Auf der Suche nach dem verlorenen Schnee
Leo Tuor

Auf der Suche nach dem verlorenen Schnee

Erzählungen und Essays

Übersetzt von Claudio Spescha, Flurin Spescha, Christina Tuor-Kurth, Elisabeth Peyer, Renzo Caduff, Michel Decurtins / Umschlagbild von Cécile Wick

224 Seiten, Leinen
März 2016
SFr. 34.50, 34.50 € / eBook sFr. 28.–
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978-3-85791-802-5

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Literarisches Echo aus den Bergen

Nicht nur seine Romane spielen in den Bergen, mit dem Leben in den Bergen hat sich Leo Tuor immer auch in anderen Textformen auseinandergesetzt.

Seine Berge, das ist die Surselva, wo Leo Tuor lebt. Das ist der Rhein, oder besser: sind die Rheine, denn am Anfang sind es zwei. Das sind die Alp, der Winter, die Lawine. Die Lawine, die einst Verhängnis war und jetzt zur Quelle von Subventionen und Medienereignissen geworden ist. Der Gletscher, der zum See geworden ist. Er schreibt über die Bergler, deren Element mehr der Stein ist als das Wasser, die entweder schweigen oder schwatzhaft sind wie Tassen. Er schreibt über ihr Leben mit Geistern, Heiligen und Tieren, über das Schwein im Pferch, die Kühe, die Schafe auf der Alp und den Hund, den Wolf, über das Wild und deren ausgekochten Schädel an der Stallwand der Jäger. Er schreibt über die Touristen, die die Landschaft fotografieren und dem Jäger böse Blicke zuwerfen, wenn er mit der Flinte unterwegs ist.

Leo Tuors Texte sind immer prägnant und von erfrischendem Humor, einzelne wie «Vom Schafe hüten» sind bereits Kult und in mehrere Sprachen übersetzt worden.

Leo Tuor
© Ayse Yavas

Leo Tuor

Leo Tuor, geboren 1959, wuchs in Rabius und Disentis auf, wo er die Schule im Benediktiner-Kloster besuchte und 1979 mit der Matura B abschloss. Anschliessend studierte er Philosophie, Geschichte und Literatur in Zürich, Fribourg und Berlin. Während des Studiums war er Redaktor der streitbaren rätoromanischen Zeitschrift «la Talina».

Leo Tuor schreibt Erzählungen, Essays, Kolumnen, Kurzgeschichten und Beiträge für Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Daneben arbeitet er für Radio und Fernsehen. Viele Jahre verbrachte er den Sommer als Schafhirt auf der Greina und den Herbst als Jäger auf Carpet. Als sein Hauptwerk kann die Surselver Trilogie Giacumbert Nau (1988), Onna Maria Tumera (2002), Settembrini (2006) bezeichnet werden.

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Claudio Spescha

Claudio Spescha

Claudio Spescha, geboren 1971 in Chur, studierte Romanistik in Zürich und Montpellier, lebt in Zürich und arbeitet als Bundeshauskorrespondent von Radiotelevisiun Svizra Rumantscha RTR. Er war Mitorganisator der Dis da litteratura a Domat, der rätoromanischen Literaturtage in Domat/Ems. Literarische Übersetzungen für Leo Tuor und Gion Mathias Cavelty. Claudio Spescha ist Mitglied im Stiftungsrat der Schweizerischen Schillerstiftung.

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Flurin Spescha

Flurin Spescha

1958 bis 2000, geboren in Domat/Ems (Graubünden), wo er zweisprachig aufgewachsen ist. Nach 1978 lebte er längere Zeit in den USA und Kanada. Ausgedehnte Reisen nach Frankreich, Italien und Israel. Nach der Rückkehr in die Schweiz studierte er Romanistik und Literaturkritik an der Universität Zürich. Daneben war er Schriftsteller und Journalist, Lehrer und Taxifahrer.

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Inhalt

Texte, die auf Rätoromanisch noch nie erschienen sind, sind in diesem Band in beiden Sprachen abgedruckt. Die Texte wurden vom Autor durchgesehen und leicht überarbeitet.

Das eBook enthält diese rätoromanischen Versionen nicht.

 

Die Geburt der Geschichten

Surselva. Streiflichter

Die Wäscherin und die Mulde

Da l’autra vart dallas petgas la val
Jenseits der Säulen das Tal

Grossmutters liebstes Tier

Vom Rhein

Sur digl ir vida nuorsas
Über das Schafhüten

Der Sonnenuntergang

Am Tisch der Götter

Über den Winter

La Svizra de fèrias
Ferienschweiz

Stein und Wasser

Die verschwundene Bibliothek

A Rousseau
An Rousseau

Il Gioder e la gronda litteratura
Der Gioder und die grosse Literatur

Über die Nacht. Ein literarischer Teppich

Suppe, Huhn und Zauberzahl

Wann Was Wo
30. Juli 16
10:45 Uhr
Landschaft lesen IV
Literaturwanderung mit Leo Tuor
Hexperimente - Die Bühne in Avers
1.9.2016 - 3.9.2016 Sigls da lingua: Poetiken literarischer Mehrsprachigkeit in Graubünden
Öffentliche Tagung mit Vorträgen und Lesungen
Hotel Waldhaus
7514 Sils-Maria
01. Okt. 16
19:00 Uhr
Lesung mit Leo Tuor BSINTI
8784 Braunwald
 
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