Aline Valangin
Bildrechte © Limmat Verlag
Aline Valangin (1889–1986), aufgewachsen in Bern, Ausbildung zur Pianistin. Verheiratet mit dem Anwalt Wladimir Rosenbaum und in zweiter Ehe mit dem Pianisten Wladimir Vogel. Im Zürich der Dreissigerjahre führte sie in ihrem Haus einen Salon der künstlerischen Avantgarde, der zum Zufluchtsort für Emigranten wie Ignazio Silone oder Kurt Tucholsky wurde. Tätigkeit als Psychoanalytikerin, Publizistin und Schriftstellerin. Ab 1936 lebte sie im Tessin in Comologno im Onsernonetal und in Ascona.
«Diese begabte und mutige Erzählerin sucht nicht idyllische Hirten oder Weinbauern im Tessin, sondern die urtümlichen, zähen, wilden Leidenschaften im Volk, und mit Vorliebe, ja fast ausschließlich sind es die Besitzwut, die Habsucht, der Geiz, den sie sucht, studiert und schildert. Unnötig zu sagen, daß sie dieselben Eigenschaften und Laster überall hätte finden können, daß sie nicht spezifisch tessinisch sind.» Hermann Hesse

Auf literarischen Spuren im Onsernonetal

Wanderung mit Markus Unterfinger und Giovanni Ravasio

Vom 11. – 13. September wandern wir drei Tage auf den Spuren von Aline Valangin und Ignazio Silone bis Max Frisch und Golo Mann, entdecken wahre Schauplätze und fabulierte Schicksale. Die Themen sind Migration, Flucht oder Rückzug in Text und Natur, in Wort und Schritt. Übernachten werden wir im Palazzo Gamboni in Comolongo zum Selbstkostenpreis von CHF 270.00 pro Personen im Doppelzimmer (für zwei Nächte). Im Preis enthalten ist das Buch «Dorf an der Grenze» von Aline Valangin, das gerade im Limmat Verlag neu aufgelegt wurde. Anreise und Essen in Ristorante und Grottos sind nicht im Preis eingeschlossen. Der detaillierte Reise- und Wanderplan wird nach Anmeldung verschickt.
Für uns ist dieses Literaturwochenende ein Testlauf für ein grösseres Projekt im Frühling 2027, wenn wir eine Woche im Val Bavona, Valle Maggia und Onsernonetal auf literarischen Spuren von Tessiner Autoren wandern und das Tessin aus einer anderen Optik entdecken möchten. Vielen Dank dem Limmat Verlag, der unsere Projekte unterstützt.
Bei Interesse melden Sie sich beim Limmat Verlag.

Donnerstag, 17. September 2026
19:00 Uhr

Kulturhaus Cheesmayer
Hauptstrasse 55, 4450 Sissach, Schweiz

Dorf an der Grenze

Veranstaltung mit Franziska Hirsbrunner

Franziska Hirsbrunner stellt Aline Valangin und «Dorf an der Grenze» vor

cheesmeyer.ch/

Werke

  • Dictées. Gedichte, éditions Sagesse, Paris 1936

  • Geschichten vom Tal, Girsberger, Zürich 1937

  • L’Amande clandestine. Gedichte, éditions GLM, Paris 1939

  • Tessiner Novellen, Girsberger, Zürich 1939

  • Die Bargada. Eine Chronik, Büchergilde Gutenberg, Zürich 1944

  • Casa Conti. Roman, Hallwag, Bern 1944

  • Victoire oder Die letzte Rose. Roman, Steinberg, Zürich 1946

  • Reflets. Gedichte, écrivains réunis, Lyon 1956

  • Raum ohne Kehrreim / Espace sans refrain. Gedichte. Mit drei Scherenschnitten von Hans Arp, Tschudy (Die Quadrat-Bücher 23), St. Gallen 1961

  • Traumschalmei. Göttinnen – Einkehr – Der Stylit. Gedichte, Karlsruher Bote, Karlsruhe 1969

  • Tagebuch aus Israel. Gedichte, Karlsruher Bote, Karlsruhe 1970

  • Aussagen. Gedichte, Karlsruher Bote, Karlsruhe 1971

  • Vers et revers. Gedichte, Lativa, o.O. 1978

  • Die Silberflöte. Zwei psychologische Tessiner Novellen, Sisyphos, Zürich 1980

  • Dorf an der Grenze, Limmat, Zürich 1982

  • Stella. Und andere Tessiner Erzählungen, Limmat, Zürich 2001

  • Mutter, Limmat, Zürich 2001

  • Die Bargada / Dorf an der Grenze. Eine Chronik, Limmat, Zürich 2002

  • Raum ohne Kehrreim / Espace sans refrain. Ausgewählte Gedichte / Poèmes choisis, Limmat, Zürich 2003

  • Tessiner Erzählungen, Limmat, Zürich, 2018

  • Casa Conti, Limmat, Zürich, 2022