Der Boden unter den Füssen
Christoph Keller

Der Boden unter den Füssen

Eine Fantasie. Roman

160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ersch. August 2019
Ca. SFr. 29.–, 25.– €
978-3-85791-880-3

Schlagworte

Literatur
     

Lion, dem fast schon legendären Brückenbauer, ist eine Brücke eingestürzt. Das hat zwölf Leben gekostet, und auch wenn ihn keiner anklagt, einfach weitermachen will er nicht. Lieber unternimmt er ausgedehnte Wanderungen in seinem Garten, auf dass er sich selbst und auch unserer geschundenen Welt auf die Spur komme.

Und siehe, immer öfter erscheinen Menschen im Garten. Gleich zu Beginn ist da Andri, der schlitzohrige Nachbarjunge, der verkündet, seine Mutter sei verschwunden. Wo denn? Im Garten natürlich. Was aber will der Junge wirklich? Nun, Lion, immer schon ein bisschen in Andris Mutter verknallt, macht sich auf die Suche im Garten – und wundert sich schon bald nicht mehr, dass dieser mit jedem seiner Schritte grösser wird. Sogar dann, wenn er mit seiner Partnerin und Ökobestsellerautorin am Gartentisch Wein trinkt. Dabei gerät auch die Zeit immer mehr aus den Fugen und saugt Lion hinein in das wahre Wesen und das Wunder der Natur. Bis er glaubt, den Boden unter den Füssen wieder gefunden zu haben.

Poetisch und frech zugleich, witzig und elegant entwirft «Der Boden unter den Füssen» nicht eine weitere Dystopie, sondern erzählt von einer Utopie, die Natur und Mensch wieder vereint. Alles wird gut. Ganz sicher.

Christoph Keller

Christoph Keller, 1963 in St. Gallen geboren, ist der Autor zahlreicher preisgekrönter Romane, unter anderm Gulp (Benziger, 1988), Ich hätte das Land gern flach, (S.Fischer, 1996), für den er den Internationalen Bodensee-Preis erhalten hat, und Der Beste Tänzer, (S. Fischer, 2003) über sein Leben mit der progressiven Muskelerkrankung Spinale Muskelatrophie. Keller, der ausführlich über zeitgenössische russische Literatur geschrieben hat, publizierte die Essay-Sammlung Herumstreunende Bären unter dem Höllenhimmel (Edition Isele, 1999) und gab im Fischer Verlag zwei Anthologien russischer Erzählungen heraus. Sein Theaterstück Ballerina wurde 2004 anlässlich einer Woche, die seinem Schaffen gewidmet wurde, in Bregenz uraufgeführt. Darüber hinaus ist er zusammen mit Heinrich Kuhn Teil des Autorenteams Keller+Kuhn, das drei Romane veröffentlicht und zuletzt den Band Kürzesterzählungen Alles Übrige ergibt sich von selbst (Edition Literatur Ostschweiz, 2015) herausgegeben hat. Seine auf Englisch geschriebenen Erzählungen erschienen u.a. in Paris Review, Absinthe, Fail Better, The Means, Gobshite, Sand und Quadrant. 2015 erschien die englischsprachige Kurzprosa (mit Photographien) A Meaningful Life (with Bucket I–VIII), (Lumpish Press, North Carolina), die ins Bengalische übersetzt wurde. Im September 2017 erschien We’re On: A June Jordan Reader, das von ihnen herausgegebene June-Jordan-Lesebuch bei Alice James Books; es wurde von Publishers Weekly zu einem der besten Lyrikbücher von 2017 gekürt. Kellers Photographien, fester Teil seiner zuletzt erschienenen Bücher, wurden in New York in zwei Ausstellungen in der Galerie art101 gezeigt. 2016 sind der deutschsprachige Roman Das Steinauge & Galapagos (Edition Isele) sowie die englischsprachigen Erzählungen A Worrisome State of Bliss (Birutjatio Press) erschienen. Ab 2019 wird die von ihm betreute zweisprachige Bangla «American Poets Series» in Indien (Santiniketan, West Bengal) erscheinen. Die ersten Titel werden ausgewählte und neue amerikanische Lyrik in Bengali von June Jordan, Joan Larkin, Yesenia Montilla, Anne Marie Macari, Alicia Ostriker, Kimiko Hahn und Jean Valentine vorstellen. Die Kurzprosa A Meaningful Life 2.0 with Primal Matter erscheint im April 2018 auf Englisch und Bengali (Birutjatio Press) und Hip Hops. Poems about Beer (als Herausgeber) im Oktober 2018 und Russian Stories im April 2019 bei Everymans Library (A.A. Knopf).

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