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Steff Signer Highmatt Schräge Geschichten, Traktate, Seelenprotokolle, Gedichte und Lieder aus dem Hinterland 2008, 148 Seiten, 61 s/w-Abbildungen, Pappband ISBN 978-3-85791-560-4 |
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Steff Signer durchwandert immer wieder die Luftsäule zwischen Alpstein und Bodensee, deckt sich auf Höfen mit Alpkäse, Suppenhühnern und Gitzi ein, sammelt Rezepte und vor allem Geschichten. In diesem Buch präsentiert er seine Funde mit fantasiesprühender Sprachkraft. Entstanden ist ein Panoptikum des Landlebens, ein modernes Heimatbuch, das die Fremdheit im Zuhausesein nicht verschweigt. In der Tradition des Appenzeller Kalenders bringt das Buch ein Sammelsurium von Traktaten und «Seelenprotokollen», engagierten Reportagen über Aussenseiter der kleinräumigen Idylle, von Gedichten, Liedern, Rezepten, real existierendem wie erdichtetem Brauchtum. «Verwunschene und kurzweilige Gestalten» bevölkern dieses Universum, Krähen oder Wolken sind Zeichen für Magie und Abgründe im ländlichen Kosmos. |
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Berichte und Geschichten Blinken vor Freude Radio Bergwand Epfelbomm-Hannes Wer war dieser Mann, der Koster hiess? Musicus Elisabeth Elfriede Lieppensack Gantenbein Sprüche, Zeichen, Lieder und Gedichte Schpröchli Traktate Z Frede z Muet Rezepte Quöllfrisch-Bier-Hausbrot |
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Alle hören Radio Bergwand |
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Dort, wo ich herkomme, aus dem tiefsten Für alle einen Berg Und auf die Frage, wo denn dieses Radio Die Leute bei Radio Bergwand – im Für das eine oder das andere Ohr In einer Zeit, in der es cool ist, Pakistan Fürs gute Bauchgefühl gibts die Essund Im Zusammenhang mit «Versteinerte Songs wie der alte ac /dc -Hit Highway
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Die Sägerei-Buebe, der Ezechiel Steff Frisch von der Leber weg und frech wie Ein ganz anderes Sendegefäss, das Da ertönen schlicht und einfach, ohne Richtig skurril wurde es bei der zwölfstündigen Bodenständiger dann die Geräusche Überhaupt sind die henderländischen Unterhaltsam und spannend gestaltet Prinzipiell wird zwischen zwei Kategorien 1. die ägewillig Ägete (dt. die eigenwillig Davon mehr ein andermal! |
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Die Freudwärm-Suppe Griessklösschen Bouillon Griessklösschen In der Bouillon knapp unter dem Siedepunkt garziehen
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«Ein Kalenderbuch, ein Tagebuch, ein Kopfkissen legt Signer uns vor, das man sofort abonnieren möchte, weil es froh macht im Gemüt und das Appenzellische so schön tönt. Zu hören übrigens auf Signers Website www.steffsigner.ch – unbedingt empfehlenswert.» schweizer-buchhandel.ch «Ein herzerfrischendes Buch.» WoZ «Ein Buch wie Nagelfluh. ‹Highmatt›: Steff Signers Szenen, Traktate, Gebete, Flüche und Rezepte aus dem Hinterland Steff Signer widmet seiner Appenzeller Heimat ein knorriges Buch. ‹Highmatt› handelt vom Blinken mit Militärtaschenlampen, vom Epfelbomm-Hannes und anderen seltenen Vögeln. Ein Buch wie ein Rüüscher. (…) Vor allem nah aber geht Signer zu den Leuten hin. Zum Beispiel zum Epfelbomm-Hannes, der schon bei der Geburt unten im Franzenmoos ‹eine Arschlochkarte aus dem Spiel des Lebens gezogen› hat und ständig mehr vom Karren fällt. Der dafür aber eine eigene Kunst entwickelt, ‹Reklamationen ans Leben› zu schreiben, die Schweiz mit Postleitzahlenakkorden zum Klingen zu bringen oder per Kantonsgrenzenverschiebung den Glarnern zu ihrem Walensee zu verhelfen – eine Figur wie aus einem barocken Narrenspiel, zum Totlachen traurig. Andere Hinterländer Originale sind Hans Johannes Koster, genannt ‹Magronemannli›, oder Vrene, die Lindenwirtin in Enggenhütten. Sie gehören, wie der Sägerei-Bueb Steff selber auch, zu den ‹äägewillig Äägete› im Lande. Ihnen, die auch schon mal den ‹Trömmel im Grend› haben, gehört Signers ganze Sympathie und Sprachphantasie, ihnen und ihren Bräuchen wie dem Blinken mit alten Militärtaschenlampen als Zeichen der Freude.» St. Galler Tagblatt «In Format und Aufmachung kommt ‹Highmatt› wie ein Kalenderbuch daher: mit Ornamenten, Stichen und verschnörkelten Titelschriften. Doch wer eine volksmusikalisch-heimatliterarische Parodie erwartet, täuscht sich. Signers Texte, Lieder und Rezepte erfinden Heimat fortlaufend weiter, schreiben, tönen und stechen sie um. Das ist auf der einen Seite dieses Tal voller Singsang, Witz und Geselligkeit. Das Hinterland steht im ‹Highmatt› aber auch für schwere Vergangenheit, in die es einen an einem vernebelten Herbsttag verschlägt: Dämonisch verdunkeltes Land voller Missbrauch, Geheimniskram und Atemnot. Signer weiss, wovon er spricht, wenn er unter die Nebeldecke schaut. Wenn er die ‹tragisch-komische Volkstheater-Geschichte› vom ‹Epfelbomm-Hannes› erzählt, jenem im Suff gezeugten Kind, das ‹von Geburt an eine Arschlochkarte aus dem Spiel des Lebens gezogen› hat und später, aus seinem ersten Lohn als Forstarbeiter, eine Motorsäge kauft, die er ‹Fitzeli› tauft und in seiner Freizeit in seiner Kammer vor sich hinbrummen oder -heulen lässt, als handle es sich um ein kostbares Musikinstrument. In dieser Spannungszone ist Signer aufgewachsen. Es muss Zeiten gegeben haben, da es ihn beinah zerrissen hat. Nun aber scheint sich die Spannung zwischen himmelhochjauchzendem High und schwermütigem Matt in einen Fluss der Lieder und Erzählungen verwandelt zu haben. ‹Highmatt› ist mehr als ein Buch zum Lesen und Schauen. Es ist ein Buch zum Brauchen. Zum Kochen, zum Singen, zum Leben. Dazu gehören zahlreiche Kochrezepte von Signers Urgrossmutter. Natürlich hat er sie nicht einfach übernommen, sondern leicht variiert. So auch die ‹Seelenbrühe› (‹Kochen bis das Zeugs gar ist. Heisse Suppe hörbar vom Löffel schlürfen›). Auch die alten Lieder hat Signer weiterkomponiert. Eine lebendige Angelegenheit, die demnächst auch auf der Bühne zu hören ist. Der Musiker, Sänger und Sprachperformer tritt nach über zwanzigjähriger Pause wieder vor den Vorhang.» WochenZeitung Woz «Steff Signer hat das eigenartigste aller Heimatbücher verfasst. Seine Mischung aus Tief-, Trüb-, Hinter- und Frohsinn ist eigenartig. Sie könnte typisch sein für das Appenzellerland, vor allem das Ausserrhoder Hinterland (mit den Gemeinden Herisau, Hundwil, Schönengrund, Schwellbrunn, Stein, Urnäsch und Waldstatt), wäre sie nicht so radikal. Doch auch das Radikale, das auf die Spitze Treiben des Tief-, Trüb, Hinter- und Frohsinns, ist der Mentalität dieser Gegend nicht fremd. Highmatt ist deshalb ein Heimatbuch, auch wenn es wenig Liebliches, Nettes und Herziges enthält, wenn es Geschichten erzählt von Querköpfen, die von der Mehrheit der Dorfbewohner beargwöhnt, bespöttelt, missverstanden, missbraucht wurden. Highmatt – enthaltend das Himmelhochjauchzende und das Matte, Ermattende – ist ein Heimatbuch, weil es schon auch von Liebe handelt, von der Sehnsucht nach Ferne, Weite, Freiheit, und von der Enge, die diese Sehnsucht erst schafft. Es ist gewissermassen ein Sammelband: mit verfremdeten, skurrilen, irritierend tragisch-komischen Geschichten, mit Sprüchen, Liedern und Gedichten, viele kreisend um «Zäche» (Zeichen), die gedeutet sein wollen. Ferner mit Traktaten, mit sinnierenden, teilweise sogar moralisierenden Interpretationen der Geschichten und Zeichen. Abgerundet wird das Allerlei mit Rezepten beispielsweise für Rosenblüten-Nudeln, Schlüsselblumensirup, Gitzihackbraten, Seelenbrühe oder Alpenschmalz-Chrömli. Auch diese Rezepte sind teilweise eigenartig, können aber wohl erfolgreich nachgekocht werden und einem Abend mit Freunden eine besondere, dadaistisch-appenzellische Note verleihen.» Saiten «Am Samstagabend war Steff Signers Buch «Highmatt» gerade einmal zwei Tage im Buchhandel. An der Premiere gab es kein neues «Henderland» und doch hat wohl noch nie jemand so herrlich unverklausuliert darüber fabuliert wie Signer. Allein der Buchtitel ist eine Offenbarung. Weder die Anglifizierung von «hei» noch der beigefügte Doppelkonsonant können es alleine richten. Das Spannungsfeld aber in der Luftsäule zwischen high und matt macht das Buch nach dem Titel zur absolut lesenswerten Zugabe. Solche Titel sind selten, und sie erzählen alleine Geschichten; im besten Fall ganz persönliche. Regierungsrat Matthias Weishaupts Einleitung geriet wohl auch deshalb schon von Beginn weg zur Laudatio in den höchsten Tönen, und sie gipfelte in einer Umarmung zweier Männer, die sich offenbar trotz einiger Jahre Altersunterschieds und einer beinahe diametralen Biographie gefunden zu haben scheinen. Und wie sehr Signer es versteht, den Menschen in seiner Zerrissenheit zu beschreiben, zeigen seine Texte im Beziehungsfeld von Identität und Entfremdung: fortgehen und zurückkommen, zwischen ‹äägewillig Äögete› und ‹verlädelig Verbääbelete› – high und matt.» St. Galler Tagblatt «Ein Buch, welches Höhen und Tiefen verbindet und voller Ideen stekct. Persönliches wird darin mit Fiktivem verbunden, Lieder kommen ebenso vor wie Kochrezepte, und dem Umgang mit gesellschaftlichen Aussenseitern wird eine besondere Rolle zugeschrieben. Alles in einem Buch zusammengetragen ergibt ein Wtimmungsbild, welches die grossen Spannungen seines Lebens aufzeigt..» Herisauer Zeitung «Ein Sammelsurium über das Landleben, ein modernes Heimatbuch, das die Fremdheit im Zuhausesein nicht verschweigt.» Appenzeller Magazin «Heimat ist für den Querdenker keine Postkartenidylle, sondern das pralle Leben, intensiv freudig und verzweifelt zugleich. Eine widerborstige Welt, die uns Signer in Sprüchen, Traktaten und Erzählungen näherbringt.» Migros-Magazin «Unzimperlich und von gewaltiger Sprachkraft.» St. Galler Bauer |
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