Tatort Schweiz
18 kriminelle Geschichten
Mit Texten von Monika Dettwiler, Mitra Devi, Peter Höner, Sam Jaun, Charles L Joris, Ulrich Knellwolf, Ulrich Knellwolf, Paul Lascaux, Milena Moser, Jutta Motz, Silvio Pacozzi, Stephan Pörtner, Urs Richle, Susy Schmid, Christa Weber, Jürg Weibel, Verena Wyss, Peter Zeindler, Emil Zopfi / Herausgegeben von Paul Ott
gebunden, 304 Seiten
März 2005Ein ungeklärter Tod in Muri-Gümligen, ein Störfahnder auf Abwegen in Ostermundigen, ein mörderischer Frauenlauf in Rheinfelden, Liebestäuschung in Riehen, Wirtschaftskriminalität in Thalwil, rasches Ableben alter Leute in Arosa, gut brennendes Fasnachtsfeuer in Baden, Grenzverletzungen in Buchs, gefälschte Zeit in Grenchen, ein Arzt im Spannungsfeld von Berufsethos und Vaterliebe in Brig, ein verschütteter Bundesrat in Visp, kulturelle Geldbeschaffung in Einsiedeln, krumme Machenschaften in Glarus, späte Rache in Frauenfeld, seltsame Politspielchen in Uster, Jugendliche auf Abwegen in Küsnacht, unheimliche Ahnenforschung in Walenstadt und Heiratsschwindel in Weinfelden: Die kriminelle Energie ist breit gestreut in einer kleinstädtischen Schweiz, das Verbrechen lauert hinter Geranien und Verkehrskreiseln.
Achtzehn namhafte Autorinnnen und Autoren präsentieren allerlei Mörder und Detektive, Schuldige und Unschuldige mit so viel Ortsgenauigkeit und Aktualität wie nie zuvor in der Deutschschweizer Krimiszene.

Bildrechte: Anne Buergisser

Bildrechte: Marco Volken
Emil Zopfi, geboren 1943, studierte nach einer Berufslehre Elektrotechnik und arbeitete als Computerfachmann und Erwachsenenbildner für Informatik und Sprache. Autor von Romanen, Hörspielen, Kinder- und Jugendbüchern. Er lebt heute als Schriftsteller in Zürich. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Schweizer Jugendbuchpreis, dem Kulturpreis des Kantons Glarus und dem Albert Mountain Award.

Bildrechte: Limmat Verlag
Pressestimmen
«Die vorliegende all diese Morde, deren Reiz auch die Bekanntheit der ansonsten oft verschnarchten Örtlichkeiten ausmachen» Taxi
«Tückisches Gift, Wut, Rache, Kalkül. Angst, Heiratsschwindel und Eifersucht - die kriminelle Energie ist hier zu Lande beträchtlich» Tages-Anzeiger
«Auch hierzulande wird gemordet und geraubt auf Teufel komm raus, und wenn es nicht wahr ist, ist es gut erfunden.» WochenZeitung WoZ
«Ein originelles Unterfangen mit naturgemäss viel Lokalkolorit, das – gerade weil die grossen Thrillerfaktoren fehlen – manch biederem Schweizer Schaudern und schlaflose Nächte bescheren dürfte. Eine Anthologie, die das ganze Jahr hindurch und darüber hinaus gefragt sein wird.» Schweizer Bibliotheksdienst
«Eventuell könnte man für diesen charmanten Sammelband eine neue Subkategorie einrichten: Ethno-Surrealismus.» Der Standard, Wien
Entdecken
Vor zwei Jahren habe ich mit den ersten Vorbereitungen für die «Mordstage 2005» begonnen. Hätte ich die Dimensionen erahnt, die dieses Projekt inzwischen angenommen hat, ich hätte wohl die Finger davon gelassen. Mit umso grösserer Zufriedenheit blicke ich nun auf das Erreichte.
Achtzehn Krimiautorinnen und -autoren haben sich auf das Wagnis eingelassen, einen Kurzkrimi zu schreiben, der in einer bestimmten Ortschaft spielt. Mit ihren Texten zeigen sie die erstaunliche Vielfalt der Schweizer Literatur auf. Sechzehn Gemeinden tragen mit ihrem Mut, ihrer Arbeit in Kulturkommissionen und -vereinen sowie ihrem finanziellen Engagement zum flächendeckend grössten literarischen Anlass bei, den die Schweiz je gesehen hat. Dem internationalen Interesse am Kriminalroman in unserem Land ist der Anstoss zum gleichzeitig erscheinenden Buch «Mord im Alpenglühen ÿ Die Geschichte des Schweizer Kriminalromans» zu verdanken, auch dies ein zu Beginn unüberschaubares Projekt.
Mit zunehmendem Fortgang dieser Arbeit wurde die Genugtuung darüber immer grösser, der Schweiz gleichzeitig einen umfassenden geschichtlichen Überblick sowie eine Leistungsschau des aktuellen Schaffens präsentieren zu können. Allen, die dazu beigetragen haben, an dieser Stelle ein herzlicher Dank: den Gemeinden und ihren Mitarbeiter/innen, die mit ihrem Einsatz die «Mordstage 2005» möglich machen; den Autor/innen, die sich auf ungewohnte Wege begeben haben; den beiden Verlagen, welche die mit dem Projekt verbundenen Publikationen ermöglichen; und nicht zuletzt meinen Freundinnen und Freunden.
