Es ist kalt in Brandenburg
Ein Hitler-Attentat
gebunden, 2. Auflage, 28 Fotos und Dokumente, 192 Seiten
August 2013Maurice Bavaud, geboren 1916 in Neuenburg, technischer Zeichner und Theologiestudent, kam aus bescheidenen Verhältnissen. Der Vater war Pöstler, die Mutter führte einen Gemüseladen. Katholisches Milieu, sechs Kinder, Vertrauen in Kirche und Staat. Als Maurice Missionar werden wollte, war die Familie stolz. Er besuchte die Missionsschule Saint-Ilan in der Bretagne und kam von dort mit dem Plan zurück, Hitler umzubringen. Am 9. November 1938, am Tag der Reichsprogromnacht, unternahm Bavaud, 22-Jährig, in München den Versuch eines Attentats auf Hitler. Nur Tage nach dem gescheiterten Versuch wurde er von der Gestapo verhaftet.
Im Berliner Gefängnis Plötzensee hat Bavaud zweieinhalb Jahre lang niemand besucht. Der Schweizer Gesandte in Berlin, Frölicher, wollte ihn am liebsten vergessen, er nannte den Attentatsversuch ein verabscheuungswürdiges Verbrechen.
«‹Es ist kalt in Brandenburg› schrieb Meienberg nach dem gleichnamigen Film. Das ist kein Materialbuch, kein Buch übers Filmen, auch keine Dokumentation eines Attentats, obwohl Meienberg sehr genau dokumentiert. Meienbergs Sprache schafft eine neue Stufe der Beteiligung. Präzise ist sie und klar, zurückhaltend, trocken (nie vernebelnd), schön.» Süddeutsche Zeitung

Bildrechte: Roland Gretler
Pressestimmen
Salzburger Nachrichten, 14. September 2013
faust-kultur.de, Mai 2021
