Bild ohne Mädchen | «Ungeheuer starker Roman» Deutschlandfunk Kultur
Roman
gebunden mit Schutzumschlag, 3. Auflage, 208 Seiten
Februar 2023Kurt Marti Literaturpreis
Literaturpreis des Kantons Bern
Shortlist Rauriser Literaturpreis
Förderpreis Kanton St. Gallen
Die Eltern des Mädchens misstrauen dem Fernsehen, aber beim medienaffinen Nachbarn Ege darf es so lange schauen, wie es will. Eges Wohnung steht voller Geräte, und er dreht Videos, die nie jemand sehen will.
Die Eltern sind überfordert mit dem Kind, das sein Bett nässt und kaum spricht. Der Vater ist Biologe und wendet sich lieber bedrohten Tierarten zu. Die Mutter bildhauert und ist mit ihrer Kunst beschäftigt. Ein Heiler soll helfen. Das Mädchen sucht Zuflucht bei einem Engel, den es auf einer Videokassette von Ege entdeckt hat. Und wirklich, der Engel hält zu ihm.
Durch dieses Kabinett der Hilf- und Sprachlosigkeit nähert sich Sarah Elena Müller dem Trauma einer Familie, die weder den Engel noch die Gefährdung zu sehen imstande ist. Und von der Grossmutter bis zum Kind entsteht ein Panorama weiblicher Biografien seit dem grossen Aufbruch der Sechzigerjahre.

Bildrechte: David Fürst
Pressestimmen
«Immer wieder gibt es Neuerscheinungen, literarische Debüts, die leuchten. Weil sie einen neuen Ton finden, ungewöhnliche Zugänge schaffen und damit heraus ragen aus der Masse. Ein solches Buch ist Sarah Elena Müller gelungen. Sie schreibt zupackend, klar und viele ihrer Sprachbilder sind so grossartig, weil sie plastisch, präzise und unverbraucht daher kommen.» Michael Lünstroth, Thurgau Kultur
«Was Sarah Elena Müller auf beeindruckende Weise kann: ihrerseits eine ganze Medientheorie des Missbrauchs zu liefern. Ihr gelingt es, Verschleierungsstrategien transparent zu machen, und gleichzeitig entlässt sie den Leser nicht aus der Gefahr, selbst Komplize zu sein. Ein überaus kluger Roman, der von der Gewalt des Blickes erzählt.» Paul Jandl, NZZ
«Diese Autorin wird hoffentlich noch einige wichtige Bücher schreiben.» Hansruedi Kugler, CH Media
«Der Roman von Sarah Elena Müller dürfte einer der bleibenden dieses Jahres werden.» Daniel Graf, Republik
«Sarah Elena Müller legt einen atemberaubenden Debütroman vor. Ihre multimediale und musikalische Kompetenz schlägt sich in einer kühnen eigenständigen Sprache nieder.» Rainer Rönsch, Literaturkritik.de
«Sarah Elena Müller erzählt vom Unbegreiflichen, ohne einen moralischen Kurzschluss zu ziehen. Ein klug konstruierter Roman.» Timo Posselt, Die Zeit Schweiz
«Ein sehr brisantes Buch und eine grosse Leseempfehlung.» Nicola Steiner, SRF Literaturclub
«Die Sprache von Sarah Elena Müller ist ganz ausserordentlich. Ich bin sehr froh, dass mir dieses Buch begegnet ist und freue mich auf alle weiteren Lektüren dieser wunderbaren Autorin.» Lukas Bärfuss
