Mattos Puppentheater
Das erzählerische Werk I 1915–1929
Leinen, 448 Seiten, als text- und seitenidentisches Taschenbuch beim Unionsverlag lieferbar
vergriffen
Januar 1992Als Friedrich Glauser 1936 durch die Veröffentlichung des Wachmeister Studer bekannt wurde, lagen bereits mehr als zwei Jahrzehnte des Schreibens und Publizierens hinter ihm. Debütiert hatte er 1915 mit französisch geschriebenen Erzählungen und Essays, die in einer Genfer Wochenzeitung erschienen. Ein Jahr später hatte er gar eine eigene Zeitschrift gegründet, die es auf drei Nummern brachte. Gleichzeitig begann er auf Deutsch zu schreiben und fand mit seinen Erzählungen Zugang zu renommierten Deutschschweizer Blättern.
Glausers schriftstellerische Anfänge lagen bislang weitgehend im Dunkeln. Sie werden hier erstmals vollständig dokumentiert. Sichtbar wird dabei eine in vielem überraschende Entwicklung, die das bisherige Bild Glausers verändern wird. So offenbaren seine frühen expressionistischen Texte interessante psychologische und werkgeschichtliche Zusammenhänge. Deutlich wird auch, welch nachhaltige Wirkung die existenziellen Erfahrungen der Fremdenlegionszeit auf Glausers Erzählhaltung und Stil ausübten. Nachvollziehbar wird schliesslich, warum Glauser in den Erzählungen das Zentrum seines Schaffens sah: Allein vom Umfang übertrifft das Prosawerk die Romane um mehr als das doppelte. Der vorliegende Band eröffnet eine vierbändige Gesamtedition dieses bislang vernachlässigten Oevres.

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