Laure Wyss

Mutters Geburtstag

Notizen zu einer Reise und Nachdenken über A.

Ein Bericht

1995, Neuausgabe, 152 Seiten, gebunden

ISBN 3-85791-267-7

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Kurze Inhaltsangabe

Eine Gesellschaftsreise nach Spanien wird zur Reise zu sich selbst, zurück in die vergessenen Jahre. Zwischen den Reisenotizen denkt A. über die verflossenen Jahre einer Frau und Mutter nach: «Jetzt sucht die Frau ihre eigene Wahrheit. Hat sie sich nicht oft damit beschäftigt, was die anderen taten, was sie dachten, wie sie redeten, dabei vergaß sie sich selbst, ließ sich liegen, wie ein zerknülltes Taschentuch, las sich nicht mehr auf. Jetzt fragt sie nach verlegten Dingen, nach verloren gegangenen Wörtern, sie will wissen: wie war es, wie war es wirklich, wie, zum Beispiel, war es mit dem Kind. Die Frau will sich der Erinnerung erinnern.»

In «Mutters Geburtstag» tastet sich die Autorin behutsam an ihre Vergangenheit heran. Eine Gesellschaftsreise nach Spanien wird zur Reise zu sich selbst, zurück in die vergessenen Jahre.

Pressestimmen

«Gerade durch den Mut zum persönlichen Bekenntnis gewinnt diese Selbstbefragung, die zur Selbstfindung führt, Allgemeinverbindlichkeit, ja Beispielhaftigkeit.» Neue Zürcher Zeitung

«Sprachlich überzeugt der Bericht, weil er unprätentiös, direkt und anschaulich-handfest, sinnlich formuliert.» Tages-Anzeiger, Zürich

«Das Buch ist in so schlichter Unmittelbarkeit geschrieben, dass man erst bei genauerem Hinsehen erkennt, wie geschickt die beiden Handlungsstränge miteinander verknüpft sind, wie zielsicher einzelne Sätze zupacken, um Flüchtiges festzuhalten, Diffuses zu klären, Emotionales bewusst zu machen.

All das wird erzählt mit einer distanzierten Zurückhaltung, in der doch Betroffenheit mitschwingt, ohne verbittertes Selbstmitleid und ohne ideologische Verallgemeinerung, doch mit einem nachhaltigen und begründeten Zorn auf die gesellschaftlichen Mechanismen, die einer Frau ihren Alleingang unnötig erschweren.» Der Bund

«Die offene, schlichte Sprache des Berichts besticht. In beiden Teilen (Reisenotizen und Nachdenken über A.) nimmt der persönliche, sensible Ton den Leser gefangen, berührt das leidenschaftliche doch verhalten formulierte Engagement. Es ist ein stilles Buch, aber um vieles radikaler als so manches Strohfeuer eines theoretisch-schreierischen Machwerks.» Vaterland

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