil sie, Ute Kröger, aus purer Neugier schon einen Haufen Material gesammelt hat und er, Peter Exinger, an einer Dissertation über Ferdinand sitzt, ergibt sich eins aus dem andern, beide recherchieren, schreiben und redigieren im Pingpong-System, und da naht das Jahr 1998 und die Neue Schauspiel AG wird sechzig. Und alles ist bereit für ein Buch, ein grosses, das bis in die Gegenwart reicht. Aber was sich anhört wie ein kleines Forscher-Märchen, ist in Wahrheit auch ein trauriges Kapitel über die Schwierigkeit, hierzulande mit Theatergeschichtsschreibung Interesse zu wecken. Denn das Buch ist nicht, wie man denken könnte, von der Neuen Schauspiel AG in Auftrag gegeben und finanziert worden. Die jahrelange Arbeit hat, ausser Unkosten, den Autoren nichts eingebracht. Dennoch geht das Märchen noch ein bisschen weiter: Dank einem Tip von Urs Bircher wandten sich die beiden an den Limmat Verlag, und dieser erklärte sich bereit, das Buch herauszubringen.» Tobias Hoffmann Der Landbote |
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Geleitwort von Peter Löffler »In welchen Zeiten leben wir!« Vorwort der Autoren Vom Amüsierbetrieb zum politisch umstrittenen Schauspielhaus Vorgeschichte bis 1938 Tingeltangel Vom
»jüdisch-marxistisch-bolschewistischen« Schauspielhaus
zum Schweizerischen Kunstinstitut Eine
»Schweizerische Lösung« für das Schauspielhaus Zwischen Weltoffenheit und künstlerischen
Reduit mit Kontinuität in
die Restauration Direktion 1945:
Über die Grenzen Beharrliches
Bewahren Personelle
Kontinuität Stars
statt Ideen der unaufhaltsame Weg ins
Theaterelend Skepsis
und Unmut statt Direktor-Bonus Unglückliche
Saison Widrigkeiten,
schier unüberwindliche Schwierigkeiten Stein
des Anstoßes Die
Ära Löffler - vor Beginn gescheitert Aufschwung
durch Bewährtes Die
Startbedingungen unter dem Einfluss politischer
Verwerfungen Exkurs: Baugeschichte 19381978 Bührles
»Blutgeld« Burgtheater unter »Zürcher
Bedingungen« »Zürcher
Bedingungen« Aller
Tage Abend im Schausp!elhaus »Konzept«
und Umsetzung Theater
in Zürich wozu? Rahmenbedingung
der künstlerischen Arbeit: Geld! Vom
Interim zur Ära
Doppeldirektion Neue
Verhältnisse Ins
nächste Jahrtausend Ausblick Anhang Frequenzen
und Auslastung: Zahlen |
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«Zum Geleit kommt gleich eine Warnung: Dies sei «kein lustiges Buch». Peter Löffler, einst Intendant des Hauses, leitet so die umfassend recherchierte, reich bebilderte Geschichte des Zürcher Schauspielhauses ein, dessen Autoren Ute Kröger und Peter Exinger erstmals die Archive des Theaters zur Verfügung standen. Von den Jahren 1938 bis 1998 spannt sich der Bogen: vom Tingeltangel zur berühmten antifaschistischen Bühne während des Kriegs, zum umstrittenen Theater Anfang der siebziger Jahre bis heute. Nachzulesen ist, wie Kunst und Politik einander bedingen und widerstreiten, auf den Brettern wie in den Gremien des Hauses und der Stadt. Lustig muss das nicht sein, aber spannend, sprich: im Wortsinn aufregend.» Die Weltwoche In welchen Zeiten leben
wir! U. Kröger/P. Exinger |
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© Limmat Verlag |