Der Tee der drei alten Damen

Der Tee der drei alten Damen

Herausgegeben von Mario Haldemann / Mit einem Nachwort von Mario Haldemann

Leinen, 328 Seiten, als text- und seitenidentisches Taschenbuch beim Unionsverlag lieferbar

vergriffen

Februar 1996
SFr. 44.–, 27.– €
ISBN 978-3-85791-245-0

In seinem ersten Kriminalroman lässt Glauser neben einer ganzen Anzahl fiktiver Personen auch vier Genfer Persönlichkeiten leicht verfremdet auftreten, die im doppelgesichtigen Genf zu Beginn dieses Jahrhunderts ihre mehr oder minder gewichtige Rolle spielten.

Letztlich aber geht es im temporeichen und verwirrlich-bunten Cocktail aus Phantasie und Realität um die Frage nach dem Geheimnis, dem Mysterium schlechthin und nach den mannigfaltigen Mitteln zu seiner Erkenntnis. Dass dabei auch noch die hohe Politik hineinspielt, etwa mit dem Völkerbund, Ölfunden in einem indischen Randstaat und mit dem britischen und dem sowjetischen Geheimdienst, macht die Lektüre des Buches zum Vergnügen für solche, die Glausers Freude an der Zeichnung von Charakteren und der Gestaltung von Atmosphäre lieben.

Schlagworte
Literatur
Friedrich Glauser
Bildrechte: Gotthard Schuh / Fotostiftung Schweiz
Friedrich Glauser, geboren 1896 in Wien als Sohn einer Österreicherin und eines Schweizers, führte ein rastloses Leben. Unzählige Orte und Stationen säumten seinen Weg, darunter Erziehungsheime, Gefängnisse und psychiatrische Kliniken. Friedrich Glauser lebte in Frankreich, Belgien und Italien, war lange Zeit morphiumsüchtig, verbrachte einige Jahre in der Fremdenlegion und nahm teil an der Dadaismus-Bewegung in Zürich. Er starb 1938 in Nervi bei Genua.

«Solche Prosa ist taufrisch. Zeitlos und modern.» Frankfurter Neue Presse

«Ein ganz eigenes Pulsieren: ungehorsam gegen den vorgegebenen Takt, Ruhelosigkeit und viel flackerndes Leiden.» Vogue

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