Die Befreiung der Schweiz
Christian Müller, Daniel Straub

Die Befreiung der Schweiz

Über das bedingungslose Grundeinkommen

120 Seiten, 11 x 17 cm, Broschur,
3. Auflage 2016
Februar 2012
SFr. 18.–, 18.– € / eBook sFr. 14.95
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978-3-85791-673-1

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Finnland tut es, die Schweiz stimmt ab
Es ist eine ganz einfache Idee: Jede Bürgerin und jeder Bürger erhält bedingungslos 2500 Franken pro Monat. Dieses Buch verwandelt die Utopie Grundeinkommen in einen konkreten Zukunftsentwurf für die Schweiz. Es erklärt in den Grundzügen die Idee, die Mechanismen und die möglichen Auswirkungen des Grundeinkommens und setzt sich mit den Einwänden auseinander. Für die einen steht dabei die Emanzipation des Individuums im Vordergrund. Andere sehen im Grundeinkommen ein Mittel, um Armut zu bekämpfen und das Sozialwesen effizienter zu organisieren. Eine weitere Gruppe wünscht sich ein modernes Steuersystem mit Konsumsteuer und sieht das Grundeinkommen darin als logischen Steuerfreibetrag. Eine unabhängige Gruppierung, der die beiden Autoren angehören, hat sich zum Ziel gesetzt, das bedingungslose Grundeinkommen in der Schweiz einzuführen. Sie wird dazu eine eidgenössische Volksinitiative lancieren.

Mit Gesprächen über das Grundeinkommen mit Endo Anaconda, Ina Praetorius, Peter A. Fischer, Gudrun Sander, Rosmarie Zapfl, Klaus W. Wellershoff, Peter von Matt

Christian Müller
© Yvonne Böhler

Christian Müller

Christian Müller, geboren 1981, verbrachte seine Jugend hauptsächlich in der Pfadi. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Basel und versuchte sich als Journalist. Aktuell arbeitet er am Aufbau einer Gemüsekooperative in Zürich mit. Daniel Straub, geboren 1967, hat in Luzern Wirtschaft, in Kalifornien Politik und in Bern Psychologie studiert. Er war unter anderem bei IBM tätig, hat als IKRK-Delegierter gearbeitet und eine Montessori Schule geleitet. Im Nebenamt ist er Flohmarkthändler.

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Daniel Straub
© Yvonne Böhler

Daniel Straub

Daniel Straub, geboren 1967, hat in Luzern Wirtschaft, in Kalifornien Politik und in Bern Psychologie studiert. Er war unter anderem bei IBM tätig, hat als IKRK-Delegierter gearbeitet und eine Montessori Schule geleitet. Im Nebenamt ist er Flohmarkthändler.

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1. Die Idee

Gespräch N° 1 – Endo Anaconda

2. Das Recht auf Arbeit

Gespräch N° 2 – Ina Praetorius

3. Das Vorbild AHV

Gespräch N° 3 – Peter A. Fischer

4. Die Finanzierung

Gespräch N° 4 – Gudrun Sander

5. Die Verlockung der Hängematte

Gespräch N° 5 – Rosmarie Zapfl

6. Die Folgen für die Wirtschaft

Gespräch N° 6 – Kl aus W. Wellershoff

7. Die Facetten der Debatte

Gespräch N° 7 – Peter von Matt

8. Es ist immer zu früh

Die Idee

Die Idee

Im Jahr 2050 trägt jeder Mensch in der Schweiz eine grosse Verantwortung: Da seine Existenz bedingungslos gesichert ist, entscheidet jeder Mensch, wie er seine Fähigkeiten nutzen und welchen Beitrag er oder sie in die Gemeinschaft einbringen will. Dies ist möglich, da die Bürgerinnen und Bürger sich gegenseitig bedingungslos ein Minimum an Geld zugestehen, mit dem man in Würde leben kann. Sie tun das, weil jeder einzelne am besten weiss, wo sein Platz ist und welche Dinge ihm liegen.

Die Schweiz im Jahre 2050

Freiheit ist ein Teil der Schweizer Tradition. Durch das bedingungslose Grundeinkommen hat im Jahre 2050 in der Schweiz jeder Mensch die Möglichkeit, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten.

Das Schweizer Freiheitsgefühl findet man bereits im Wilhelm-Tell-Mythos. Der Freiheitskämpfer weiger8 te sich vor einigen hundert Jahren, den Hut des habsburgischen Landvogts Gessler zu grüssen. Es war ein Akt der Selbstbestimmung und ein Protest gegen Erniedrigung und Unterdrückung. Seinem Vorbild folgend, hat sich die Schweizer Bevölkerung in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts entschieden, einen unzeitgemässen Arbeitszwang zu überwinden.

Im Jahr 2050 müssen sich die Menschen in diesem Land nicht mehr unzumutbar anpassen und verbiegen für den Arbeitsmarkt. Die Leute sind nicht mehr gezwungen, aus Existenzangst «den Hut zu grüssen». Das Schweizer Bürgertum hat sich gegen die herrschaftliche Willkür gewehrt und mit der Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens ein Stück Freiheit erobert: Damit hat ein urschweizerischer Instinkt seine aktuelle Form gefunden.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts geschah dieser gesellschaftliche Aufbruch in der Überzeugung, dass Lebensqualität entsteht, wenn Menschen ihrem Herzen folgen können. Existenzängste standen dieser Möglichkeit früher oft im Weg. Dies war absurd und inakzeptabel in einer Zeit, in der die Schweizer Volkswirtschaft über so viele Güter und Dienstleistungen verfügte. So ist es die grosse Leistung der Bevölkerung in der Schweiz, das unzeitgemässe Mangelgefühl damals überwunden zu haben. Die Befreiung bestand darin, die Errungenschaften einer hoch produktiven und automatisierten Wirtschaft zu nutzen.

Ein Kulturimpuls als Auslöser

Diese Entwicklung von damals hat die Schweiz zu einem der modernsten Länder der Welt gemacht. Als das Grundeinkommen eingeführt wurde, gab dies einen Impuls, der in viele Bereiche der Gesellschaft gewirkt hatte: Es wurden viele Start-up-Firmen gegründet, die Motivation der Studierenden ist gestiegen, da mehr junge Leute Fächer wählten, die sie wirklich interessierten, alte Menschen erhalten seither mehr Zuwendung, die Burnout-Rate ist gesunken, da immer mehr Menschen im richtigen Moment eine Auszeit nehmen, einige Leute versuchten sich als Künstler, um dabei herauszufinden, dass ihre Berufung doch eine andere war, mehr Menschen engagierten sich in der kommunalen Politik, die Wirtschaft ist seither flexibler, weil das Grundeinkommen die Basis für neue Arbeitsformen legte, die Arbeitszufriedenheit stieg stetig an, weil immer mehr Menschen eine Arbeit wählten, die ihnen Sinn gibt, zahlreiche Eltern begannen, sich mehr Zeit für ihre Kinder zu nehmen. Zudem: Im Jahr 2050 wollen die meisten Menschen nicht vom Existenzminimum leben und gehen deshalb einer Erwerbsarbeit nach.

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magnet 3, März 2012
Tages-Anzeiger, 16. März 2012
saldo Nr. 5, 14. März 2012
Basic Income Earth Network – Switzerland, 4. April 2012
kulturplatz, SF 1 11. April 2012
Tessiner Zeitung, 14. April 2012
Taxi Nr. 93, April 2012
ProgrammZeitung, April 2012
Arena SF 1, 28. April 2012
der arbeitsmarkt, 16. Mai 2012
der arbeitsmarkt, 16. Mai 2012
Gegenwart Nr. 3/2012

«Sind 2500 Franken pro Monat für jeden mehr als eine schöne Utopie? Ja, sagen die Verfasser einer kleinen, aber edlen Schrift im Zürcher Limmat Verlag.» Tages-Anzeiger

«Den Anhängern des bedingungslosen Grundeinkommens bleiben gute Argumente: Ein grosser Teil der produktiven Arbeit (Haushalt, private Kinderbetreuung, Freiwilligenarbeit) würde vergleichbar zur Lohnarbeit entlöhnt. Und so überaus produktiv scheint die heutige Gesellschaft auch wieder nicht, wenn sie – wie aktuell in Südeuropa – jedem zweiten Jugendlichen keine Arbeit gibt. Und inzwischen eine breite Mittelschicht mit Armut bedroht.» Tages-Anzeiger

«Die Autoren legen plausibel dar, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen letztlich die Antwort auf den derzeit sich vollziehenden sozioökonomischen Wandel vor allem in der Arbeitswelt sein müsse. Die Idee treffe vor allem deshalb auf große Vorbehalte, weil sie ein neues Verständnis von Arbeit, Leistung und Einkommen erfordere.» Portal für Politikwissenschaft

«Eine Grundeinkommen-Fibel. Das Büchlein enthält gut verständlich die Kerngedanken dieses Ansatzes [des Ansatzes vom bedingungslosen Grundeinkommen].» Gegenwart

kulturplatz, SRF 1, 11. April 2012:

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