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Max Frisch Chronologie seines Lebens Zusammengestellt von Walter Obschlager, Max-Frisch-Archiv, Zürich
Aus der Biografie in zwei Bänden von Urs Bircher: Vom langsamen Wachsen eines Zorns. Max Frisch 1911-1955 Urs Bircher: Mit Ausnahme der Freundschaft. Max Frisch 1956-1991 |
| 1911 | Geburt Max Frischs am 15. Mai in Zürich. Vater: Franz Bruno Frisch, Architekt und Liegenschaftenmakler. Mutter: Karolina Bettina Frisch, geb. Wildermuth. |
| 1924 | Realgymnasium Zürich. Finanzielle Schwierigkeiten der Eltern. |
| 1930 | Studium der Germanistik an der Universität Zürich. |
| 1932 | Tod des Vaters; Abbruch des Studiums. Freier Mitarbeiter bei der Neuen Zürcher Zeitung und der Zürcher Illustrierten. |
| 1933 | Reisen auf dem Balkan und in Südosteuropa, laufend finanziert durch veröffentlichte Reiseschilderungen. |
| 1934 | Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt, sein erster Roman, erscheint in der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart. |
| 1935 | Erste Reise nach Deutschland: Konfrontation mit der nationalsozialistischen Rassenideologie. |
| 1936 | Beginn eines Architekturstudiums an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). |
| 1937 | Antwort aus der Stille. Eine Erzählung aus den Bergen erscheint, wiederum bei der Deutschen Verlags-Anstalt. |
| 1938 | Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis der Stadt Zürich. |
| 1939 | Mit Kriegsbeginn aktiver Dienst als Kanonier; bis 1945 leistet er 650 Diensttage. |
| 1940 | Blätter aus dem Brotsack, das Tagebuch eines Soldaten, erscheint im Atlantis Verlag Zürich. Erwirbt das Diplom als Architekt während eines Urlaubs vom Militärdienst. |
| 1941 | Anstellung beim Architekten Prof. William Dunkel. Entwurf eines Einfamilienhauses für seinen Bruder in Zusammenarbeit mit Constance von Meyenburg. |
| 1942 | 1. Preis unter 82 Konkurrenten im Architekturwettbewerb für den Bau eines städtischen Freibades am Letzigraben in Zürich. Gründung eines eigenen Büros. Heirat mit Constance von Meyenburg. |
| 1943 | Im Atlantis Verlag Zürich erscheint J'adore ce qui me brûle oder Die Schwierigen. |
| 1945 | Bin oder Die Reise nach Peking erscheint. Am Schauspielhaus Zürich wird Nun singen sie wieder. Ein Schauspiel aus der Gegenwart uraufgeführt. Der Bau des Freibades Letzigraben wird endgültig genehmigt. |
| 1946 | Reisen nach Deutschland und Italien. Uraufführungen der Stücke Santa Cruz und Die Chinesische Mauer. |
| 1947 | Bekanntschaft mit Bertolt Brecht und erste Begegnung mit Peter Suhrkamp, seinem künftigen Verleger. Beginn des Letzibad-Baus. |
| 1948 | Reisen nach Berlin, Prag und Warschau. Teilnahme am »Congrès mondial des intellectuels pour la paix« in Wroclaw (Breslau) mit Le Corbusier, Picasso, Karl Barth, François Bondi u.a. |
| 1949 | Reisen nach Wien und Berlin. Das Letzibad wird eröffnet. |
| 1950 | Tagebuch 19461949 erscheint im neugegründeten Suhrkamp Verlag in Frankfurt. |
| 1951 | Uraufführung der Moritat Graf Öderland in Zürich. Einjähriger Aufenthalt als Stipendiat der Rockefeller Stiftung in den USA (New York, Chicago, San Francisco, Los Angeles und Mexiko). |
| 1953 | Der Bayrische Rundfunk sendet Frischs Hörspiele Herr Biedermann und die Brandstifter und Rip van Winkle. Vortrag vor Architekten in Zürich: Cum grano salis; Beginn einer öffentlichen Polemik zur Situation des modernen Städtebaus. |
| 1954 | Stiller erscheint. Frisch trennt sich von seiner Familie. |
| 1955 | Max Frisch, Lucius Burckhardt und Markus Kutter schlagen in ihrer Broschüre Achtung: die Schweiz vor, eine neue Stadt zu bauen. Schleussner-Schueller-Preis des Hessischen Rundfunks für Frischs Hörspiel Der Laie und die Architektur. Verkauf des Architekturbüros an den langjährigen Mitarbeiter Hannes Trösch. |
| 1956 | Teilnahme an der International Design Conference in Aspen (Colorado); Referat: Why don't we have the cities we need? Reise nach Mexiko. |
| 1957 | Homo faber erscheint. Reisen nach Griechenland und in die arabischen Staaten. |
| 1958 | Uraufführung des Theaterstücks Biedermann und die Brandstifter in Zürich. Bekanntschaft mit Ingeborg Bachmann. Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Literatur-Preis der Stadt Zürich. Charles-Veillon-Literaturpreis. |
| 1959 | Ehe mit Constance Frisch-von Meyenburg geschieden. |
| 1960 | Übersiedlung nach Rom. |
| 1961 | Andorra in Zürich, Frankfurt, München und Düsseldorf uraufgeführt. |
| 1963 | Mitglied der Jury beim Wettbewerb für einen Neubau des Schauspielhauses Zürich; Jörn Utzons Entwurf wird preisgekrönt, aber nicht realisiert. |
| 1964 | Mein Name sei Gantenbein erscheint. |
| 1965 | Man's Freedom-Prize der Stadt Jerusalem. Kehrt von Rom in die Schweiz zurück: nach Berzona im Tessiner Onsernonetal. |
| 1966 | Reise nach Moskau, Leningrad und Odessa. Vortrag vor kantonalen Fremdenpolizeichefs zum Thema »Überfremdung«. Tod der Mutter. Biografie: ein Spiel wird uraufgeführt. Reise in die Sowjetunion; Bekanntschaft mit Gerhard und Christa Wolf. Heirat mit Marianne Oellers. |
| 1969 | Reise nach Japan. |
| 1970 | Reise in die USA: Gast im Weissen Haus beim Sicherheitsberater des Präsidenten, Henry A. Kissinger |
| 1971 | Wilhelm Tell für die Schule erscheint. |
| 1972 | Tagebuch 19661971 erscheint. Wohnung in Berlin. |
| 1974 | Dienstbüchlein erscheint. Grosser Schiller-Preis der Schweizerischen Schillerstiftung. |
| 1975 | Montauk. Reise nach China. |
| 1976 | Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Gesammelte Werke in zeitlicher Folge erscheinen, herausgegeben von Hans Mayer und Walter Schmitz. |
| 1979 | Uraufführung von Triptychon. Drei szenische Bilder in Lausanne. Der Mensch erscheint im Holozän. Ehe mit Marianne Frisch-Oellers geschieden. |
| 1981 | Kauf eines Lofts in New York. Entwurf eines Wohnhauses für seinen Verleger Siegfried Unseld. Gründung des Max-Frisch-Archivs an der ETH Zürich. |
| 1982 | Blaubart. Ehrendoktor der City University New York. |
| 1983 | Max Frisch: Forderungen des Tages. Porträts, Skizzen, Reden 19431982, herausgegeben von Walter Schmitz. |
| 1984 | Wohnung in Zürich, Stadelhoferstr. 28. |
| 1986 | Neustadt-Literaturpreis der University of Oklahoma; Frisch stellt die Preissumme von 25'000 Dollar für den Bau einer Schule in Nicaragua zur Verfügung. |
| 1987 | Einladung zum von Mikhail Gorbatschow veranstalteten »Forum für eine atomwaffenfreie Welt und das Überleben der Menschheit« nach Moskau. Ehrendoktor der Technischen Universität Berlin |
| 1989 | Schweiz ohne Armee? Ein Palaver erscheint. Uraufführung von Jonas und sein Veteran in Lausanne und Zürich. Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf. |
| 1990 | Max Frisch: Schweiz als Heimat? Versuche über 50 Jahre, herausgegeben von Walter Obschlager. |
| 1991 | Am 4. April stirbt Max Frisch in seiner Wohnung in Zürich. |
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