Glauser in Nervi
Mit einem Nachwort von Manfred Papst
gebunden, 1. Auflage, 48 Illustrationen, 48 Seiten
September 2025Die letzten Monate vor seinem frühen Tod verbringt der Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser (1896–1938) in Nervi bei Genua. An einem Sommerabend bekommt er unerwarteten Besuch aus der Schweiz: Hermann, ein junger Bursche aus Baden und begeisterter Leser der Studer-Krimis, klingelt an seiner Tür. Bald entspinnt sich ein angeregtes Gespräch. Aber ist Hermann vielleicht mehr als nur ein Fan? Während die beiden vom Balkon aufs Meer schauen, regt sich in Glauser ein Verdacht, den er nicht mehr los wird.
In seiner neuen Graphic Novel um Friedrich Glauser mischt Hannes Binder raffiniert Fakt und Fiktion. Seine unverkennbaren Schabkartonbilder sind weit mehr als Illustrationen des Textes, sie führen die Geschichte weiter und treten in einen lebhaften Dialog mit ihr. In «Glauser in Nervi» zeigt sich Hannes Binder auf der Höhe seiner Kunst.

Bildrechte: Ayşe Yavaş

Bildrechte: Ayṣe Yavaṣ
Manfred Papst, geboren 1956 in Davos. Nach dem Studium der Sinologie, Germanistik, Kunstwissenschaft und Geschichte in Zürich arbeitete er als Lehrer, Korrektor, Übersetzer und Lektor und als Mitherausgeber der Prosa und der Briefe von Friedrich Glauser. Als Gründungsmitglied der «NZZ am Sonntag» war er viele Jahre deren Ressortleiter Kultur, danach fest angestellter Autor. Manfred Papst erhielt diverse Auszeichnungen, u. a. den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2015.
Pressestimmen
«In der für Binder typischen Schabkartontechnik verwandeln die Bild-Seiten das zeitlich Sukzessive der Erzählung in visuelle Gleichzeitigkeit und vertiefen ihren Bedeutungsgehalt durch eine Fülle zusätzlicher Symbole. Ein Genuss für die Liebhaber*innen künstlerischer Grafik und magisch-realistischen Erzählens.» Dr. Ronald Schneider, ekz
«Die letzten Monate von Glauser, die er am Stadtrand von Genua verbrachte, hat der Schweizer Künstler Hannes Binder in eine berückend-bedrückende Bildsprache übersetzt. Das Dämonische, Fantastische und Naturgewaltige, das Binder mit seiner Schabkarton-Technik erzeugt, schafft Seelenlandschaften, die an Gustave Doré und Dante erinnern – und träumen lassen.» Marc Reichwein, Welt am Sonntag
«Die Bilder von Hannes Binder lassen alle möglichen Perspektiven und Zeitebenen ineinanderfliessen. Meisterlich!» NZZ am Sonntag
