Denk an die Tage und Nächte
Pietro De Marchi

Denk an die Tage und Nächte

Erzählungen

Übersetzt von Julia Dengg, Christoph Ferber, Barbara Sauser

200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
März 2023
SFr. 28.–, 24.– € / eBook sFr. 23.–
sofort lieferbar
Titel der Originalausgaben:«Ritratti levati dall'ombra», Edizioni Casagrande Bellinzona 2013 und «Con il foglio sulle ginocchia», id., 2020
978-3-03926-053-9

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Eine poetische Verschränkung von Erinnerung und Erfindung

In diesem Erzählband erinnert sich Pietro De Marchi an Gesichter, Orte und Begegnungen. Er reflektiert über die Geschichte seiner Familie in den Wirren und Verheerungen des letzten Jahrhunderts, über Freundschaft, Liebe und Literatur. Ihn interessieren nicht die grossen Schlachten, ihn interessieren die kleinen Geschichten, die vermeintlich banalen; die Bilder, die seine Kindheit und Jugend in Mailand prägten, die Farben, Stimmen, Gerüche, mal nach Weihrauch, mal nach Formalin.

Durch Reisen und in der Imagination stellt sich De Marchi der Vergangenheit. Er folgt dem Grossvater, der als 22-Jähriger nach Amerika aufbrach, vertieft sich in die Kriegstagebücher seiner Vorväter und in Zeitungsartikel, aber er misstraut dem Faktischen.

In allem sucht der Autor nach dem, was im Schatten geblieben ist oder ausserhalb der Sichtweite, und er findet es in den Splittern der Wahrnehmung, in den «Falten der Zeit».

De Marchi lässt die Dinge sprechen und fügt sie zu einem lyrischen Kosmos. Wo die Grenze zum wirklich Erlebten verläuft, bleibt auf faszinierende Weise ungreifbar, es ist gelebte Poesie.

Pietro De Marchi

Pietro De Marchi, geboren 1958 in Seregno (Mailand), lebt seit 1984 in Zürich und lehrt dort italienische Literatur an der Universität. Er schreibt Gedichte und Kurzprosa. 1999  erschien der Gedichtband «Parabole smorzate e altri versi» mit einem Vorwort von Giorgio Orelli. Für seinen Band mit Gedichten und Prosastücken «Replica» erhielt er den Schillerpreis und eine kulturelle Auszeichnung des Kantons Zürich. «Das Orangenpapier / La carta delle arance» wurde mit dem Gottfried-Keller-Preis 2016 ausgezeichnet.

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Julia Dengg
© Elisabeth Dengg

Julia Dengg

Julia Dengg, geboren 1986 in Steyr (Österreich), studierte Übersetzen und Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien, Genua und Tiflis.

 

Auszeichnungen

  • Preis «Terra nova» 2015 der Schweizerischen Schillerstiftung für die Übersetzung von Giorgio Orellis «Un Giorno della vita»
  • Förderpreis 2015 des Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises für die Übersetzung von Giorgio Orellis «Un Giorno della vita»

 

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Christoph Ferber
© Yvonne Böhler

Christoph Ferber

Geboren 1954. Aufgewachsen in Sachseln, Obwalden. Studium der Slawistik, Romanistik und Kunstgeschichte in Lausanne, Zürich und Venedig. Dort Promotion mit einer Arbeit zum russischen Symbolismus. Tätigkeit als freier Übersetzer. Wohnt auf Sizilien. 2014 Auszeichnung mit dem Spezialpreis Übersetzung des Schweizerischen Bundesamts für Kultur, 2016 dem Paul Scheerbart-Preis.

Übersetzungen, fast ausschliesslich lyrischer Texte, aus dem Italienischen (Gaspara Stampa, Vincenzo Cardarelli, Eugenio Montale, Salvatore Quasimodo, Attilio Lolini, Giorgio Orelli, Giovanni Orelli, Pietro de Marchi, Remo Fasani, Aurelio Buletti, Francesco Chiesa, aus dem Russischen (Michail Lermontow, Fjodor Tjutschew, Sinaida Hippius, Fjodor Sologub, Wjatscheslaw Iwanow, David Samojlow), dem Französischen (Stéphane Mallarmé, Werner Renfer), dem Polnischen (Juliusz Slowacki) und Bulgarischen (Dimtscho Debeljanow).

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Barbara Sauser
© AdS, Solothurner Literaturtage, Michal Florence Schorro

Barbara Sauser

Geboren 1974 in Bern, lebt in Bellinzona. Studium der Slawistik und Musikwissenschaft in Fribourg. Nach mehreren Jahren im Zürcher Rotpunktverlag arbeitet sie seit 2009 als freiberufliche Übersetzerin aus dem Italienischen, Franzö­sischen, Russischen und Polnischen.

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LeseprobeS.1-20inkl.Inhaltsverzeichnis

Tessiner Zeitung, 28. April 2023
20 Minuten, 26. Juli 2023
p.s. Buchbeilage, 15. September 2023


 «Der brillante Erzähler Petro De Marchi lässt uns auf bewegende Weise an den Erinnerungen seiner Familie teilhaben, die auch die zwei Weltkriege miterlebte.» Charles Linsmayer, 20 Minuten

«Das Pendeln zwischen Sprachen und Kulturen macht die Erinnerungstexte zu einem Lesevergnügen.» Hermann Koch, P.S.

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