Tobias Kästli

Emil Zbinden

Zeichner, Holzschneider und Typograph

Emil Zbinden Zeichner, Holzschneider und Typograph
280 Seiten, gebunden, Format 24 x 26 cm , 50 farbige und 140 s/w-Abbildungen,
Fr. 75.– Euro 48.–
ISBN 978-3-85791-186-6

 

Vorzugsausgabe

Signierte und nummerierte Auflage von 150 Exemplaren, der der Holzstich «Die Eiche» von Emil Zbinden beigelegt ist. Dieses Blatt hat Emil Zbinden 1991 geschaffen, es ist sein allerletzter Holzstich.

Leinenband mit beigelegtem Holzstich, 280 Seiten, Format 24 x 26 cm, 50 farbige und 140 s/w-Abbildungen, Fr. 350.–

Emil Zbinden Zum Buch Aus dem Buch Stimmen

Kurze Inhaltsangabe

Emil Zbinden, geboren 1908 in Niederönz im Kanton Bern, aufgewachsen im Berner Mattequartier, lernte Schriftsetzer und ging Ende der zwanziger Jahre nach Berlin und Leipzig. Hier hatte er die Möglichkeit, sich beruflich und künstlerisch weiterzubilden und erlernte die Technik des Holzstiches. Der aufkommende Nationalsozialismus und seine Verbindung mit der Arbeiterbewegung wurden zum prägenden Erlebnis jener Zeit.

Nach seiner Rückkehr lebte er kurze Zeit in Nizza; 1934, wieder in der Schweiz, erhielt er von der Büchergilde Gutenberg, für die er bereits in Deutschland gearbeitet hatte, den Auftrag, Holzstichillustrationen zum Werk von Jeremias Gotthelf zu schaffen. Diese Arbeit beschäftigte ihn während fast sechzehn Jahren und hat ihn bekannt und populär gemacht. In dieser Zeit entstanden aber auch weitere Arbeiten - Zeichnungen und Aquarelle - zu verschiedensten Themen und Motiven.

Diese Arbeiten stehen im Mittelpunkt dieses Buches über sein Leben und Werk, aufgezeichnet anhand von persönlichen Dokumenten, Briefen, Tagebüchern und vielen Gesprächen, die Tobias Kästli mit Emil Zbinden geführt hat. Der Band ist zugleich eine Werkschau, die viele, zumeist unveröffentlichte Arbeiten vorstellt, und ein Beitrag zur politischen und Kunstgeschichte der Schweiz. Guido Magnaguagno, Vizedirektor des Kunsthauses Zürich, besorgte, zusammen mit Karl Zbinden die Auswahl der Bilder.

Tobias Kästli, geboren 1946, studierte Germanistik und Geschichte in Bern. Neben verschiedenen Veröffentlichungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung schrieb er eine zweibändige Geschichte Biels. Er ist Journalist und lebt in Bern.

www.tobiaskaestli.ch

Pressestimmen / Rezensionen

«Kästli ist es gelungen, weit mehr zu schreiben als eine sorgfältig dokumentierte Künstlermonografie. Sein Held ist ein alter Mann mit einem besonderen Blick und ungetrübter politischer Überzeugung. In diesem Band wird seine Zeit lebendig, anschaulich, als lese man einen Roman.» NZZ

«Der schöne grossformatige Band zeigt in einem einfühlsamen Text und mit vielen Bildern Leben und Werk des politisch engagierten[…] Schweizer Künstlers.» Schweizer Woche

«Den Hauptinhalt bildet die breitangelegte Lebenserzählung, die Tobias Kästli aufgrund von vielen Gesprächen und Tonbandaufnahmen feinfühlig zusammengestellt hat: mit spürbarer Sympathie für den porträtierten Künstler, doch ohne Sentimentalität. Wie Zbindens Zeichnungen gewinnt sie ihre Farbigkeit durch präzise Einzelheiten. Überdies versteht es der Autor, durch knappe historische Ergänzungen einen politisch-gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang herzustellen. Damit wird Zbindens Biographie zu einem Zeitdokument für die jüngere Schweizergeschichte, aber von unten.» Berner Zeitung

«Auf dem Umschlag sitzt ein Steinhauer bei der Arbeit, und dieses Bild steht symbolisch auch für Leben und Werk Zbindens. Wie der Steinhauer stammt Zbinden aus der Unterschicht, aus dem Proletariat, und wie dieser ist er ein unermüdlicher, konzentrierter Schaffer.» SonntagsZeitung

«Allzu oft sah man in Zbinden bloss den Gotthelf-Illustratoren. So hilft nun der reich bebilderte und schön ausgestattete Band bei der Entdeckung des wenig bekannten Werkteils von Emil Zbinden und zeigt vor allem den Zeichner, Aquarellisten und Typografen.» Solothurner Zeitung

«Zbinden wurde mit seinen Gotthelf-Arbeiten in breiten Volkskreisen bekannt, aber er gilt gerade deswegen weitherum als Idylliker. Dass er das keineswegs ist, und dass sein Zugang zu Gotthelf auch in der Zeit der Bedrohung der Schweiz durch Nazi-Deutschland in keiner Weise mit Boden-Mythen motiviert war, zeigt die Monografie Kästlis, die das Leben dieses aus ärmlichen Berner Land- und Stadt-Verhältnissen stammenden Künstlers und Typografen nachzeichnet.» Zuger Zeitung

«Was Zbinden neben den Gotthelf-Illustrationen alles schuf, ist nun zu entdecken in der im Limmat Verlag erschienenen ersten Monografie des Künstlers: vor allem seine weniger bekannten Zeichnungen und Aquarelle, die in ausgezeichneten Reproduktionen wiedergegeben sind.» Berner Zeitung

«Es ist ein sorgfältig gestaltetes, schönes Buch geworden, wie es sich für einen Typografen gehört. Ein schönes Buch auch in dem Sinne, dass Zbinden damit die Anerkennung erhält, die ihm, vor allem in Bern, lange vorenthalten wurde.» Berner Zeitung

«Tobias Kästli hat mit dieser Biographie Zbindens ein Buch gemacht, wie ich es schon lange einmal lesen wollte. Er geht nicht davon aus, dass ich als Leserin sowieso schon alles weiss, sondern geht ausführlich auf die verschiedenen Techniken, die Personen und die Lebensumstände ein, die Zbindens Werk prägten.» Gewerkschaftswelt

«Sein Biograph Tobias Kästli stellt Zbindens Leben und Werk ins Umfeld von Zeit und Gesellschaft, und so ist das Buch auch ein lebendiges Stück helvetischer Zeit- und Kunstgeschichte.» SonntagsZeitung

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