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viceversa literatur 5 Jahrbuch der Literaturen der Schweiz 5 Herausgeber Service de Presse Suisse 304 Seiten, 13 Fotografien + 1 Faksimile, Pappband
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| Die fünfte Ausgabe von Viceversa Literatur. Jahrbuch der
Schweizer Literaturen ermöglicht erneut Begegnungen mit Gedichten,
Erzählungen, Romanen, Essays, Reportagen, Tagebüchern und Autobiografien aus
allen vier Landesteilen. Die Romandie ist mit Gaston Cherpillod und
Catherine Safonoff vertreten. Aus dem Tessin überrascht uns Giorgio Orelli
mit einem Abecedarium, während Claudia Quadri ihre Romane vorstellt.
Angelika Overath berichtet von ihrer Arbeit als Schriftstellerin und
Reporterin. Beat Mazenauer spricht mit Ernst Burren, und Pedro Lenz erzählt
begeistert und begeisternd von seiner Lektüre des Mundartdichters. Die Schweizer Übersetzerinnen und Übersetzer Irma Wehrli, Prisca Agustoni und Vahé Godel widmen ihre Carte blanche Dichtern aus Amerika, Brasilien und Armenien. Charles Lewinsky, Oscar Peer, Anna Ruchat und Philippe Rahmy wecken Interesse für noch unveröffentlichte Texte. Der Überblick über das «Literatur-Jahr 2010» umfasst Nachrichten aus dem literarischen Leben sowie wichtige Neuerscheinungen aus den vier Sprachregionen. Die drei Ausgaben Viceversa Literatur, Viceversa Littérature und
Viceversa Letteratura bilden Viceversa im Internet: www.viceversaliteratur.ch |
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| War der Slogan von
1968 «Das Private ist politisch», so könnte das Motto des Schweizer
Jahrbuchs Viceversa «Das Lokale ist universell» lauten. Alle Autorinnen und
Dichter, die Viceversa 5 vorstellt, leben im Spannungsfeld zwischen ihrem
(manchmal sehr kleinen) Heimatort und dem Ausland, zwischen Regionalsprache
und Weltliteratur.
Angelika Overath lernt Vallader, die Sprache des Bündner Bergdorfs Sent, wo sie mit ihrer Familie lebt, und lässt mit Hilfe des Übersetzungsprogramms ihres Computers «tinta» («Tinte») auf «cun distinta» («hochachtungsvoll») reimen, wenn sie nicht auf Deutsch in ihren Reportagen und Büchern ferne Welten und menschliche Grunderfahrungen wie Liebe und Tod erkundet. Knapp neunhundert Meter tiefer, in der nur wenig grösseren Gemeinde Oberdorf, lotet Ernst Burren in seinem Dialekt die Abgründe der conditio humana aus: Gerade indem er seinen Personen ihre ganz eigene Art zu sprechen zugesteht, gelingen ihm menschliche Porträts, in denen wir uns wiedererkennen. Giorgio Orelli lässt miterleben, wie eine Misoxer Rotkreuzschwester und Mundartdichterin des frühen 20. Jahrhunderts dem grössten italie-nischen Dichter Dante Alighieri (der sechs Jahrhunderte vor ihr lebte) das Wasser reicht – in einem einzigen Gedicht, dank des Dialektworts «lipelòpa» für «Eidechse». Geografische Orte des Tessins erscheinen in den Romanen von Claudia Quadri verdichtet und zusammengerückt: Ihre Figuren begegnen einander auf kleinstem Raum, der Identität und Wurzeln bedeutet, aber auch das Verlangen nach Ausbruch und Veränderung weckt. Gaston Cherpillods scharfe Analyse des Gesellschaftsgefälles erwächst aus
seiner eigenen Erfahrung als Arbeitersohn in Lausanne, die er in eine
einzigartige Kunstsprache giesst, derb und vornehm gedrechselt So schwirrt aus der so oft schon klein und eng genannten Schweiz, was sinnt, zwitschert, lamentiert, fragt, poltert und dröhnt in der ganzen Welt. Wie aber gelangen umgekehrt die Literaturen und Gedichte der weiten Welt zu uns? Drei Schweizer Übersetzer, die sich ans Grenzenüberschreiten wagen, stellen uns je einen Dichter ihrer Wahl vor: Vahé Godel die Armenierin Mariné Petrossian, Prisca Agustoni den Brasilianer Eustáquio Gorgone de Oliveira und Irma Wehrli den Amerikaner Robert Frost. «Poesie ist, was sich nicht übersetzen lässt», sagte der Letztgenannte, und Übersetzer sind die, welche es trotzdem tun, könnten die drei hinzufügen. Auch die bisher unveröffentlichten Texte von Charles Lewinsky, Philippe Rahmy und Anna Ruchat verbinden Nahes und Entferntes: unsere Gegenwart mit der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs im Fall von Lewinsky und Rahmy, das schwierige Hin und Her zwischen den Generationen und den Geschlechtern in den von Anna Ruchat erzählten Reisen, Begegnungen und Besuchen. Literarische Leuchtspuren legen sich nicht nur von der Schweiz in die Welt und umgekehrt, sie verweben sich auch innerhalb der Schweiz von einem Sprachgebiet ins nächste. Der letzte Teil dieses Jahrbuchs lässt Deutschschweizer Bücher entdecken, bespricht aber auch Neuerscheinungen aus der Romandie, dem Tessin und aus Romanischbünden. Ein Blick auf das zeitgenössische Literaturgeschehen der Schweiz, der Lust weckt auf mehr: «L’insieme più importante è il componimento che si sta scrivendo» («Am meisten zählt die Einheit des Werks, das man gerade schreibt»), erklärt Giorgio Orelli, oder, wie Ernst Burren sagt, «s nöchschte schpiu isch s wichtigschte».
Für die Redaktion |
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| Porträts Angelika Overath | Von Christa Baumberger Gaston Cherpillod | Von Jean-Louis Kuffer, mit Gedichten von Antonio Rodriguez Catherine Safonoff | Von Anne-Frédérique Schläpfer Giorgio Orelli | Abecedarium, mit einer Einführung von Yari Bernasconi Claudia Quadri | Von Pierre Lepori Ernst Burren | Von Beat Mazenauer und Pedro Lenz Übersetzen Kurzkritiken, Deutschschweiz Kurzkritiken, Französische Schweiz Kurzkritiken, Italienische Schweiz |
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Redaktion Viceversa Ruth Gantert (rg) ist Projektleiterin von Viceversa und verantwortlich
Yari Bernasconi (yb) ist verantwortlich für die italienische Ausgabe Marion Rosselet (mr) ist verantwortlich für die französische Ausgabe Francesco Biamonte (fb) ist mitverantwortlich für die französische Ausgabe von Viceversa. Er war bis Ende 2010 Projektleiter von Viceversa, Geschäftsführer des Service de Presse Suisse und Verantwortlicher der Literatur-Website culturactif.ch. Seit Anfang 2011 ist er Musikredakteur beim RSR. Christa Baumberger (cb) arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern und unterrichtet Literaturwissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Céline Fontannaz (cf) lebt und arbeitet als Journalistin in Zürich. Pierre Lepori (pl) lebt als Autor und Journalist in Lausanne, wo er die
Anne-Laure Pella hat mehrere Jahre in der Kulturvermittlung gearbeitet.
Arno Renken arbeitet als Oberassistent am Deutschen Seminar der Universität Lausanne und forscht im Bereich der Übersetzungswissenschaft. Mathilde Vischer ist literarische Übersetzerin und Redakteurin der Revue
Mitarbeit Viceversa Literatur: Jörg Hüssy. Übersetzerinnen und Übersetzer von Viceversa Literatur Christa Baumberger, Ruth Gantert, Jörg Hüssy, Franziska Kristen, Übersetzerinnen und Übersetzer von Viceversa Littérature François Conod, Ursula Gaillard, Vahé Godel, Marion Graf, Marielle Übersetzerinnen und Übersetzer von Viceversa Letteratura Prisca Agustoni, Yari Bernasconi, Walter Breitenmoser, Emanuela Lektorat von Viceversa Literatur: Liliane Studer Fotografinnen Yvonne Böhler fotografierte Ernst Burren, Gaston Cherpillod, Vahé Godel, Giorgio Orelli, Angelika Overath, Oscar Peer, Claudia Quadri, Philippe Rahmy, Anna Ruchat, Catherine Safonoff und Irma Wehrli. Jaqueline Fonseca fotografierte Prisca Agustoni und Palma Fiacco fotografierte Charles Lewinsky |
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| «‹Viceversa literatur 5› baut mit
seinen Porträts von Ernst Burren, Gaston Cherpillod, Giorgio Orelli, Claudia
Quadri und Catherine Safonoff sowie mit seinen Inédits von Charles Lewinsky,
Oscar Peer, Philippe Rahmy und Anne Ruchat seinen Spannungsbogen genau
zwischen diesen beiden Gedankenkernen auf in der Frage, wie sehr ein Text
jener Sprache gehören muss, der er entsprungen ist.» Neue Zürcher Zeitung «Als epochales Ereignis in Sachen Vermittlung und Übersetzung darf die Präsentation des deutsch, französisch und -italienisch -publizierten Jahrbuchs ‹Viceversa› verbucht werden, das künftig alljährlich -jede Sprachregion umfassend über das Literatur-ge-schehen in den drei anderen informiert.» Der Bund «Guardano
dentro se stesse, nel cuore pulsante dei particolarismi linguistici e
culturali da cui provengono, e in cui si alimentano. -Rivolgono il loro
sguardo oltre i suoi antichi incerti confini, sulla straniante realtà del
ventunesimo secolo che la assedia. Sono «‹Viceversa›, das Jahrbuch der Literaturen der Schweiz, präsentiert auf
informative und Neugier stiftende Weise die Literatur der anderen
Sprachregionen der Schweiz. Fast schon guter Brauch -inzwischen, längst
unentbehrlich, ist das Dossier zu Fragen der Übersetzung. Zu rühmen sind
auch die Qualitäten als Nachschlage-werk: ‹Viceversa› bietet einen
ausgezeichneten Überblick über «En introduisant la fiction dans cette quatrième livraison, la |
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© Limmat Verlag |