Requiem für Tante Domenica
Plinio Martini

Requiem für Tante Domenica

Übersetzt von Trude Fein

168 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Februar 2002
SFr. 29.80, 29.80 € / eBook sFr. 19.80
sofort lieferbar
Titel der Originalausgabe: «Requiem per Zia Domenica»
978-3-85791-386-0

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Schlagworte

Tessin Literatur
     
Tante Domenica ist gestorben. Die bigotte alte Jungfer hatte mit dem Pfarrer zusammen über die Moral im Dorf gewacht. An ihrem Totenbett sitzt der angereiste Neffe. Jugenderinnerungen steigen hoch, und im Leichenzug begegnet er Giovanna, seiner ersten Liebe wieder. Aus den Erinnerungen zwischen Zorn und Zärtlichkeit ersteht ein eindrückliches, realistisches Bild des alten Val Bavona, entwickelt sich die Geschichte einer glücklich-unglücklichen Kindheit und Jugend im engen Tal, geprägt von Katholizismus und Tradition. Dann erhält Tante Domenica eine feierliche Totenmesse, wird zu Grab getragen, ein jeder wirft eine Handvoll Erde ins Grab und geht seiner Wege. Libera me, Domine!

«Natürlich konnte ihr merkwürdiges Erlebnis nicht ohne weitere Untersuchung hingenommen werden; sie wurde, was Marco betraf, von der spitzigen Nase Tante Domenicas, und was Giovanna betraf, vom Doppelkinn Leonildes ebenso entschieden wie diskret durchgeführt. Jede der beiden hässlichen Feen forschte angstvoll in der ihr anvertrauten Seele, mit verstohlenen Sondierungen und indirekten Andeutungen, was doch hätte passieren können – ein junger Bursch und ein Mädchen ganz allein beisammen, viele Stunden lang, zugegeben, unter dem Auge Gottes, aber doch fern von menschlichen Blicken …»
Plinio Martini
© Limmat Verlag

Plinio Martini

Plinio Martini, geboren 1923 in Cavergno, wuchs als Sohn eines Bäckers mit sieben Brüdern in ärmlichen Verhältnissen auf. Nach seiner obligatorischen Schulzeit besuchte Martini das Lehrerseminar in Locarno und unterrichtete anschliessend in Cavergno und später in Cevio. Martini heiratete und wurde Vater von drei Kindern. In den 60er Jahren erkrankte er erstmals an einem Hirntumor, an welchem er nach jahrelangem Leiden 1979 im Alter von 56 Jahren erlag. Erste Erzählungen konnte Martini Anfang der 1950er Jahre im «Giornale del popolo» veröffentlichen. 1951 und 1953 erschienen die Gedichtbände «Paese così» und «Diario forse d'amore». 1970 folgte sein erster Roman «Il fondo del sacco», der vier Jahre später in der deutschen Übersetzung unter dem Titel «Nicht Anfang und nicht Ende» erschien. Sein zweiter Roman «Requiem für Tante Domenica» erschien 1975 in deutscher Sprache. In seinem Werk hat Martini die klischierten Tessinbilder revidiert. Er gehört längst zu den Klassikern der Tessiner Literatur.

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Neue Luzerner Zeitung, 4. Juni 2002
Tessiner Zeitung, 4. / 5. Juli 2002
20 minuten, 9. Juli 2002
Prättigauer und Herrschäftler, 31. Juli 2002

«Bilder, konzentriert und einprägsam, Bilder, die einem nicht mehr loslassen...» Tessiner Zeitung

«Die Schilderungen sind voller Farben und trotz kritischer Härte des Blicks des Autors voll menschlicher Wärme. Der schmale Band ist ein Klassiker der Tessiner Literatur» Neue Luzerner Zeitung

«Seine Romane sind Denkmäler einer Lebensweise und eines Lebensgefühls, das wohl bald niemand mehr verkörpern wird.» Vaterland

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