Der alte Zauberer
Das erzählerische Werk II 1930–1933
Halbleinen. Leinen, 432 Seiten, als text- und seitenidentisches Taschenbuch beim Unionsverlag lieferbar
vergriffen
Januar 1992ISBN 978-3-85791-204-7Die Jahre 1930 bis 1933, in denen die Erzählungen des vorliegenden Bandes entstanden sind, bedeuten für Glausers Leben die Zeit der Entscheidung. Nach dem Besuch einer Gartenbauschule beschliesst Glauser endgültig, eine Existenz als freier Schriftsteller zu wagen.
Anfangs dominieren dabei die Rückschläge: Seinen 1930 beendeten Roman Gourrama kann er, trotz Überarbeitung, nicht veröffentlichen; der Versuch, sich in Paris als Journalist und freier Autor zu etablieren, endet in einem Drogenfiasko, an das sich Gefängnishaft und psychiatrische Internierung anschliessen.
Dennoch findet Glauser erstmals nachhaltige Anerkennung: Die Lebensberichte, die im Schweizer Spiegel erscheinen, finden positives Echo und wecken bei anderen Zeitschriften das Interesse an ihm; von nun an kann er jeden seiner Texte ohne Schwierigkeiten publizieren. Anfang 1933 erfindet Glauser zudem seinen Jakob Studer, der in der Erzählung Der alte Zauberer erstmals auftritt. Das Kriminalroman-Genre regt ihn in der Folge zu einer ganzen Reihe von Geschichten an. Im Herbst 1933 erfährt seine Produktivität durch die Liebe zu Berthe Bendel zusätzlich Auftrieb. Der Plan, mit ihr nach Frankreich zu gehen, scheitert jedoch am Widerstand der Psychiater. So blickt Glauser Ende 1933 – trotz literarischem Erfolg – neuerlich unbegrenzter Internierung entgegen.

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