Geschichte der Liebe und des Liebäugelns
Niklaus Meienberg

Geschichte der Liebe und des Liebäugelns

128 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 25 Abb. // Für vom Autor signierte Exemplare wenden Sie sich bitte an den Verlag.
Januar 1993
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978-3-85791-210-8

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Lyrik Restexemplare
     
Niklaus Meienberg findet sich beneidenswert leicht zurecht in der gefährlichen Liaison von Liebe & Lyrik. Keine Selbstverständlichkeit in einer Sparte, wo viele nur noch wissen, wie man nicht schreiben darf, wo manches bereits gesagt worden ist, das sich trefflicher nicht sagen lässt.

Das lyrische Ich – hin- und hergeschüttelt zwar, wie es sich gehört – hält die Balance zwischen aktiven und kontemplativen Elementen, zwischen berserkerhaftem Liebeswüterich und melancholischem Schattenbewohner. Das Spiel mit poetischen Formen und Motiven, mit Gestalten und Figuren gleitet nie in Sprachverliebtheit und Drolerie ab. Der Autor lässt die mehr der Renaissance und Frankreich als der deutschen Poesie verpflichteten Vorbilder und Traditionen seiner Gedichte selber zu Wort kommen.

In seinen Gedichten verlieren die Liebenden trotz der Abenteuerlichkeit ihres Liebeslebens selten den Bezug zum anderen täglichen Treiben.

Diese unverkrampfte Liebeslyrik, entdeckungslustig, vielschichtig und beweglich, ist die beste Antwort auf festgefahrene Meinungen, die in Meienberg noch immer nur den journalistischen Pamphletisten erkennen wollen.
Niklaus Meienberg
© Roland Gretler

Niklaus Meienberg

Niklaus Meienberg (1940–1993), Historiker, Schriftsteller und Journalist. Er erfand die Reportage neu und dichtete ungeniert mit dem überlieferten Material europäischer Lyrik. Mit seinen Texten zur Zeitgeschichte war er ein grosser Streiter, dessen «Sprachgewalt» auch seine Feinde bewunderten. Wie kein zweiter hat sich Niklaus Meienberg der Öffentlichkeit ausgesetzt, seine ganze Person hat er in seine Texte eingebracht, und mit seiner ganzen Person ist er für sie eingestanden.

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«Meienbergs ‹Bösäugeln› ist ein Volltreffer, sprachlich und typographisch. Ein Orden für den Autor!» Süddeutsche Zeitung

«Meienbergs Liebesgedichte lassen Übermut und poetische Disziplin erkennen, Kühnheit der Bilder und Präzision des Ausdrucks, neu aber ist das Wagnis, Lust, Kränkung und Spott in einer höchst melodischen Sprache zu bändigen.» Erich Hackl, Die Presse, Wien

«Bilder aus dem prallen, wilden Dichterleben, so recht gemacht, des Spiessers Neid herauszufordern auf so viel stete, wilde Sinnlichkeit.» Die Weltwoche

«Das ist ein schönes Buch. Ein barockes Buch.» WochenZeitung WoZ

«Es sind Gefühls- und Sprachexperimente eines Schriftstellers, der gerade in der brüchig-problematischen Form des Gedichts am deutlichsten zu verstehen geben kann, wieviel Kreativität, poetisches Flair, weltläufige Spiritualität und seelische Verletzlichkeit hinter der harten Schale aus Polemik, Aggressivität und Bürgerschreckallüre letztendlich verborgen ist.» Der Bund

«Beim Liebeslyriker Niklaus Meienberg reimt sich mehr als Herz und Schmerz. Seine«Geschichte der Liebe und des Liebäugelns»ist wild, ausschweifend und kenntnisreich. (…)Witz, Ironie und Humor begleiten den holprigen wie den ziselierten, den gereimten wie den frei schweifenden Vers. Sie sind dem Bären, auch dem brünstigen, natürliches Element. (…) Man wird sich als Buchliebhaber aus Prinzip zuerst einmal ganz naiv freuen dürfen. Da haben sich Autor, Verlag, Grafiker mächtig ins Zeug gelegt, um diese Gedichte und die dazugehörigen Fotografien so zu präsentieren, dass man das Ding gerne in die Hand nimmt: Elegant gemeisterte Probleme der äusseren Form. (…) Zu Lyrik sublimierte, in Lyrik verwandelte Schreie – und weil der Autor Niklaus Meienberg heisst, gehört zum Sublimen das Korrelat: pfundiges Wuchern mit der Sprache Sinnlichkeiten. (…)Der Meienberg als Lyriker – das ist vor allem ein Anarchist. Nichts, das ihm heilig wäre. Doch kombiniert er Gesetzlosigkeit, Herrschaftsnegierung mit Lust am Vers und also an der Form, ist vom Spiel mit Wort, Bild und Bedeutung fasziniert.» Tages-Anzeiger

«Meienberg ist kein gewöhnlicher Dichter, vielmehr ein später Erbe des Manierismus und des Barocks. Wie die alten Dichter schlägt er keine lyrische Gattung und keine emblematische Form aus, sondern hebt sie auf in einer ausschweifenden, sprühenden Sinnlichkeit. (…) Kaum einer reimt so virtuos aus dem helvetischen Volksvermögen, travestiert und parodiert so frech lyrische Vorbilder, klaut so unverfroren von ihnen und versetzt sie so listig mit zeitgemässen Sprachfloskeln.» Luzerner Zeitung

«Niklaus Meienbergs ‹Geschichte der Liebe und des Liebäugelns› besticht durch sein Raffinement und einen unbestreitbaren Variationsreichtum.» Solothurner Zeitung

«Niklaus Meienberg und Lyrik? Ist das nicht wie eine Faust aufs Auge? Weit gefehlt!» Der Zürcher Oberländer

«Gott sei Dank schrieb Meienberg kein selbstverliebtes Klönibuch.» Cash

«Dieser lockere, rasselnde, bald fröhliche, bald wehmütige Meienbergsche Barock erzeugt, auf der Basis der Lauretanischen Litanei und gebrochen durch Baudelaire, so unbekümmerte und ingeniöse Liebesgedichte wie ‹Susannae meae laudes›.» Neue Zürcher Zeitung

«Auf jeden Fall schreckt dieser Dichter vor nichts zurück.» Bündner Zeitung

«Niklaus Meienberg, das heisst vorerst einmal Lesevergnügen. Wie er daherpoltert, wie er einteilt und austeilt …» Basler Zeitung

«Meienbergs Rückzug hat nicht stattgefunden mit diesem Band Liebeslyrik, denn in fast jedem Gedicht steckt eine Bosheit hinter der Liebesbotschaft, ein Aufruf zum Streit neben dem Wunsch nach Harmonie, ein Eingriff in die Literaturgeschichte mit Umwertungsvorschlägen neben bewundernswerten Entdeckungen. (…) Unternehmungslustige, neugierige Leser kommen auf ihre Kosten, nicht zuletzt bei der Tätigkeit, zu der Niklaus Meienberg den Leser am Ende seines Schlussworts auffordert: nämlich zu versuchen herauszubekommen, welche Gedichte nicht von ihm selbst stammen.» Südkurier, Konstanz

«Die Worte tosen, kosen, grollen, der Dichter lacht und seufzt und schluckt, die Seiten flü stern, hauchen, zischen … Ob melancholisch oder bissig, voll Ekstase oder zart: Es lebt, das Werk, von vorn bis hinten!» Beobachter

«Das polemische Urvieh Meienberg auf Freiersfüssen produziert Texte zwischen Balzerei, Ekstase und Abschiedsschmerz. Sehr persönlich, sehr poetisch.» Coop-Zeitung
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