Demokratische Momente
gebunden, 1. Auflage, 45 Fotografien und Abbildungen, 296 Seiten
Juni 2017Das Selbstverständnis einer Gesellschaft, einer Kultur entsteht über das, was erinnert und erzählt wird. Entscheidend aber ist: Was erzählt gehört. Das Erzählprojekt «Liechtenstein erzählen» gibt Einblick in die Lebenswirklichkeiten, die weder in Zeitungen, Reden, Statistiken, Umfragen vorkommen; zeigen Hoffnungen, Gefühle, Wünsche, Enttäuschungen, Familiengeschichten und persönliche Erfahrungen. Jeder der fünf Bände ist einer Erzählsituation gewidmet. In Band 1 geht es um «demokratische Momente», die Demonstration zum Frauenstimmrecht am 5. März 1971 und die EWR-Abstimmung vom 28. Oktober 1992. Aus Gesprächen mit Gewährsleuten destillieren die Autoren authentische Erzählungen nahe an der gesprochenen Realität. Fotografien aus Archiven und Privatbeständen ergänzen das Orale. Im Anhang finden sich Dokumente und lexikalische Kurzberichte zum jeweiligen Ereignis. Die Erzählungen werden wissenschaftlich begleitet und unter der Leitfrage analysiert, wie sich ‹die Legende› von Liechtenstein zwischen Fürstentum und Demokratiebewegung im 21. Jahrhundert konstituiert.

Bildrechte: Limmat Verlag
Pressestimmen
«Geschichte wird plastisch. Und das, finde ich, ist das Beste was überhaupt passieren kann. Ob Sie jetzt Monarchist oder Monarchistin sind und Demokratie nicht so gut finden oder sich eine Republik herbeisehnen oder die Dualität eigentlich ganz okay finden, lesen Sie dieses Buch. Bitte. Es ist wirklich sehr gut.» Vaterland
«Es ist ein spannendes, mitreissendes, teilweise schmerzhaftes Buch; es ist aber auch ein Buch, das daran erinnert, wie stark Menschen sein können und dass sie auch etwas verändern können, wenn sie sich selbstbewusst ihrer eigenen Geschichte erinnern.» kulturzeitschrift.at
«‹Demokratische Momente› ist ein Buch, das man vor allem jungen Menschen in Liechtenstein in die Hand drücken sollte. Es erzählt auch deren Geschichte. Noch erzählen die Menschen mehr darüber, wie arm sie noch vor 50 Jahren waren, das mag ihre Verherrlichung des Wohlstands erklären – aber dass es anderes gibt, was Lebensqualität ist, davon erzählen diese 20 Frauen und Männer.» kulturzeitschrift.at
