Der lange Winter
Roman
Übersetzt von Maja Pflug
gebunden, 160 Seiten
ersch. 17. September 2026Im Bauerndorf im Herzen der Tessiner Alpen hört es nicht auf zu schneien. Täglich fallen die Flocken, der Nebel verdichtet sich, die Berge sieht man schon lange nicht mehr. Gewaltige Schneemassen halten alle in Atem. Was ist, wenn die Lawine kommt?
Die Menschen im Dorf müssen entscheiden, ob sie in der Gefahrenzone bleiben oder ins sichere Tal ziehen. Angesichts der grossen Ungewissheit rücken alle näher zusammen, vertreiben sich die Zeit mit Kartenspielen.
Als die Lage sich weiter zuspitzt, zeigen sich die Konflikte: Die Alten blicken zum Himmel und hoffen, die Jungen denken an Aufbruch. Der Erzähler, ein junger Lehrer, lauscht nachts dem Knirschen des Schnees und wünscht sich seine Linda zurück, die fortgegangen ist. Werden sie sich wiedersehen?
Mit filmischer Lebendigkeit erzählt Giovanni Orelli vom Jahrhundertwinter im Bedrettotal und von einer Gemeinschaft in Lebensgefahr.

Bildrechte: Yvonne Böhler
Giovanni Orelli (1928–2016) geboren in Bedretto, studierte in Zürich und Mailand und war Lehrer in Lugano. Seine literarische Karriere begann 1965 mit dem Roman «L'anno della valanga/Der lange Winter», welcher mit dem Premio Veillon ausgezeichnet wurde. Neben seinen Publikationen auf Italienisch, zu denen Gedichte, Erzählungen aber auch Literaturkritiken gehören, hinterlässt er auch Übersetzungen im Dialekt des Bedrettotals. Orellis Gesamtwerk wurde 1997 mit dem Gottfried Keller-Preis und 2012 mit dem Grossen Schillerpreis ausgezeichnet. Er zählt bis heute zu den herausragenden Schriftstellern der Schweiz.
«Giovanni Orelli gehört gewiss zu den kühnsten, doch auch zu den heitersten Poeten dieses Landes. Ärmer wäre die italienische Literatur und wären die Literaturen der Schweiz ohne die melancholische Anarchie seiner Gedichte und seiner Prosa.» Neue Zürcher Zeitung

Bildrechte: Georg Pflug
Pressestimmen
«Wunderbar, wie Orelli in einer direkten Anschauung über Dinge sprechen kann und kaum in Romantizismus fällt. Unglaublich eindrücklich!» Peter Zumthor
