Soukous, Kathak und Bachata
Musik und Tanz aus Afrika, Asien und Lateinamerika in der Schweiz
Mit Fotografien von Driss Manchoube
gebunden, 14 s/w-Fotos, 1 CD , 280 Seiten
Oktober 2004ISBN 978-3-85791-468-3Indischer Tanz in Basel, Bachata-Clubs im Zürcher Langstrassenquartier, arabisch-schweizerische Fusionsprojekte zeitgenössischer Musik auf Tournee, Soirée africaine im Gemeindesaal, Secondos im Hiphop-Business: Eingewanderte MusikerInnen und TänzerInnen aus Afrika, Lateinamerika und Asien spielen im Kulturleben der Schweiz eine immer wichtigere Rolle. Sie bewegen sich ebenso wie ihre einheimischen Partner an den Schnittstellen unterschiedlicher Traditionen und Schulen, im Spannungsfeld zwischen einer lokalen Verankerung von kulturellem Schaffen und der globalen Vermarktung von Musik. Mit unterschiedlichen Zugängen nähern sich rund zwanzig Autoren und Autorinnen – JournalistInnen, MusikerInnen, Musikethnologen und ein Fotograf – diesen vertrauten und unvertrauten Klängen und Szenen, ihren Begegnungen, Misstönen und Fusionen. Eine CD macht Teile davon hörbar.
Pressestimmen
«Einem Buch den Titel ‹Soukous, Kathak und Bachata› zu geben, ist ganz schön gewagt - aber es klingt gut und macht neugierig. Die drei Begriffe stehen für die drei Erdteile, mit denen sich Kultur und Entwicklung, die Dokumentations- und Vermittlungsstelle für Kunst und Kultur aus Afrika, Asien und Lateinamerika, seit zwanzig Jahren beschäftigt. Die Kulturstelle wurde 1984 von den Hilfswerken Brot für alle, Fastenopfer, Heks, Swissaid und Terre des hommes gegründet und erhält zusätzliche Unterstützung von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) und der Pro Helvetia.
Das Buch dokumentiert die Arbeit der vergangenen Jahre, lässt MusikerInnen und TänzerInnen aus den drei Erdteilen, die es auf verschlungenen Wegen in die Schweiz verschlagen hat - erstaunlich oft war es die Liebe -, in Interviews zu Wort kommen. Das Einbürgerungstrauma wird aber auch immer wieder angesprochen, denn erst der Schweizer Pass legitimiert zur Teilnahme am öffentlichen politischen Leben. Die Gespräche mit den Kulturschaffenden, die Texte von Journalisten und Ethnologinnen vermitteln aus unterschiedlichen Perspektiven vertiefend oder beschreibend Einsichten, die oft etwas im Verborgenen liegen oder an denen man bisher achtlos vorbeigegangen ist.» WochenZeitung WoZ
«Dass Missverständnisse gelöst werden können, das zeigt die beigelegte CD eindrücklich. Sie enthält 15 Tracks und bildet damit die Vielfalt der in der Schweiz ansässigen ausländischen Musik ab. Darüber hinaus zeigt sie, was aus einem musikalischen Dialog entstehen kann: lebendige, schöne Musik.» Schweizer Musikzeitung
