Computer für tausendundeine Nacht
Roman
// Nur noch letzte RESTEXEMPLARE aus dem Verlagsarchiv, bitte wenden Sie sich an den Verlag., 216 Seiten
Januar 1980ISBN 978-3-85791-025-8Herbst 1978. In Iran wankt das Regime Schah Resa Pahlewis, Demonstrationen und Streiks werden von der Armee, die noch zum Schah steht, blutig unterdrückt. In Zürich wird fieberhaft an der Fertigstellung einer Energiezentrale für Teheran gearbeitet, sie muss noch abgeliefert werden, bevor solche teuren Projekte von der erwarteten Regierung sistiert werden.
Josef Kopp, Redaktor bei der linken Wochenzeitung «Einheit», entdeckt bei einer Presseführung durch das Testzentrum der Anlage, dass Fehler im Computerprogramm vertuscht werden sollen. Gegen den Willen seiner Partei forscht er den Hintergründen des Projekts 1001 nach.
Auch Projektleiter Remo Geilinger handelt gegen strikte Anweisungen seiner Vorgesetzten, als er dem Iraner Ali Halimi die Testanlage vorführt. Halimi war nicht ohne Zutun Geilingers, als Leiter des iranischen Projektteams entlassen worden. Er hatte nicht nur die Programmfehler, sondern auch das ganze Programm kritisiert, weil es Iran weiter in Abhängigkeit halte.
Zeitungsmeldungen, Dokumente und persönliche Erfahrungen wurden vom Autor zu einer spannenden Geschichte verknüpft. Er schildert die Entwicklung menschlicher Beziehungen auf dem Hintergrund moderner Grosstechnologie, die eng mit politischen Interessen verknüpft ist.

Bildrechte: Marco Volken
Emil Zopfi, geboren 1943, studierte nach einer Berufslehre Elektrotechnik und arbeitete als Computerfachmann und Erwachsenenbildner für Informatik und Sprache. Autor von Romanen, Hörspielen, Kinder- und Jugendbüchern. Er lebt heute als Schriftsteller in Zürich. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Schweizer Jugendbuchpreis, dem Kulturpreis des Kantons Glarus und dem Albert Mountain Award.
