Wurzelstudien

Wurzelstudien

gebunden mit Schutzumschlag, 1. Auflage, 40 Fotos, 128 Seiten

Februar 2020
SFr. 28.–, 24.– €
ISBN 978-3-85791-893-3
Preise und Auszeichnungen
Stipendium der Stiftung Nantesbuch im Rahmen des Deutschen Preises für Nature Writing
Nomination Clemens-Brentano-Literaturpreis 
*Leseprobe

Beim Elternhaus Anna Ospelts steht ein Baum, auf den früher der Verleger Henry Goverts geblickt hat, als Vorbesitzer des Hauses. Über den Baum stellt Anna Ospelt eine Verbindung zum Verleger her und sucht nach diesem ihrem Wahlverwandten. Dann erforscht sie in der stillgelegten Gerberei des Grossvaters familiäre Gerbungen und im botanischen Garten die Wurzeln der Pflanzen, um schliesslich ein Rhizom zu finden. Zwischen Natur- und Selbstbetrachtung, zwischen literarischer und botanischer Recherche sammelt Anna Ospelt alles, was ihr begegnet, was die Freundin erzählt und die Dentalassistentin, der Gärtner oder die Botanikprofessorin erklären, bis sie sich selbst in einen Efeu verwandelt.

Spielerisch und anmutig führen die «Wurzelstudien» vor, wie der Mensch sich die Welt anverwandelt zu einer Identität, deren Glück nicht die Wurzeln sind, sondern ein schwebendes Verflochtensein mit dieser Welt.

«Ein Text, der mit seiner wunderbar bildhaften, subtil ironischen Sprache die gemeinhin für selbstverständlich gehaltenen Grössen Herkunft und Abstammung in eine lyrische Schwebe versetzt.» Antje Ravik Strubel

Anna Ospelt
Bildrechte: Ayşe Yavaş

Anna Ospelt, geboren 1987 in Vaduz. Studium der Soziologie, Medien- und Erziehungswissenschaften in Basel. Sie publiziert Lyrik und Kurzgeschichten in Literaturmagazinen und Anthologien. Für «Wurzelstudien» erhielt sie u. a. ein Stipendium der Stiftung Kunst + Kultur im Rahmen des Deutschen Preises für Nature Writing und war für den Clemens-Brentano-Preis nominiert. Mit «Frühe Planzung» war sie für den Europäischen Literaturpreis EUPL 2023 nominiert. Anna Ospelt lebt in Vaduz.

«Anna Ospelts Blick in die Natur fokussiert aufs filigrane Detail und weitet wechselweise den Blick zum metaphorischen Horizont. Ihr Buch wird dem Titel gerecht. Ihre Studien versammeln Material für etwas Grösseres, womöglich einen Roman, der sich in diesem Buch andeutet.» Viceversa Literatur

«Sie kennt die Objektivität wissenschaftlicher Verfahren; entsprechend gewissenhaft, von vielen Seiten umkreist Anna Ospelt ihren Gegenstand: Herkunft und Abstammung, wörtlich genommen; Verwurzelung, das wundersame Treiben von Blüten und Blättern.» St. Galler Tagblatt

«Wurzelstudien ist ein schmaler Band über die Suche nach sich selbst, der eigenen Herkunft, dem Zusammenhang zwischen den Dingen, der Natur und dem Radikalen – schließlich kommt ‹Radikal› von ‹Radix›, das ist Latein und heißt, klar, ‹Wurzel›.» Fräulein Julia Kulturjournal

«Anna Ospelts literarischer Erstling «Wurzelstudien» ist eines der eigenwilligsten Bücher der letzten Zeit: poetisch flirrend zwischen Prosa, Essay, Lyrik sowie Text und Fotografie.» Republik

«Ein hochpolitisches wie literarisch sehr ästhetisches Werk.»  nd

«Spielerisch und anmutig führen die ‘Wurzelstudien’ vor, wie der Mensch sich die Welt anverwandelt zu einer Identität, deren Glück nicht die Wurzeln sind, sondern ein schwebendes Verflochtensein mit dieser Welt.» Kulturstiftung Liechtenstein

«Anna Ospelt hat mit ‘Wurzelstudien’ ein feinnerviges Prosadebüt vorgelegt. Es verknüpft Biologie und Sprache virtuos. Radikal poetisch.» Eva Bachmann, Saiten

«Es ist nicht einfach, dem roten Faden dieser assoziativen Textbausteine zu folgen, die sich bisweilen nur sprachspielerisch aus Anagrammen, dem Spiel mit Buchstaben, ergibt. Und doch üben diese mäandernden und sehr persönlichen Gedanken eine große Anziehungskraft aus, so dass man das kleine Buch nicht vor der letzten Seite aus der Hand legt.» Barbara von Korff-Schmising, Der Evangelische Buchberater

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