Johann Schär
Dorffotograf, Gondiswil 1855–1938
gebunden, 1. Auflage, 176 Seiten, 144 Abb.
März 2017Johann Schär, genannt «Dängi Hannes», wurde 1855 in Gondiswil im Berner Oberaargau geboren, wo er in einer Bauernfamilie aufwuchs. Er selbst wurde nebst Landwirt Bannwart. Als Fotograf zu arbeiten, begann er wohl als Autodidakt: Er bestellte die nötigen Gerätschaften, Materialien und Chemikalien und richtete ein Labor ein. Von einem befreundeten Maler liess er sich Hintergründe malen, die er vor dem Haus für Personenaufnahmen aufspannen konnte. Der Bildschatz, den Schär schuf, umfasst, gegen 5000 Glasnegativplatten sowie ein paar Hundert Abzüge auf Papier und Ansichtskarten. Zwischen ungefähr 1900 und 1940 entstanden, geben die Fotografien nicht nur einen eindrücklichen Einblick in die Welt des bäuerlichen Lebens. Sie führen auch in faszinierender Detailtreue den Abbau von Braunkohle vor Augen, der grösstenteils im Tagbau ab Ende 1917 bis 1920 rund um Gondiswil betrieben wurde.
Pressestimmen
«Die Art und Weise, wie Schär Menschen in Szene zu setzen wusste, wie sie sich genussvoll der Selbstinszenierung hingaben, macht die Leidenschaft und offensichtliche Liebe des Mannes hinter der Kamera zu seinen Mitmenschen und seinem Metier spürbar. Den neu zu entdeckenden historischen Bilderkosmos sollte man sich nicht entgehen lassen.» fotointern.ch
«Das Werk von Johann Schär ist in seiner Qualität und Dichte für den Zeitraum Anfang des 20. Jahrhunderts in der Schweiz einzigartig.» Grosseltern Magazin
«Der vorliegende Auswahlband lehnt sich an alte Alben an und wird gestalterisch durch gerundete Ecken perfektioniert.» p.s. Zeitung
«‹So guet!›, dieses Cover, war meine erste Reaktion auf diesen schön gestalteten Band und es dauerte eine ganze Weile, bis ich meinen Blick wieder von dem Porträt auf dem Umschlag lösen konnte. Das Buch zeigt nicht nur, wie etwas einmal gewesen ist, sondern auch wie die Menschen sich damals dargestellt sehen wollten. Ein rundum gelungenes Zeitdokument.» Hans Durrer, Across Cultures
«Der schön gestaltete Bildband ist wie eine Zeitreise. Markus Schürpf hat die über zweihundert Fotoschachteln mit Umsicht und Kenntnis gesichtet und erschlossen.» Buchmedia Magazin
«Die Bilder erzeugen einen visuellen Sog, dem man sich kaum einziehen kann.» Fotogeschichte 145/2017
«Ein wunderbar gestalteter und hervorragend gedruckter Band aus der Feder des Berner Fotohistorikers Markus Schürpf lichtet den Schleier und porträtiert einen bislang kaum bekannten Schweizer Dorffotografen, der es verdient, einer grösseren Öffentlichkeit vorgestellt zu werden.» Fotogeschichte 145/2017
«Die Fotografien Schärs zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass sie Zeugnis von einer verschwundenen bäuerlichen Welt ablegen, sondern auch durch ihre hohe ästhetische und formale Qualität. Auch ohne lokalen oder persönlichen Bezug fühlt man sich von ihnen angesprochen. Nicht wenige der Bilder zaubern dem Betrachter ein Schmunzeln ins Gesicht.» Rundbrief Fotografie
«Neben den wertvollen Einblicken in die Lebenswelt eines Dorfes und seiner Bewohner eröffnet die Publiaktion auch die Möglichkeit, fotohistorische Entwicklungen abzulesen.» Rundbrief Fotografie
«Der Bildband ermöglicht es, bei den Bildern zu verharren, einzutauchen in diese Welt vor 100 Jahren, die so anders ist und unserer doch auch ähnelt - zumindest wenn es darum geht, sich zu inszenieren.» Berner Zeitschrift für Geschichte
