China brennt
Bildberichte 1931–1939
Herausgegeben von Peter Pfrunder
gebunden, 1. Auflage, davon 141 Fotografien und Vintage Prints duplex, 16 Archivkarten mit Kontaktabzügen und 16 Leporelloseiten fünffarbig, 21 Dokumente, 256 Seiten
September 2018Der Schweizer Walter Bosshard hat den modernen Fotojournalismus mitgeprägt. Um 1930, als neu gestaltete illustrierte Zeitschriften beispiellose Erfolge feierten, war er an vorderster Front dabei. Seine Bildberichte erreichten ein Millionenpublikum und machten ihn zu einem international gefragten Starreporter.
Ab 1931 konzentrierte sich Bosshard auf China, 1933 liess er sich in Beijing nieder. Er ahnte, dass dem Reich der Mitte tief greifende Umwälzungen bevorstanden. Fotografierend und schreibend verfolgte er den verheerenden Krieg mit Japan und den Machtkampf zwischen Nationalisten und Kommunisten, er widmete sich aber auch dem Alltag und dem Leben auf der Strasse. 1938 erreichte er als erster Europäer die Lösshöhlen von Yan’an, wo Mao und die Rote Armee ihre Kräfte sammelten. Mit seiner Reportage gewann Bosshard den Wettlauf der Medien – unter anderem vor Robert Capa, seinem Freund und Rivalen.
Peter Pfrunder hat sowohl das Negativarchiv der Fotostiftung Schweiz als auch die Bildbestände im Archiv für Zeitgeschichte (ETH Zürich) neu ausgewertet. In internationalen Pressearchiven sind viele vermisste Fotografien zum Vorschein gekommen, die hier zum ersten Mal veröffentlicht werden.
Bosshards fotojournalistisches Vermächtnis ist eine einzigartige, packende und anschauliche Quelle, um in jenes chinesische Jahrzehnt einzutauchen, das unsere Welt so folgenschwer verändert hat.

Bildrechte: Martin Stollenwerk
Pressestimmen
«Walter Bosshard fotografierte China im Umbruch. Seine Bilder bergen bis heute politische Sprengkraft.» Tages-Anzeiger
«Bosshards multiperspektivisches fotografisches Werk lädt zu einer differenzierten Wahrnehmung der chinesischen Geschichte ein.» NZZ
«Bosshard gehört zu den Pionieren des Fotojournalismus. Er bemächtigte sich des Mediums Kamera, als ob er mit ihr in der Hand geboren worden wäre. (...) Bosshards Bilder sind kaum ideologisch unterfüttert. Selbst wenn er verwundete Soldaten oder junge Guerillakämpfer fotografiert, bleibt sein Blick nüchtern, die Lust am Pathos gewinnt nie die Oberhand über die menschliche Anteilnahme.» NZZ
«Bosshards Bilder legen nicht nur Zeugnis ab für einen grossen Fotografen, sondern zeigen auch den unschätzbaren dokumentarischen Wert der Fotografie.» Magazin Konfuzius
«Die Bilder begeistern nicht allein wegen der Begegnung mit einer der grössten Persönlichkeiten der Fotogeschichte. Sondern sie begeistern auch, weil sie zeigen, was die Fotografie in ihrer Top-Form sein kann» Journal21.ch
«Als erster Journalist war Bosshard beim aufstrebenden Mao wie auch bei seinen Gegenspielern, er dokumentierte die Schönheiten der Mongolei und die Massaker in Hankou. Buch und Ausstellung zeigen dies eindrücklich.» Schweiz am Wochenende
«Ein beeindruckender Titel und eine zutreffende Bezeichnung für die politisch und militärisch tief unruhigen 1930er Jahre in China.» StuDeO
