Grand Hotel Excelsior
Meinrad Inglin

Grand Hotel Excelsior

Roman

Leinen bedruckt, ca. 288 Seiten
ersch. September 2026
Ca. SFr. 38.–, 38.– €
zur Zeit nicht lieferbar
978-3-03926-114-7

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Schlagworte

Literatur
     
Meinrad Inglins kühnster Roman

Als der alte Patron des Kurhotels Sigwart stirbt, übernimmt sein Sohn Eugen und baut es zum Grand Hotel Excelsior «am schönsten Ort der Welt» aus. Sein Bruder Peter ist gegen diese Verschandelung der Natur, unternimmt aber nichts, die ängstliche Schwester Johanna ist unentschlossen, leitet trotzdem die Wäscherei.
Im Grand Hotel machen Europas Adel und reiche Unternehmer Ferien und lassen sich ihre Langeweile mit luxuriösen Mahlzeiten und Kurorchester vertreiben. Inglin konzentriert sich ganz auf seine Figuren, vom Saucenkoch bis zum Etagenkellner, von der progressiven jungen Französin bis zum schwulen Baron mit Interesse am jungen Personal. Dabei leuchtet Inglin den Kontrast zwischen Luxus und Armut ebenso aus wie die Angestelltenhierarchie. Und ganz allmählich gerät das System aus den Fugen, bis die Scheinwelt im grandiosen Finale niederbrennt.
Inglins Roman liest sich als Metapher einer Gesellschaft, die an der Wohlstandsschere untergeht, ebenso wie als frühen ökologischen Roman über die Entfremdung des Menschen von der Natur.

Meinrad Inglin
© Keystone / Photopress Archiv

Meinrad Inglin

Meinrad Inglin (1893–1971) aus Schwyz zählt zu den bedeutendsten Schweizer Schriftstellern. Nach Abbruch einer Uhrmacher- und Kellnerausbildung sowie des Gymnasiums studiert er Literaturgeschichte und Psychologie in Genf und Neuenburg. Arbeit als Zeitungsredaktor und ab 1923 als freier Schriftsteller. Für sein Werk (vor allem Romane und Erzählungen, einzelne Aufsätze, Notizen und eine Komödie) wurde Inglin vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grossen Schillerpreis und dem Gottfried Keller-Preis.

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